Renault Mégane "Diamonds and Girls"

Renault Mégane "Diamonds and Girls" Renault Mégane "Diamonds and Girls"

Renault Mégane "Diamonds and Girls"

— 04.05.2006

Meggi

Ist das der Mégane aus dem AUTOTUNING Sonderheft "Tuning de France"? Ja, er ist es. Aber er hat nicht mehr viel mit dem damaligen Fahrzeug gemein.

Frauen und Diamanten zieren den Mégane

Schon in der vergangenen Saison gab es einen Aufschrei in der Szene, war dieser Mégane doch eigentlich der Vorzeigewagen der Renault-Familie, mit dem plötzlich Szene-Highlights wie Airride oder Flügeltüren auch bei den Franzosen Einzug hielten. Über den Winter hat sein "Créateur" sich wieder jede Menge Neuerungen und einen völlig anderen Stil einfallen lassen, mit dem er auch in diesem Jahr wieder auf den Renault-Treffen dieser Welt auf Pokaljagd gehen wird.

Auffälligstes Merkmal ist natürlich die Veränderung des Lackdesigns. War es 2005 ein eher dezenter Two-Tone-Look, durfte sich diesmal die Firma Crazy Colors an dem Franzosen austoben. Keine Geldschein- oder Schlangenhautoptik sollte es sein, nein, Frauen- und Diamanten-Look standen auf der Wunschliste des Eigentümers. Nachdem Roland Horst von Crazy Colors den Grundstein der Veränderungen gelegt und sämtliche Anbauteile in einen Mix aus Gold-violett und Rot gehüllt hatte, zogen die Ladys auf der C-Säule sowie auf der Motorhaube, am Seitenschweller und in den Türverkleidungen ein.

Und während der Lackierer sich schon für die abschließende, schützende Klarlackschicht bereit machte, fand auch das zwischenzeitlich ausgewanderte Armaturenbrett wieder an seinen angestammten Platz zurück. Natürlich in einer vollkommen anderen Optik als dem schnöden Plastiklook. Beiges Alcantara wurde hier perfekt verarbeitet.

Schampus und Edel-Schlappen aus Mailand

Der Klarlack war fast noch naß, da stand der Mégane schon wieder in den heiligen Hallen von Cuir Auto im belgischen Verviers. Die Firma zeichnete sich schon im letzten Jahr durch einen sehr stimmigen Innenraumumbau aus. Diesmal mußten noch der Dachhimmel sowie einige andere Interieurteile dran glauben. Sämtliche Verkleidungen wurden entweder in beigem oder rotem Alcantara bezogen. Und was nicht bezogen werden konnte, wurde kurzerhand in der passenden Farbe lackiert.

Dann kommt, was eigentlich immer bei solch einem Umbau kommen muß: Eine Panne machte dem Zeitplan einen Strich durch die Rechnung. Das Airride-Fahrwerk fing an, Geräusche zu machen. Grund genug für den Fahrzeughalter, über eine gehörige Aufrüstung des Fahrwerks nachzudenken und so das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Über die Karnevalstage wurde dann das Fahrwerk komplett zerlegt. Geänderte Domlager, neue größere Kompressoren und einige weitere Feinheiten ließen das "Lufti" wieder zu neuem Leben erwachen. Ein ganz herzlicher Dank geht an dieser Stelle an Christophe.

Nun wurde es langsam Zeit für den finalen Schliff. Auf das Dach wanderte in einer 15stündigen Prozedur beiges Leder, das perfekt mit den mit "Diamanten" besetzten Dachleisten abschließt. Apropos Diamanten – wer sich dem Auto nähert, wird über kurz oder lang sowieso in den Bann der kleinen Glitzersteinchen gezogen. Mehr als 500 Swarowski-Steinchen wurden in und außerhalb des Wagens fein säuberlich verklebt. Allein das Auftreiben in dieser Menge hatte mehrere Wochen in Anspruch genommen.

Neben Motorhaube und Dachflügel wurden noch Feuerlöscher, Armaturenbrett und die Haltegriffe am Dachhimmel mit den Steinen veredelt. Und ganz getreu dem Motto "Diamonds and girls" bekam der Mégane noch ein paar Damenschuhe aus Mailand, natürlich ebenfalls im Diamant-Look, für die Hutablage spendiert.

Allein 180 Steine an den Lexanis

Ganz andere Schuhe drehen sich allerdings weiter unten an den Achsen. Hier handelt es sich um Lexani Firestar in 20 Zoll. Schon in der letzten Saison waren großen Chromfelgen das Maß aller Dinge, also entschied man sich, die Größe unverändert zu lassen. Es gab zwar Versuche mit 22 Zoll, diese wurden aber zugunsten des Fahrkomforts wieder verworfen. Da es natürlich viele Tuner mit Firestar-Felgen gab, überlegte man sich in Belgien, wie man sich von der Masse abheben und gleichzeitig dem Motto treu bleiben konnte.

Die von Lexani empfohlene Methode, nämlich die Felgen mit Zirkoniasteinen zu bestücken, fiel aus Kostengründen schon einmal weg. Also wurde wieder mal beim "Diamanten"-Hersteller angeklingelt und eine Portion geeigneter Steine geordert. In mühevoller Arbeit wurde stundenlang an einer Einfassung gearbeitet, die seitdem die Felgen glitzern läßt. Heute rotieren mehr als 180 "Diamanten" an den Felgen des Franzosen.

Somit wären dann die äußerlichen Veränderungen alle aufgezählt. Beim Thema Beschallung wurde, wenn auch auf den ersten Blick nicht zu erkennen, eine Grunderneuerung vorgenommen. Was bisher nur für Show&Shine-Wettbewerbe gut war, kann nun auch klanglich überzeugen. Neu hinzugekommen ist als Basis eine Kenwood KVT627 DVD/Navi-Kombination, die für die bildliche Darstellung im Mégane sorgt. Unterstützt wird sie durch zwei TFT-Bildschirme von Sharp in den Sonnenblenden. Ein Next Compo-Set ersetzte das mittlerweile in die Jahre gekommene Soundsystem von Bose. Das Kofferraumabteil selbst wurde mit frischem Leder bezogen und die Rückwand in Spiegeloptik gehalten.

Die Facts zum Glitzer-Mégane

Obwohl dem Besitzer zahlreiche Kaufangebote vorliegen, bleibt der Vorzeige-Mégane der Szene zumindest noch in diesem Jahr erhalten, und er wird ganz sicher für den ein oder anderen glänzenden Auftritt sorgen. Man darf trotzdem auf die nächste Saison gespannt sein!

Autor: Roger Kieffer

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