Renault Mégane 1.5 dCi Luxe Privilège

Renault Mégane 1.5 dCi Luxe Privilège Renault Mégane 1.5 dCi Luxe Privilège

Renault Mégane 1.5 dCi Luxe Privilège

— 15.02.2004

Die stille Kraft

Voilà: Renault baut den leisesten Diesel in der Kompaktklasse. Leider ist der stille Star noch nicht ganz sauber.

Fährt er schon, oder steht er noch?

Jetzt kehrt Ruhe ein im Renault. Der neue 1.5-dCi-Motor (101 PS) schnurrt so leise, dass die Passagiere ihn glatt überhören könnten. Frei nach Ikea: "Fährst du schon, oder stehst du noch?"

Wie passt das zusammen? Ein stiller Vertreter unter der Haube eines Autos, das vor Extravaganzen nur so strotzt. Mit geschwungenen Türgriffen, die aussehen wie vom Silberschmied gegossen. Das mit einer schwarzen Chipkarte statt Zündschlüssel startet. Dessen pfeilförmiges Heck umstritten ist wie die Gesundheitsreform. So passt das zusammen: Motor und Design stehen für Fortschritt, die den Mégane weit übers Klassenziel katapultieren. Der 101-PS-Motor glänzt mit einem Geräuschpegel wie ein Oberklasse-Diesel. In Zahlen: Bei 50 km/h zeigt das Messinstrument 59 Dezibel an.

Zum Vergleich: Eine Mercedes E-Klasse 270 CDI dieselt bei gleichem Tempo mit 60 dB. So still und heimlich würde der Mégane am liebsten auch darüber hinweggehen, dass er nur die Abgasnorm Euro 3 erfüllt, während seine Konkurrenten VW Golf oder Peugeot 307 sauber sind nach Euro 4. Noch in diesem Jahr wollen die Franzosen die Einspritzung des Vierzylinders verbessern, damit auch der 1.5 dCi Euro 4 erreicht. Das bedeutet, dass der Mégane-Besitzer bis Ende 2005 keine Kfz-Steuer mehr zahlen müsste. 

Technische Daten und Bewertung

Wer nichts hören will, muss bis dahin noch 232 Euro pro Jahr hinlegen. Er fährt dafür einen harmonischen, leistungsstarken Diesel, der schon bei niedrigen Drehzahlen ohne typische Turbo-Anfahrschwäche zubeißt. Und mit 5,9 Liter Diesel im Schnitt vornehme Zurückhaltung übt.

Überhaupt scheint im Mégane alles reibungslos zu funktionieren. Die Bremsen arbeiten korrekt auf den Punkt (36,6 Meter), und dank Stabilitätsprogramm bleibt der Franzose stets linientreu. Abweichend von alter Sänften-Tradition überzeugt das Fahrwerk mit angenehm straffer Abstimmung. Und auch bei der Lenkung hat sich Renault für mehr Rückmeldung entschieden. Beim Fahren ist das prima, beim Rangieren weniger. So verlangt sie beim Einparken nach einer starken Hand – da wäre mehr Servounterstützung hilfreich.

Wenn Renault jetzt auch noch die Langzeitqualität in den Griff bekommt, wäre alles gut. Denn die rote Laterne in der ADAC-Pannenstatistik kassierte 2003 noch der alte Mégane.

Ihre Meinung zum Renault Mégane 1.5 dCi

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