Renault-Nissan sucht Partner

Renault-Nissan sucht Partner

— 08.10.2006

Hoffen auf Ford

Die Verhandlungen mit GM sind geplatzt. Renault-Nissan sucht weiter nach einem Kooperations-Partner in den USA. Ford wäre ein Kandidat.

Nach dem Scheitern der Gespräche über eine Dreierallianz mit General Motors suchen die beiden Autobauer Renault und Nissan weiter nach einem Partner in Nordamerika. Eine Alternative könnte der US-Konzern Ford sein, der schon früher Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet hat. Ford steckt zwar tief in der Krise und hat seinen Sanierungskurs jüngst verschärft. Wegen der Aktionärsstruktur der Nummer zwei am US-Markt wird die Durchsetzung einer Partnerschaft von Branchenexperten aber für einfacher gehalten als bei GM. Bei Ford hält die Familie einen Kontrollanteil und hat damit großen Einfluss auf Unternehmensentscheidungen. Wenn sie für eine Partnerschaft mit Renault-Nissan gewonnen würde, könnte das Bündnis eher realisiert werden, vermuten Analysten. "Das Ford-Management scheint bereit, eine Allianz auszuloten, und das ist ein großer Unterschied zu GM", meint etwa Jonathan Steinmetz, Analyst bei der Investmentbank Morgan Stanley.

Branchenexperten halten es allerdings für unwahrscheinlich, dass sich der neue Ford-Chef Alan Mulally nun gleich in Gespräche mit Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn stürzen wird. Der Anfang September von Boeing an die Ford-Spitze gewechselte Mulally hatte dem Autobauer gleich nach seinem Amtsantritt einen beschleunigten Sanierungskurs verordnet. Ford will nun binnen drei Jahren fünf Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro) einsparen und in Produktion und Verwaltung 45.000 Stellen streichen – ein Drittel der Belegschaft in Nordamerika. 16 Werke sollen geschlossen werden.

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