Die Schnellsten auf der Nordschleife

Porsche 918 Spyder

Rekord auf dem Nürburgring: Bestzeiten

— 24.04.2017

Rekord für Honda Civic Type R

Honda reklamiert mit dem Civic Type R einen neuen Rundenrekord für Fronttriebler auf der Nordschleife für sich. Mit Video!

Beim Rekordwagen handelte es sich zwar um einen Prototypen. Er entsprach laut Honda aber dem Serienfahrzeug.

In 7:43,08 Minuten hat ein Civic Type R der kommenden Generation laut Honda die Nordschleife am 3. April 2017 umrundet und damit einen neuen Rekord für Fronttriebler aufgestellt. Die Bedingungen seien für den 320 PS starken Kompakt-Renner ideal gewesen, so der Hersteller. Um ganze sieben Sekunden habe der neue Civic Type R die Zeit des letzten Type R unterbieten können. Schlüssel zum Erfolg: Zehn zusätzliche PS, eine verbesserte Aerodynamik und eine neue Multilenker-Hinterachse für mehr Stabilität beim Bremsen, um nur drei zu nennen. Laut Honda wurde für die Rekordfahrt in den Prototypen mit Serienspezifikationen aus Sicherheitsgründen ein Überrollkäfig eingebaut. Der habe keine Auswirkungen auf die Steifigkeit der Karosserie gehabt, nur zusätzliches Gewicht. Um das zu kompensieren, habe man zeitweise das Infotainment-System und die Rücksitze entfernt.

Der König der Nordschleife ein Lambo?

Video: Lamborghini Huracán Performante (2017)

On Board durch die grüne Hölle

Laut Lamborghini ist der König der Nordschleife der Huracán Performante. Der Supersportler habe am 5. Oktober 2016 mit Marco Mapelli hinterm Steuer eine Fabelzeit für Serienfahrzeuge abgeliefert: 6:52,01 Minuten soll der Huracán Performante für die 20,832 Kilometer lange Strecke gebraucht haben, verkündete der Hersteller und lieferte gleich ein Video von der schnellen Runde mit. Der Performante, der auf dem Autosalon Genf 2017 (9. bis 19. März) präsentiert wurde, setzt auf aktive Aerodynamik, mehr Leistung als der normale Huracán und weniger Gewicht.
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GTI Clubsport S schnellster Fronttriebler

Bisher war ein VW der schnellste Fronttriebler in der Grünen Hölle: Der VW Golf GTI Clubsport S düste im Dezember 2016 mit Rennfahrer Benjamin Leuchter am Steuer in 7:47,19 Minuten über den Ring – nach VW-Angaben damals so schnell wie kein anderer Fronttriebler. Bei acht Grad Außentemperatur und idealen Bedingungen verbesserte der limitierte Clubsport S seine eigene vorherige Marke aus dem Mai 2016 demnach um rund zwei Sekunden. Hier gibt's die Rekordhatz im Video:

AMG GT R fährt auf Gesamtplatz fünf

Noch schneller als der 310 PS starke Power-Golf war ein Mercedes-AMG GT R. Mit Vierliter-V8-Biturbo, 585 PS und Hinterradantrieb jagte er in 7:10,92 Minuten über die Nordschleife. Ein klasse Einstand für das AMG-Topmodell, allerdings nicht schnell genug, um die Bestmarke in der Kategorie "Serienfahrzeuge mit Straßenzulassung" zu knacken.

Mercedes-AMG GT R (2016): Vorstellung

Huayra röhrt für den Ring-Rekord

Auch Pagani Huayra ließ auf dem Nürburgring mächtig die Muskeln spielen. Mit lautem V12-Getöse, einer Fahrt wie auf Schienen und vor allem mächtig Speed raste der italienische Supersportler auf einer Testfahrt durch die Grüne Hölle. Das konkrete Auto war ein Huayra BC (benannt nach dem ersten Pagani-Kunden Benny Caiola) mit 800 PS im 6,0-Liter-Biturbo von AMG, 1000 Nm Drehmoment, sequenziellem Siebengang-Getriebe, einem aktiven Differenzial und Hinterradantrieb. Sein Ziel: der Rundenrekord auf der Nordschleife. Ob's gelang? Schwer zu sagen. Eine offizielle Zeit gibt es nicht. Gegen den Italiener sprechen 87 fehlende PS, für ihn 425 Kilogramm weniger auf den Rippen.

Weitere Rekordler: Ein "Stier" und "Godzilla"

Mit in der Bestenliste: ein Lamborghini Aventador LP 750-4 Super Veloce.

Als bislang drittbeste Zeit für Serienautos auf der Nordschleifen gelten die 6:59,73 Minuten eines weiteren Stiers. Ein Lamborghini Aventador 750-4 "super Veloce" fuhr am 18. Mai 2015 mit Marco Mapelli hinterm Steuer und 750 PS aus einem 6,5-Liter-V12-Mittelmotor unterm Blech über die Nordschleife. Auf Platz vier folgt eine echte Supercar-Legende: der Nissan GT-R Nismo. 550 Serien-PS reichten "Godzilla" am 30. September 2013 für 7:08,679 Minuten, diversen Modifikationen im Motorraum und am Fahrwerk sei Dank. Am Lenkrad saß der GT1-Weltmeister von 2011, Michael Krumm. Den Gumpert Apollo Sport steuerte Florian Gruber am 13. August 2009 in genau 7:11,57 Minuten durch die Grüne Hölle. Dadurch rutschte ein legendäres US-Car aus den Top Five: Eine Dodge Viper II ACR (2010) mit Dominik Farnbacher und 608 PS an Bord fuhr am 14. September 2011 eine Zeit von 7:12,13 Minuten. Ganz zweifelsfrei ist die Liste der Besten nicht: So kursierten um die Corvette Z06 (mit C7-Paket) gleich zwei Gerüchte um Fabelzeiten (7:08,678 Minuten im Juli 2015 und 6:59,13 Minuten im Januar zuvor). Sie wurden jedoch nicht verifiziert.

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