Die Schnellsten auf der Nordschleife

Lamborghini Huracan Performante Mercedes-AMG GT R Porsche 918 Spyder

Rekord auf dem Nürburgring: Bestzeiten

— 29.05.2017

McLaren knackt Ring-Rekord

Der straßenzugelassene McLaren P1 LM ist der neue Ringkönig! Er umfuhr den Nürburgring in einer neuen Fabelzeit. Dazu: weitere Nordschleifen-Bestzeiten!

Um ganze zwei Sekunden hat ein McLaren P1 LM den bisherigen Nürburgring-Rekord für straßentaugliche Autos unterboten. Das berichtet der britische Sportwagen-Spezialist Lanzante Motorsport, der den Supersportwagen für den Straßenverkehr umgebaut hat. Bei 6:43,2 Minuten stoppte demnach die Uhr, als Indy-500-Gewinner Kenny Brack den modifizierten McLaren über die Ziellinie steuerte. Fünf Exemplare des eigentlich für die Rennstrecke gedachten McLaren P1 hat Lanzante für Kunden in den USA, in Japan, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Großbritannien gebaut. Das 986 PS starke Rekordauto fuhr laut Hersteller nach getaner Arbeit auf eigener Achse heim nach Großbritannien.

Nio EP9 mit Traumzeit auf dem Ring

Video: NextEV Nio EP9 Nürburgring

E-Sportler holt Ring-Rekord

6:45,90 Minuten: In dieser Traumzeit ist der Supersportler Nio EP9 laut Hersteller NextEV um die Nordschleife gerast. Damit ist der einen Megawatt starke chinesische Renner (ca. 1360 PS) vorerst schnellstes E-Auto auf dem Nürburgring. Und er hat den heiß diskutierten Weltrekord des Lamborghini Huracán Performante aus dem Oktober 2016 pulverisiert! Der Nio EP9 ist 313 km/h schnell und beschleunigt in 7,1 Sekunden von 0 auf 200. Rund 1,35 Millionen Euro muss der Interessierte für einen der handverlesenen EP9 der Serie zwei anlegen.

Für kurze Zeit war ein Lambo der König der Nordschleife

Der Huracán Performante wurde auf dem Genfer Autosalon 2017 als Serienfahrzeug vorgestellt.

Zuvor hatte Marco Mapelli hinterm Steuer eines Lamborghini Huracán Performante für einen Aufsehen erregenden Rekord gesorgt. Laut Hersteller soll der wilde Stier am 5. Oktober 2016 gerade 6:52,01 Minuten für die 20,832 Kilometer lange Nordschleife gebraucht haben. Der Performante, der auf dem Autosalon Genf 2017 präsentiert wurde, setzt auf aktive Aerodynamik, mehr Leistung und weniger Gewicht.

Huayra röhrte für den Ring-Rekord

Ein Pagani Huayra ließ im September 2016 auf dem Nürburgring mächtig die Muskeln spielen. Mit lautem V12-Getöse, einer Fahrt wie auf Schienen und vor allem mächtig Speed raste der italienische Supersportler auf einer Testfahrt durch die Grüne Hölle. Das konkrete Auto war ein Huayra BC (benannt nach dem ersten Pagani-Kunden Benny Caiola) mit 800 PS im 6,0-Liter-Biturbo von AMG, 1000 Nm Drehmoment, sequenziellem Siebengang-Getriebe, einem aktiven Differenzial und Hinterradantrieb. Sein Ziel: der Rundenrekord auf der Nordschleife. Ob's gelang? Schwer zu sagen. Eine offizielle Zeit gibt es nicht. Gegen den Italiener sprechen 87 fehlende PS, für ihn 425 Kilogramm weniger auf den Rippen.

Weitere Rekordler: Ein "Stier" und "Godzilla"

Mit in der Bestenliste: ein Lamborghini Aventador LP 750-4 Super Veloce.

Als bislang drittbeste Zeit für Serienautos auf der Nordschleifen gelten die 6:59,73 Minuten eines weiteren Stiers. Ein Lamborghini Aventador 750-4 "Super Veloce" fuhr am 18. Mai 2015 mit Marco Mapelli hinterm Steuer und 750 PS aus einem 6,5-Liter-V12-Mittelmotor unterm Blech über die Nordschleife. Auf Platz vier folgt eine echte Supercar-Legende: der Nissan GT-R Nismo. 550 Serien-PS reichten "Godzilla" am 30. September 2013 für 7:08,679 Minuten, diversen Modifikationen im Motorraum und am Fahrwerk sei Dank. Am Lenkrad saß der GT1-Weltmeister von 2011, Michael Krumm.

Mercedes AMG GT R fuhr auf Gesamtplatz fünf

Nur minimal langsamer war ein Mercedes-AMG GT R. Mit Vierliter-V8-Biturbo, 585 PS und Hinterradantrieb jagte er in 7:10,92 Minuten über die Nordschleife. Ein klasse Einstand für das AMG-Topmodell, allerdings nicht schnell genug, um die Bestmarke in der Kategorie "Serienfahrzeuge mit Straßenzulassung" zu knacken.

Mercedes-AMG GT R (2016): Vorstellung

Den Gumpert Apollo Sport steuerte Florian Gruber am 13. August 2009 in genau 7:11,57 Minuten durch die Grüne Hölle. Dadurch ließ ein legendäres US-Car ließ die Top Five hinter sich: Eine Dodge Viper II ACR (2010) mit Dominik Farnbacher und 608 PS an Bord fuhr am 14. September 2011 eine Zeit von 7:12,13 Minuten. Knapp dahinter: Porsche-Testfahrer Lars Kern schaffte Anfang Mai 2017 mit dem 911 GT3 7:12,7 Minuten. Ganz zweifelsfrei ist die Liste der Besten nicht: So kursierten um die Corvette Z06 (mit C7-Paket) gleich zwei Gerüchte um Fabelzeiten (7:08,678 Minuten im Juli 2015 und 6:59,13 Minuten im Januar zuvor). Sie wurden jedoch nicht verifiziert.

Giulia Quadrifoglio hält den Rekord für Viertürer

Den aktuellen Ring-Rekord für straßenzugelassene Viertürer reklamiert Alfa Romeo für sich. Demnach ist die 510 PS starke Giulia Quadrifoglio im September 2016 in 7:32 Minuten um die Nordschleife gefeuert. Damals am Steuer: Rennfahrer Fabio Francia.

Laut Honda ein neuer Rekord für Fronttriebler

Beim Rekordwagen handelte es sich zwar um einen Prototypen. Er entsprach laut Honda aber dem Serienfahrzeug.

Auch ein paar Kompaktsportler kämpfen um Ring-Rekorde. Im April 2017 hat ein Civic Type R der kommenden Generation die Nordschleife in 7:43,08 Minuten umrundet. Die Bedingungen seien für den 320 PS starken Kompakt-Renner ideal gewesen, so der Hersteller. Um ganze sieben Sekunden habe der neue Civic Type R die Zeit des letzten Type R unterbieten können. Schlüssel zum Erfolg: zehn zusätzliche PS, eine verbesserte Aerodynamik und eine neue Multilenker-Hinterachse für mehr Stabilität beim Bremsen, um nur drei zu nennen. Laut Honda wurde für die Rekordfahrt in den Prototypen mit Serienspezifikationen aus Sicherheitsgründen ein Überrollkäfig eingebaut. Der habe keine Auswirkungen auf die Steifigkeit der Karosserie gehabt, nur zusätzliches Gewicht. Um das zu kompensieren, habe man zeitweise das Infotainment-System und die Rücksitze entfernt.

Golf GTI Clubsport S zuvor schnellster Fronttriebler

Vorher war ein VW der schnellste Fronttriebler in der Grünen Hölle: Der VW Golf GTI Clubsport S düste im Dezember 2016 mit Rennfahrer Benjamin Leuchter am Steuer in 7:47,19 Minuten über den Ring - laut VW so schnell wie kein Fronttriebler vorher. Bei acht Grad Außentemperatur und idealen Bedingungen verbesserte der limitierte Clubsport S seine eigene vorherige Marke aus dem Mai 2016 demnach um rund zwei Sekunden.

Volvo V60 Polestar mit geheimer Zeit

Dass der V60 Polestar mit einer Zeit von 7:51,110 ebenfalls kurz den Rekord für Viertürer auf dem Ring innehatte, hat Volvo niemandem erzählt. Nach dem WTCC-Rennen im Mai 2016 blieben die Schweden nach eigenen Angaben einfach ein paar Tage länger zum Testen in der Eifel. Dabei sprang sozusagen "aus Versehen" die Zeit heraus.

Nordschleife: Länge, Touristenfahrten, Preise

Neben Profis mit Werks-Prototypen oder Rennwagen können auch Privatfahrer die Nordschleife des Nürburgrings unter die Räder nehmen. Im Rahmen der Touristenfahrten darf die legendäre Strecke mit dem eigenen Fahrzeug bezwungen werden. Infos dazu sowie Preise finden Sie hier.

Die Schnellsten auf der Nordschleife

McLaren P1 LM Lamborghini Huracan Performante Mercedes-AMG GT R

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