Renalt Clio Grandtour: Fahrbericht
— 22.02.2013Die Lust am Laden
Renault legt eine neue Kombiversion des Clio auf. Der Grandtour ist schick und praktisch in einem. Der Preisaufschlag hält sich in Grenzen. Erster Fahrbericht!
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Doch die Franzosen wissen, dass sie allein mit ihrer Verführungskunst bei den nüchternen Familienvätern nicht weiterkommen. Weil da auch Vernunft gefragt ist, werben sie mit einem üppigen Laderaum. Wo beim Fünftürer mit 300 Litern Schluss ist, schluckt der Grandtour schon bei aufrechter Rückbank fast 50 Prozent mehr und kommt so auf 443 Liter. Wer die Lehne umlegt, kann bis zu 1380 Liter verstauen. Das sind gut 100 Liter mehr Platz als beim Vorgänger.
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Außerdem haben die Ingenieure noch ein bisschen weitergedacht: Für lange Ladung lässt sich auch der Beifahrersitz flachmachen, und auf den lästigen Kleinkram wartet ein großes Fach im Souterrain. Dazu gibt es eine angenehm niedrige Ladekante, die in den gehobenen Ausstattungsvarianten jedoch leider mit schwarzem Glanzlack überzogen und so sehr kratzempfindlich ist. Vom neuen Zuschnitt profitieren beim Clio neben den Lademeistern übrigens auch die Hinterbänkler. Denn unter der neuen Dachlinie bleibt mehr Platz für den Kopf, und das Einsteigen fällt subjektiv ebenfalls etwas leichter. Neben dem Platz setzt Renault beim Clio Grandtour auch auf den Preis – und macht das Auto trotz besserer Ausstattung mal eben 400 Euro billiger: Jetzt stehen für das Basismodell nur noch 13.800 Euro in der Liste, womit der Kombi-Aufschlag bei genau 1000 Euro liegt.
Die Motorenauswahl ist übersichtlich
Unter der Haube bleibt erst einmal alles beim Alten: Wie den Fünftürer gibt es auch den Grandtour mit zwei Benzinern und zwei Dieseln, die jeweils 75 oder 90 PS leisten. Das ist nicht viel, aber für so ein kleines Auto allemal genug. Erst recht, wenn man den stärkeren Diesel wählt. Dann machen bis zu 220 Nm aus 1,5 Litern Hubraum ordentlich Dampf und bringen zumindest den nicht bis unters Dach voll geladenen Kombi so flott in Fahrt, dass man auch das ordentliche Fahrwerk genießen kann. Weil sich am Radstand nichts ändert und die Federung nur marginal angepasst wurde, schneidet der Kombi genauso lustvoll und scharf durch die Kurven wie sein nicht ganz so praktischer Bruder.
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Kommentare zum Artikel (2)
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@Taschentuch:
Wer keine Ahnung hat, sollte einfach den Mund halten.
Wer einen Franzosen fährt, kann nicht viel Begeisterung für Autos mit bringen.