Renault Eolab: Autosalon Paris 2014

Renault Eolab: Autosalon Paris 2014

— 16.09.2014

Einliter-Auto von Renault

Renault hat den Clio zum Einliter-Auto umgebaut. Die Studie "Eolab" steht auf dem Pariser Autosalon 2014 – und zielt klar auf den ebenso sparsamen VW XL1.

Renault hat zum Autosalon Paris 2014 sein eigenes Einliter-Auto entwickelt. Die Studie Renault Eolab sei ein "zukunftsweisender Technologieträger", der mit einem Liter Superbenzin auf 100 Kilometer auskommen soll. Der Antrieb besteht aus einem Einliter-Dreizylinder-Benziner mit 78 PS und 95 Nm Drehmoment in Kombination mit einem 68 PS starken Elektromotor (200 Nm Drehmoment). Der E-Motor bekommt seine Energie aus einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 6,8 kWh.

Autosalon Paris 2016: Highlights

Komplett neu entwickeltes Dreistufen-Getriebe

Die Kraftübertragung erfolgt über ein komplett neu entwickeltes Dreistufen-Getriebe. Die ersten zwei Fahrstufen sind an den Elektromotor gekoppelt, die dritte Stufe holt den Verbrenner ins System. Insgesamt sind neun Stufenkombinationen möglich, die nicht vom Fahrer, sondern von der Bordelektronik gesteuert werden. Der Einfluss des Fahrers beschränkt sich auf die Wahl zweier Modi – den Kurz- oder Langstreckenmodus. Bei Langstreckenfahrten arbeiten Benzin- und Elektromotor zusammen, im Schiebebetrieb und beim Bremsen wird die Batterie durch Rekuperation wieder aufgeladen. Bei Kurzstreckenfahrten schaltet sich der Benziner erst ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h hinzu.

400 Kilo leichter als der Clio

Der Renault Eolab soll ohne Antriebseinheit 955 Kilogramm auf die Waage bringen – im Vergleich mit dem Serien-Clio sei er damit 400 Kilo leichter. Der Cw-Wert (Luftwiderstandsbeiwert) wurde auf 0,235 gedrückt, was bei 130 km/h Fahrgeschwindigkeit 1,2 Liter weniger Verbrauch bedeuten soll. Um den Luftwiderstand bei Geschwindigkeiten ab 70 km/h zu reduzieren, kommt im Renault Eolab eine Luftfederung zum Einsatz – sie senkt den Wagen um 25 Millimeter ab. Gleichzeitig öffnen sich Luftleitelemente im Heckstoßfänger, um Luftverwirbelungen zu verhindern. Speziell gestaltete Felgen sollen gleichzeitig für eine optimale Bremskühlung sorgen und nochmals den Luftwiderstand senken. Die Reifen sind nur 14,5 Zentimeter breit, was wiederum den Rollwiderstand beeinflusst.

Fahrbericht: Unterwegs im VW XL1

Die Eolab-Technik soll es in die Großserie schaffen

Mit dem Eolab zielt Renault klar auf das Einliter-Auto von Volkswagen, den VW XL1. Im Gegensatz zu VW verzichtet Renault allerdings bewusst "auf teure Materialien wie Titan" – und verwendet "stattdessen zur Gewichtsreduzierung deutlich günstigere Metalle wie Aluminium und Magnesium". Renault will damit zeigen, dass es möglich sei, "einen extrem niedrigen Kraftstoffverbrauch auch für einen großen Kundenkreis zu realisieren". Ziel sei es, "ein Fahrzeug für breite Käuferschichten mit dem Technikpaket des Eolab in den kommenden zehn Jahren in Großserie zu produzieren". Der VW XL1 ist bereits in Serie gegangen, allerdings nur in einer Kleinserie von 250 Exemplaren und zu einem Preis jenseits der 100.000-Euro-Marke.

Renault Eolab: Autosalon Paris 2014

Autor: Michael Voß

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