Renault Mégane Cabrio von Martin Finkbeiner

Renault Mégane Cabrio von Martin Finkbeiner Renault Mégane Cabrio von Martin Finkbeiner

Renault Mégane Cabrio von Martin Finkbeiner

— 09.01.2004

Gemini One

Die farbliche Ausstrahlung dieses Renault Mégane Cabrio scheint nicht von dieser Welt zu stammen.

Rudelbildung inklusive

Die Suche nach einer außergewöhnlichen Lackierung beginnt meist mit dem Durchblättern verschiedener Farbkarten. So begann es auch bei Martin. Nicht selten sind es amerikanische "Custom-Lacke", die dem Auge Wohlbehagen signalisieren und gleichzeitig den Anspruch auf Exklusivität zufrieden stellen können.

Damit, dass ein bayerischer Farbenhersteller diesen Ansprüchen gerecht wird, rechnet zunächst niemand. Doch der Erfinder des Lacks "Gemini" nennt sich Mipa und hat sein Domizil nördlich von Landshut aufgeschlagen, genauer gesagt in Essenbach.

Auf einer seiner Farbkarten blieben Martins Augen kleben. Die Brillanz begeisterte ihn auf Anhieb, und außerdem versprach der Preis pro Liter eine hochgradige Exklusivität. Das Geheimnis dieses Zweischichtlacks aus der "Exclusive Basecoat"-Serie liegt in der Vorlackierung. Nimmt man Schwarz als Basislack, tendiert der Decklack zu Grün und Gold. Martin entschied sich für eine rote Basis. Auf dieser Grundierung sorgt derselbe Decklack, der mit gelbem Glitzer angereichert wurde, je nach Lichteinfall für ein Schauspiel zwischen Gold und Rotorange. Auf jeden Fall für Farbkonstellationen, die auf Autobahn-Parkplätzen zur Rudelbildung führen. Mit Sicherheit wäre das Rudel jedoch nicht halb so groß, wenn der Lackierer jenes phantastische Kolorit auf ein serienmäßiges Renault Mégane Cabrio gesprüht hätte. Blicken wir deshalb kurz zurück.

Veredlungskur für 16-Zoll-Keskin

Eigentlich sollte Martins Suzuki von einem Mazda MX-5 abgelöst werden, doch dann flog sein Herz diesem gelben Cabrio zu. Eines löste bei Martin sofort den Wunsch nach einem grundlegenden Umbau des Renaults aus: Es war die mickerig wirkende Serienbereifung, die in den viel zu großen Radkästen verschwand.

Gesehen – getan. Der erste Versuch brachte nicht das gewünschte Resultat. Die montierten 17-Zoll-Felgen ließen den Renault viel zu hochbeinig erscheinen. Also rüstete Martin auf 16-Zoll-Keskin zurück und versuchte es mit Tieferlegung. Die Keskin-KT-Räder erwiesen sich als preisgünstige Ware, jedoch im serienmäßigen Outfit als nicht exklusiv genug.

Erst nach einer Veredlungskur glänzten die Radoberflächen. Damit die Räder bündig mit der Karosserie abschließen, verwendete Martin Spurplatten. Die Einstellung des an der Vorderachse montierten Power-Tech-Gewindefahrwerks lässt in der Praxis keinen weiteren Spielraum zu, ansonsten wären Ölwanne und die SK-Frontschürze zu stark gefährdet.

Technische Daten im Überblick

Renault-typisch können auch beim Mégane die Drehstäbe der Hinterachse abgesenkt werden. Als die Tiefe einen szenegerechten Stand erreicht hatte, begann Martin mit umfassenden Karosseriearbeiten. Die Front mit dem froschähnlichen Maul spaltet die Betrachter in zwei Lager, da dieser Anblick kaum mehr als ein Gesicht des "Créateur d’automobile" zu identifizieren ist. Die serienmäßigen Lüftungseinlässe verschwanden ansatzlos und wurden durch eine glatte Fläche ersetzt. Die Funktion eines Lufteinlasses übernehmen einerseits der mächtige Rachen in der Frontschürze, andererseits die schmalen Lufteinlässe weit oben auf der Haube.

Die außen liegenden Blinker wanderten in dem Sechsaugengesicht nach innen. Deshalb wurden Blinker in die Rückspiegel integriert, damit es jedermann jederzeit blinken sieht. Auch beim Anblick der Heckpartie denkt man nicht sofort an Renault. Schuld daran sind Blechsäge und Schweißgerät. Das Kfz-Schild verschwand aus dem Kofferraumdeckel und wurde in die Heckschürze transplantiert. So ergab sich eine nachträglich geglättete Fläche, die von Altezza-Rückleuchten flankiert wird. Wer nur flüchtig hinschaut, glaubt, auf ein japanisches Heck zu schauen. Doch die Seitenansicht mit M3-Seitenschwellern sorgt für den richtigen Durchblick.

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