Renault Clio von Mirko Törppe

Renault Clio von Mirko Törppe Renault Clio von Mirko Törppe

Renault Clio von Mirko Törppe

— 18.10.2004

Show & Shine

Wahnsinn! Das ist der Show & Shine-Sieger der Kreuztage 2004. Der Renault Clio von Mirko Törppe. In "nur" vier Jahren schuf er aus einem Normalo einen echten Star der französischen Szene.

Am Anfang stand ein Elia Spoilersatz

Jedes Jahr bringt das Top-Renault-Event Europas, die Kreuztage in Hermsdorf, neue Szene-Stars ans Tageslicht. Im letzten Jahr war es noch der Maxi-Breitbau Mégane aus Annaberg. Dieses Jahr sorgte erneut ein Renault aus dem Erzgebirge für Furore und erhielt Platz eins in der Klasse Show & Shine. Die Rede ist von Mirko Törppes blauem Clio-Prachtexemplar. Der Wildbacher zeigte in Hermsdorf erstmals nach vier Jahren Umbauzeit sein Meisterwerk und wurde mit Pokalen und einem exklusiven Fotoshooting für die AUTOTUNING belohnt.

Doch fangen wir die Geschichte des Clio mal von ganz, ganz vorne an. Der keine Franzose kam im Jahr 1991 als Standard- Modell mit 1,2-Liter-Motor und knallgelber Sonderlackierung auf die Welt. Erst sieben Jahre später war dieser Clio Eigentum von Mirko Törppe, einem gelernten CNC-Fräser aus dem schönen Erzgebirgsort Wildbach. Mirko war gerade 18 und hatte den Führerschein bestanden. Da kam ihm dieser kleine Wagen den Anfang ganz recht. "Mir war nicht bewußt, daß daraus in sechs Jahren ein Star der Szene wird", gibt während der Kreuztage unserem Reporter Auskunft.

Doch der gelbe Clio sollte schnell sein serienmäßiges Äußeres verlieren. Mirko übte das klassische Tuning aus und verbaute einen kompletten Spoilersatz aus dem Hause Elia, einen fetten 13-Zoll-Radsatz, ein Sportfahrwerk, Schalensitze und ein schallplattengroßes Lenkrad. Die hintere Sitzbank flog aus Gewichtsgründen raus. So sah man Mirko ein Jahr lang durch das Erzgebirge düsen.

Neuaufbau nach Entkernung

Doch dann, Ende 99, nagte an dem Clio immer mehr der Rost. Mirko entschloß sich, den Franzosen zu reparieren und neu aufzubauen. Auch etwas Tuning sollte mit einbezogen werden. Wie üblich bei solchen Komplettumbauten, stand als erstes die komplette Entkernung der Karosserie an der Tagesordnung. Mirko machte sich in mühevoller Handarbeit daran, sämtlichen Rost zu entfernen und teilweise gegen neues Blech zu tauschen. Dazu pflanzte irko jede Menge neues Blech in die Clio-Karosserie. Das fing bei originalen 16V-Kotflügeln und -Motorhaube mit Lufteinlaß vorne an und endete erst bei den angeschweißten Radläufen vom Golf I an den hinteren Kotflügeln.

Denn darunter sollten sich in Zukunft problemlos polierte TH-Line-Räder in 9x14 Zoll mit 15-Millimeter-Spurplatten und 225er-Sohlen bewegen. Vorne messen die Edelsterne 8x14 Zoll mit Fünf-Millimeter-Distanzscheiben. Die Motorhaube wurde mit Blech zum bekannten Bösen Blick verlängert, die Heckklappe von Schloß, Wischern und Emblemen befreit. Im Laufe der vier Jahre tauschte Mirko auch die Serien-Stoßstangen gegen trendigeres Material aus. So ziert seitdem eine RS-Stoßstange mit integriertem Grill und gekürzter Nummernschildmulde die Front.

Hinten wohnt nun eine 16VStoßstange, bei der ebenfalls die Kennzeichen-Aussparung auf das Maß der kurzen Nummerntafel "ASZ – I 1" verkleinert wurde. Die Seitenschweller sind ein Eigenbau mit Teilen von Elia. Weitere Highlights der Karosserie-Umbauten: der verstellbare Dachspoiler und die entfernten Türgriffe rundum.

Der Motor und die Feinarbeit

Im dritten Umbaujahr, also im Winter 2002/2003, Motor und Innenraum Angriff genommen werden. Mirko besorgte sich einen starken 1,8-Liter aus Renault 19 und paßte ihn sauber in den Clio-Maschinenraum ein. Die Bremsen Achsen (Renault 19 und Renault 5) wurden der Power entsprechend angepaßt. Derweil machten sich die Freunde Först und Nöt an das Interieur. Die Vollschalensitze Sparco Indy, Seitenverkleidungen, Rückbank und das neue GFK-Gehäuse für die Musik im Kofferraum schafften die beiden kurzerhand zum Sattler. Dort wurden einige Quadratmeter feinstes, perlfarbenes Leder auf die Teile gespannt.

Zusätzlich ließ Mirko den Dachhimmel mit grauem Alcantara beziehen. Weitere Clous sind der Starterknopf vom Laguna und das Budnik-Sportlenkrad. Auch in Sachen HiFi sollte der Clio entzücken. So bestückte man das Heckabteil mit jeder Menge feinstem HiFi-Equipment aus den Häusern Alpine, Impuls und MB Quart.

Den größten Ärger und Zeitaufwand hatte Mirko jedoch mit etwas ganz anderem: 2001 hatte er sich einen Flügeltür-Umbau eingebildet. Doch nach einem ganzen Jahr Hin und Her mit Scharnieren und Dämpfern gab der Wildbacher genervt auf: "Ich warte jetzt bis ein Clio-Kit kommt." Daß sich die vier Jahre Arbeit gelohnt haben, zeigen die ersten Pokale in der Kategorie Show & Shine bei den Kreuztagen und zum XS-Treffen in Freital. 2005 kommt der in abgeändertem Red-Bull-Blau lackierte Clio eventuell mit neuen Rädern und neuem Motor. Wir werden sehen.

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