Renault Koleos im Test

Renault Koleos im Test

Renault Koleos: Test

— 07.08.2017

Ein SUV auf Schmusekurs

Der Renault Koleos nutzt künftig solide Nissan-Technik. Und schmeckt sie mit französischem Flair neu ab. Wir haben das SUV getestet.

Eine solide Basis ist letztendlich alles, was zählt. Das wissen nicht nur fleißige Häuslebauer und machtbewusste Politiker, sondern auch clevere Autobauer. Weshalb Renault beim Koleos Nummer zwei die Technik des erfolgreichen Nissan X-Trail nutzt. Und nicht wie beim glücklosen Vorgänger den Samsung QM5 kopiert. Obwohl auch der neue Koleos in Korea gebaut und in Asien als Renault-Samsung vertrieben wird. Aber das nur am Rande – die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Koleos-Generationen haben sich damit auch erschöpft.

Moderne Abgasreinigungstechnik fehlt noch

Knappes Motorenangebot: Für den Koleos stehen zwei Turbo-Diesel zur Verfügung – beide ohne SCR-Kat.

Und das ist auch gut so. Statt koreanischer Knauserkost steckt im neuen Koleos zu 56 Prozent der erfolgreiche Nissan X-Trail. Ansehen lässt sich das dem Renault nicht, denn die Franzosen stülpen dem soliden japanischen Unterbau ein durchaus vorzeigbares Karosserie-Kleidchen über. Den Antrieb übernehmen zwei bekannte Turbodiesel. Unser Testwagen hat den 1,6-Liter mit 130 PS unter der Haube. Das reicht grundsätzlich auch aus, aber das Turboloch beim Anfahren ist deutlich spürbar. Wer mehr will, muss zur 177 PS starken Zweiliter-Maschine greifen. Ein SCR-Kat fehlt leider in beiden Fällen. Der Koleos taugt weniger für den sportlichen Einsatz, bevorzugt die komfortable Gangart. Weiches Fahrwerk und softe Lenkung verraten den Charakter: Ein bequemer Typ, dieser 4,67 Meter lange und 1,84 Meter breite SUV. Dazu 2,71 Meter Radstand, was den Passagieren viel Platz verschafft.
Alle News und Tests zum Renault Koleos

Für den hohen Preis gibt es viel Ausstattung

Volle Hütte: Für 30.900 Euro ist beim Basis-Koleos schon so ziemlich alles Wichtige mit an Bord.

Der Kofferraum ist im Vergleich zum Nissan dagegen geschrumpft. 498 bis 1706 Liter sind ordentlich, aber eben rund 50 Liter weniger als beim Japaner. Der größte Unterschied liegt aber im Preis. Der Koleos startet erst bei 30.900 Euro, während der X-Trail als 1.6 dCi mit 130 PS bei 27.440 Euro losgeht. Dafür ist der Franzose aber auch weitaus besser ausgestattet. Online-Infotainment mit Smartphone-Anbindung per Bluetooth, Navi und Digitalradio sind serienmäßig. Dazu kommen Klimaautomatik, Notbremsassistent, Spurhaltewarner und Verkehrszeichenerkennung plus Geschwindigkeitswarner. Ausstattungsbereinigt kostet der Renault sogar weniger als der Nissan, bietet zudem fünf Jahre Garantie. Was jetzt ebenfalls nach solider Basis klingt.

Technische Daten Renault Koleos Energy dCi 130Motor: Vierzylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum: 1598 cm³ • Leistung: 96 kW (130 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment: 320 Nm bei 1750/min • Vmax: 185 km/h • 0–100 km/h: 11,4 s • Antrieb: Vorderradantrieb, Sechsganggetriebe • Tankinhalt: 60 l • L/B/H: 4672/1843/1673 mm • Kofferraum: 498-1706 l • Leergewicht: 1615 kg • EU-Mix: 4,6 l Diesel/100 km • Abgas CO2: 120 g/km • Preis ab 30.900 Euro.
Autor:

Fazit

Gegen Helden wie den Skoda Kodiaq setzt der Renault Koleos Komfort, eine gute Ausstattung, die gute technische Basis aus Japan und französisches Flair. Aber warum in aller Welt gibt es nur Diesel – und warum die dann auch noch ohne SCR-Kat?

Stichworte:

SUV

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung