Renault Fluence ZE im Crashtest — 24.11.2011
Nur vier Sterne für den Stromer
Bisher hatte Renault fast ein Abo auf fünf Sterne im Euro NCAP-Crashtest. Doch jetzt enttäuschten die Franzosen mit dem Fluence ZE. Das Elektroauto schaffte nur vier Sterne.
Fünf Sterne im Euro NCAP-Crashtest sind bei den großen europäischen Autobauern schon fast Pflicht. Da ist
Renault keine Ausnahme. Die Franzosen stellten mit dem
Laguna 2001 sogar das erste Fahrzeug, das fünf Sterne einfuhr. Doch jetzt gab es einen kleinen Rückschlag: Der
Renault Fluence ZE fuhr nur vier Sterne ein, was nichts damit zu tun hat, dass es sich um ein Elektroauto handelt, durch die Elektrik drohen keine Gefahren. Vielmehr monierten die Tester den zu schwachen Druck des Airbags, wodurch der Kopf des Dummys auf das Lenkrad schlug. Renault will hier nachbessern.
Kein fünfter Stern für den Renault Fluence ZE: Bei einem Frontalcrash können Teile des Armaturenträgers die Beine verletzen.
Außerdem können bei einem Frontalcrash Teile des Armaturenträgers die Beine verletzen und die Belastung des Oberkörpers ist beim sogenannten Pfahltest recht hoch. Die Sitze wurden ebenfalls kritisiert, weil sie gemeinsam mit den Kopfstützen nicht gut vor einem Schleudertrauma schützen. Während der Erwachsenschutz mit 72 Prozent nur Mittelmaß ist, erreichte der Fluence bei der Kindersicherheit im Fond 83 Prozent. Ganz bitter fiel die Wertung im Fußgängerschutz wegen der gefährlichen Motorhaube aus: 37 Prozent sind deutlich unter dem Wert von 50 Prozent, um auf fünf Sterne zu kommen. Der
Fluence ZE war nach dem
Mitsubishi i-MiEV, dem
Nissan Leaf und dem
Opel Ampera (mit Range Extender) der vierte Stromer, der vor die Wand gefahren wurde. Der i-MiEV kam ebenfalls auf vier Sterne,
Nissan und
Opel fuhren fünf Sterne ein.
Kommentare zum Artikel (3)
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Die Konzeption des Akkus mit organischem Elektrolyten und die Anfälligkeit gegen Überladung und internen Kurzschluss, können zu katastrophalen Bränden führen. Wenn das Kühlsystem im Stillstand ausfällt, ist die mögliche Gefahrensituation nicht erkennbar. Dabei wäre es relativ einfach, durch Temperatur-Sensoren im Batteriemodul den Benutzer zu warnen. Die von GM praktizierte Methode der Teil-Entladung (70%) hat den Nachteil, dass damit das Batterie-Gewicht erhöht wird und die hohen Kosten (800 €/kWh) nicht vermindert werden.
Institut f. Hochenergie-Batterie F&E, Battelle-Genf (Dr.-Ing. KDB)
''Ganz bitter fiel die Wertung im Fußgängerschutz wegen der gefährlichen Motorhaube aus: 37 Prozent sind deutlich unter dem Wert von 50 Prozent, um auf fünf Sterne zu kommen.''
Das ist natürlich falsch. Der aktuelle Polo erhält mit seinen 41% dennoch 5 Sterne.
Ich wünsche, dass bald die Autos in Südamerika durch amerikanische und europäische Unternehmen gemacht, das gleiche Muster von ihren Herkunftsländern hatten. Hier so viel wie VW, Fiat, GM, Nissan, Renault, Peugeot, etc.. kann, ist es nicht mehr als einen Stern. Sie sind echte Särge auf Rädern. Denn jetzt zahlen wir die Sicherheit und die Technik hier bei niedrigen Kosten angeboten werden. Ein Glück, dass die Chinesen allmählich verbessert, und mittelfristig wird der weltweit größte Hersteller von Automobilen werden. Die Gier des Kapitalismus, führt zu globalisierten Marken Ruine heute.