Renault Mégane Coupé 16V von Mario Schlegel

Renault Mégane Coupé 16V von Mario Schlegel Renault Mégane Coupé 16V von Mario Schlegel

Renault Mégane Coupé 16V von Mario Schlegel

— 29.08.2003

Maximumm

Den Maxi-Mégane kennt man aus dem Rallyesport. Mario Schlegel hat sich dieses Kit Car zum Vorbild für seinen Mégane-Umbau genommen und zusammen mit Mohe Rallyesport einen Szene-Star geschaffen.

Hauptsache, das Fahrwerk bringt's

Die Renault-Szene wächst und wächst. Bester Beweis dafür ist das diesjährige "Kreuztage"-Treffen im thüringischen Hermsdorf, wo immerhin fast 1000 Fans der französischen Marke auftauchten. Einer der Stars dieses Mega-Events war ohne Zweifel der Mégane von Mario Schlegel. Mit seinem Original-Maxi-Umbau stahl er so ziemlich jedem Renault-Modell am Platz die Schau. Warum das Coupé so viele Leute begeisterte und wie alles anfing, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Eigentlich begann Marios Tuning-Karriere wie gewöhnlich. Nach bestandenem Führerschein besorgte er sich beim nahegelegenen Renault-Autohaus Mohe einen R19. Schnell waren Standards wie 16er Alus und ein paar Spoiler beschafft und verbaut. Doch lange sollte die Freude mit dem ersten fahrbaren Untersatz nicht halten. Genau vier Wochen nach dem Kauf stand der R19 in der Schrottpresse. Warum? Mario verlor bei über 200 km/h auf der Autobahn die Kontrolle und schlug heftig ein. "Mein nächstes Auto hat ein gescheites Fahrwerk drin", meinte der gelernte Fliesenleger nach dem Crash.

Beim Autohaus von Rallyestar Carsten Mohe holte er sich anschließend R19 Nummer zwei. Bevor Alus, Spoiler und Musik-Anlage installiert wurden, tauschte man das Serienfahrwerk gegen ein tiefer gelegtes Komplettfahrwerk aus. Damit hatte Mario dann auch einige Jahre Freude.

Das Projekt Maxi war geboren

Irgendwann im Jahre 1999 entschloss sich Mario, auf ein R19 Cabrio 16V umzusteigen. "Ich wollte den Sommer mal ohne Dach genießen." Es dauerte nicht lange, da stand das Cabriolet in der Garage. Das 16V-Modell wurde natürlich wieder aufs Feinste umgebaut: Neuer Lack, etwas Motortuning, neue 17-Zöller, ein tiefer gelegtes Fahrwerk und eine Musikanlage. Um auch im Winter gut unterwegs zu sein legte sich Mario einen der seltenen Mégane Coach 16V zu. Der relativ günstig erworbene Sportler sollte zunächst serienmäßig bleiben.

Pech: Ein Motorschaden setzte im Jahr 2000 das Cabrio außer Gefecht. Beim anschließenden Besuch im Autohaus Mohe war nicht mehr viel zu retten. Kurzerhand erwarb der Bruder von Carsten Mohe den luftigen Franzosen und wollte den Motor wieder für sich flott machen. Damit konnte sich Mario voll auf seinen Mégane stürzen. Dochein Totalumbau stand stand nicht zur Debatte. Lediglich ein paar Aluräder und einen Tieferlegungssatz.

Im Frühjahr 2003 kam es dann zu einem folgenschweren Getriebeschaden. Wiederum besuchte Mario die heiligen Hallen von Carsten Mohe. Der wusste schnell zu helfen und bot ihm ein Sportgetriebe eines Clio Williams an. Nach erfolgreichem Einbau unterhielten sich die beiden: die Rede war von einem Maxi-Umbau, Rallye-Motor und, und, und. Schnell war man sich einig: "Mit Handschlag beschlossen Carsten und ich das Projekt Maxi", erzählt Mario. Stichtag sollten die Kreuztage in Hermsdorf sein.

Tracer Tech 1 in 9,5x18 und 11,5x18 Zoll

Gesagt, getan. Ab sofort trafen sich die beiden nach getaner Arbeit in Mohes Werkstatt. Nach langem Hin und Her trafen die von Mohe bestellten Original-Teile des Rallyewagens Maxi-Mégane in Crottendorf ein. Das Paket beinhaltete fette Blechkotflügel, eine breitere Front- und Heckschürze, einen Heckflügel und ein paar Motorteile. Bevor diese Teile jedoch gegen das Serienblech getauscht wurden, wechselte Mario noch die Optik des Interieurs. Die Bezüge wanderten in den Müll. Dafür bezog man das Gestühl mit edlem, weißen Alcantara-Leder. Im Kofferraum, ebenso mit dem feinen Leder ausgeschlagen, hat Mario eine gewaltige HiFi-Anlage installiert.

Nun war es Zeit für die Karosserie und den Motor. Nur noch vier Wochen bis zu den Kreuztagen. Nacht für Nacht schraubten und schwitzten die beiden. Carsten Mohe kümmerte sich um den Motor, Mario tauschte eifrig die Blechteile gegen die breiteren Maxi-Teile aus. Zwei Wochen vor dem Treffen schickte man den Coach in die Lackierkabine. Dort wurden mehrere Liter von Marios Eigenkreation aufgesprüht. Es handelt sich dabei um die Serienfarbe Monaco-Blau, die mit Rot-Lila-Lila-Pigmenten aufgewertet wurde.

Natürlich brauchen dickere Backen auch die passende Füllung. So entschied sich Mario für einen Satz Tracer Tech 1 in den gewaltigen Maßen 9,5x18 Zoll vorne und 11,5x18 Zoll hinten. Damit die Räder bündig mit der Karosserie sind, steckte man noch 60er Spurplatten unter jedes Rad. Mit einem abgstimmten Mohe-Gewindefahrwerk liegt der straßenzugelassene Maxi-Mégane ausreichend tief auf dem Asphalt.

Technische Daten im Überblick

Es war soweit. Frisch poliert machte sich Mario auf den Weg zu den Kreuztagen. Der Lohn: ein fetter Pokal in seiner Klasse. Nächstes Jahr soll mit V6 oder Einzeldrosselklappen-Anlage die 250-PS-Marke deutlich überschritten werden.

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