Renault Kangoo Be Bop Z.E.

Renault Kangoo Be Bop Z.E. Renault Kangoo Be Bop Z.E.

Renault Kangoo Be Bop Z.E.

— 07.05.2009

Auf dem Sprung

Renault zeigt eine seriennahe Elektro-Version des Kangoo Be Bop: Sein E-Motor leistet 60 PS und beschleunigt bis 130 km/h. Die Akkus reichen 160 Kilometer weit, per Schnellladung können sie in 30 Minuten wieder aufgefrischt werden.

Elektroauto – bisher das Synonym für spielzeughaftes, langsam dahin surrendes Experimental-Mobil, eher ein Immobil. Doch die Autohersteller robben sich langsam, aber beharrlich heran an die Leistungsdaten von Verbrennungsmotoren. Beim Tesla Roadster oder auch beim E-Mini genossen wir schon Beschleunigung und Endgeschwindigkeit wie in der jeweiligen Benziner-Version, doch dafür mangelte es bisher an Stauraum, weil die Akkus sich naturgemäß überall breit machten. Renault stellt nun mit der seriennahen Version des Kangoo Be Bop Z.E. (steht für Zero Emission) einen Elektro-Minivan vor, der tatsächlich mehr mitnehmen kann als bloß Fahrer und Energiespeicher. Die wurden beim Kangoo platzsparend unter dem Fahrzeugboden verankert, so dass auch die hinteren Sitze und der Kofferraum voll nutzbar sind. Die Unterflur-Position hat beim Kangoo Be Bop Z.E. außerdem den Vorteil, dass der Schwerpunkt des Fahrzeugs niedrig ist und bei einem Unfall die massigen Akkus nicht die Passagiere gefährden können.

Die Akkus sind in einer halben Stunde zu 80 Prozent wieder voll

Ein Lichtband auf beiden Türen zeigt den aktuellen Ladestand des Akkus an.

Der Antrieb ist mit 60 PS alles andere als mickrig, die Endgeschwindigkeit wird vom Hersteller mit 130 km/h angegeben. Dank des hohen Drehmoments von Elektromotoren generell wird beim Renault Kangoo Be Bop Z.E. auf ein Getriebe verzichtet, das spart Gewicht. Der Elektromotor dreht bis 12.000 Touren – davon können Verbrennungsmotoren nur träumen. Die Batterie soll den Renault Kangoo Be Bop Z.E. beachtliche 160 Kilometer weit bringen, anschließend kann sie per Schnelllade-Funktion in 30 Minuten zu 80 Prozent wieder aufgefrischt werden – allerdings ist dafür ein Starkstrom-Anschluss mit 32 Ampere und 400 Volt Spannung notwendig. In der späteren Serienversion ist sogar eine Schnellladezeit von 20 Minuten geplant. Wer mehr Zeit oder nur einen Hausstromanschluss hat, lädt die Akkus über Nacht oder während der Arbeitszeit im schonenden Standard-Modus nach. Der Kabelanschluss liegt unter dem rechten Scheinwerfer – beide Frontleuchten sind übrigens mit stromsparenden LED bestückt, um den Verbrauch zu reduzieren. Die Karosserie wurde strömungsoptimiert. Der Energiespeicher selbst soll sechs Jahre halten.

Allianz zur globalen Vermarktung von Elektrofahrzeugen

Da sich die Batterie unter dem Wagenboden befindet, gibt es im Auto viel Platz.

Überprüfen können wir all diese Angaben allerdings erst 2012, dann wird Renault in Europa den Kangoo Rapide als erstes Serienauto mit Elektroantrieb anbieten. Die Renault-Nissan-Allianz hat bereits mit 24 Regierungen, Städten, Energieunternehmen und anderen Organisationen Partnerschaften abgeschlossen, um die Entwicklung und die weltweite Vermarktung von Elektrofahrzeugen voranzutreiben. Gleichzeitig beschleunigt Renault gemeinsam mit dem Allianzpartner Nissan in vielen Ländern weltweit den Ausbau der erforderlichen Infrastruktur – eine Grundvoraussetzung für den Serieneinsatz von Elektroautos. Nissan wird bereits 2010 in den USA und in Japan das erste Serienmodell mit reinem Elektroantrieb einführen. Die weltweite Vermarktung erfolgt ab 2012. Renault startet 2011 mit dem Serieneinsatz: In Israel wird das Unternehmen ein Stufenheckmodell mit reinem Elektroantrieb anbieten.

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Autor: Roland Wildberg

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