Die Schnellsten auf der Nordschleife

Rekord auf dem Nürburgring: Bestzeiten

Die Könige am Nürburgring

Wer ist der Schnellste am Nürburgring, wer fährt die beste Rundenzeit auf der Nordschleife? Jetzt setzte der Porsche 911 GT3 RS eine neue Bestmarke! AUTO BILD zeigt die Rekordhalter der grünen Hölle.
Ein wenig abseits der Öffentlichkeit ringen die Autohersteller um die schnellste Zeit auf der Nordschleife. Mal wird eine neue Zeit groß herausposaunt, mal ganz nebenbei veröffentlicht. Und doch geht es immer um eines: Wer ist König der "grünen Hölle", wer legt die beste Rundenzeit auf dem Nürburgring hin? Offizielle Rekorde gibt es nicht, die Ring-Betreiber nehmen keine Zeiten. Daher messen die Hersteller selbst. Insofern ist kein Rekord offiziell – und lange sicher ist er nie, denn schnell ist das nächste Team auf Rekordjagd. Hier kommen die Rekordhalter aller Gattungen.

Neuer GT3 RS erzielt Top-3-Zeit

Der drittschnellste Straßensportler auf der Schleife. Der 2018er Porsche 911 GT3 RS.

Porsche bleibt am Nürburgring eine Macht: Der Sportwagenhersteller setzte gerade eine weitere Bestmarke. Der neue 911 GT3 RS bewältigte die legendäre Nordschleife in nur 6.56 Minuten und löste damit den Porsche 918 Spyder als Dritten in der ewigen Bestenliste ab. Er ist damit erst der fünfte straßenzugelassene Sportwagen, der die Strecke in unter sieben Minuten absolvierte und der drittschnellste Porsche in diesem Vergleich. Im folgenden Video können Sie die Fahrt miterleben.

Die Könige der Nordschleife

Platz 1: Den Titel "King am Ring" hält Porsche mit dem 911 GT2 RS, der eine Fabelzeit von 6.47,3 Minuten auf den Asphalt brannte. Mit Platz 2 muss sich der Lamborghini Huracán Performante begnügen. Die Speerspitze der Huracán-Baureihe absolvierte die 20 Kilometer lange Strecke in 6.52 Minuten. Platz 3 belegt seit Neuestem wieder ein Fabrikat aus Zuffenhausen. Der Porsche 911 GT3 RS erfuhr mit seinen 520 PS eine Zeit von 6.56 Minuten. Nachfolgend die Top-10-Zeiten für straßenzugelassene Supersportler:
Platz 4: Porsche 918 Spyder – 6.57 Minuten                                                                                 Platz 5: Lamborghini Aventador SV – 6.59 Minuten
Platz 6:
Dodge Viper ACR – 7.01 Minuten
Platz 7: Nissan GT-R Nismo – 7.08 Minuten
Platz 8: Mercedes-AMG GT R – 7.10 Minuten
Platz 9: Gumpert Apollo – 7.11 Minuten
Platz 10: Porsche 911 GT3 (991.2) – 7.12,7 Minuten

Die schnellsten Elektro-Renner

Dem E-Auto gehört die Zukunft, das scheint klar. Wem das nicht gefällt, der sollte sich den Rekord des NIO EP9 vergegenwärtigen: Der rund 1,3 Millionen Euro teure und 1260 Elektro-PS starke Renner aus China beschleunigt in sieben Sekunden auf Tempo 200 und absolvierte seine Runde auf dem Ring in 6.45 Minuten. Damit ist der Nio dort das zweitschnellste Auto überhaupt!

Die Schnellsten auf der Nordschleife

Mercedes-AMG GT R

Die schnellsten Hybride

Theoretisch wäre der Porsche 918 Spyder der schnellste Hybrid, denn er ist ein straßenzugelassener Supersportler. Doch dank eines Umbaus von Lanzante Motorsports ist der 986 PS starke McLaren P1 LM nun ebenfalls berechtigt, die Straßen der Republik zu kreuzen. Der Extrem-P1 (5 Exemplare weltweit) ist aktuell das schnellste Fahrzeug auf dem Ring mit einer Zeit von 6.43 Minuten, trägt aber keinen Titel, da der Wagen für die Rennstrecke und nicht für den Straßenverkehr gebaut wurde.

Die schnellsten Limousinen

Aktive Aerodynamik und 600 PS sichern dem Subaru eine absolute Top-Zeit.

Den Titel "schnellste Limousine" reklamiert der Jaguar XE SV Project 8 für sich. Der optisch mehr als auffällige Brite ist ein auf 300 Exemplare limitiertes Sondermodell des XE und kommt mit einem 600 PS starken Fünfliter-V8. Seine Zeit: 7.21,23 Minuten. Damit landet der Alfa Romeo Giulia QV mit 7.32 Minuten nur noch auf dem zweiten Platz. Dicht dahinter folgt der 460 PS starke und limitierte BMW M3 CS, der für eine Runde 7.39 Minuten braucht. Mit über zehn Sekunden Abstand sichert sich der Volvo V60 Polestar Platz 4. Er umrundet die Nordschleife in 7.51 Minuten. Der Subaru WRX STI Type RA NBR Special ist zwar eine Limousine, fällt aber durch seine extremen Umbauten durchs Raster. Der mit Rallye-Motor und aktiver Aerodynamik ausgestattete Japaner flog in 6.57 Minuten regelrecht über die Nordschleife. Und hier gibt es das Video von der Rekordfahrt aus Cockpit-Perspektive:

Die schnellsten Fronttriebler

Der neue Civic Type R rasiert die Curbs der Nordschleife mit seinen 310 PS in 7.43 Minuten. Dicht dahinter, mit nur vier Sekunden Abstand, reiht sich der VW Golf GTI Clubsport mit 7.47 Minuten ein. Einer der Anwärter auf den Titel "schnellster Fronttriebler" ist der neue Renault Megané RS, der aus 1,8-Litern Hubraum 280 PS zieht und dank Allradlenkung den Honda entthronen soll.

Die schnellsten SUVs

510 PS mobilisiert der Stelvio QV aus seinem 2,9-Liter-Sechszylinder.

Das schnellste SUV ist aktuell der Alfa Romeo Stelvio QV, der mit 510 PS die rund 20 Kilometer lange Runde in 7.57 Minuten absolvierte. Den zweiten Platz sichert sich der Porsche Cayenne Turbo S (92A) mit 7.59 Minuten. Deutlich abgeschlagen dahinter liegt der Range Rover SVR mit 8.14 Minuten. Wie lange der Rekord hält, bleibt abzuwarten, denn der Lamborghini Urus steht in den Startlöchern und will sich den Titel holen. Ein weiterer Konkurrent ist sicher auch der neue Porsche Cayenne Turbo S, der wie der aktuelle GT3 nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100 braucht.

Die schnellsten Gespanne

Nicht ein Porsche, sondern gleich zwei haben nach eigenen Angaben den jüngsten Rekord in der Grünen Hölle aufgestellt: Ein Porsche Panamera Sport Turismo Turbo mit einem Anhänger von Moetefindt Fahrzeugbau schaffte laut einem Youtube-Video des Trailer-Herstellers die Runde in 12:06 Minuten! Im Hänger: ein Porsche Junior, der charmante Oldie-Trecker. Dass der in seinem Kasten bei der halsbrecherischen Fahrt nicht ins Grüne absegelte, ist dem hervorragenden Fahrer zu verdanken. Hinterm Steuer saß Rennfahrer Patrick Simon, einer der "drei schnellsten Brüder Deutschlands", der 2011 bereits in Le Mans den 1. Gesamtrang holte.

Nordschleife: Länge, Touristenfahrten, Preise

Neben Profis mit Werks-Prototypen oder Rennwagen können auch Privatfahrer die Nordschleife des Nürburgrings unter die Räder nehmen. Im Rahmen der Touristenfahrten darf die legendäre Strecke mit dem eigenen Fahrzeug bezwungen werden. Infos dazu sowie Preise finden Sie hier.

Die Schnellsten auf der Nordschleife

Mercedes-AMG GT R

Autoren: , , Christoph Richter

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen