Renault

Renault Sport Trophy ohne Erfolg

— 25.10.2016

Renault stellt Markenpokal ein

Rückschlag für Renault: Der französische Autobauer stellt die Renault Sport Trophy mit mangelhaftem Erfolg, trotz gutem Konzept nach nur zwei Jahren wieder ein.

Nach nur zwei Saisons ist schon wieder Schluss: Renault Sport stellt den eigenen Markenpokal, die Renault Sport Trophy, am Ende dieses Jahres ein. Der erhoffte Erfolg blieb auch in der zweiten Saison aus. Dabei sollte die spektakuläre Rennserie eigentlich die erfolgreiche Megane Trophy ersetzen, die sich über fünf Jahre lang etabliert hatte. Nach dem Rückzug aus der Formel Renault 3.5 ist die Renault Sport Trophy nun schon die zweite Rennserie, die die Franzosen aufgeben.

Vor allem in Deutschland fand die Renault Sport Trophy kaum Anhänger. Mit der Auflösung der World Series by Renault im vergangenen Jahr, verlor der Renault-Markenpokal nicht nur sein familienfreundliches Umfeld, sondern mit dem Nürburgring auch das einzige Deutschland-Rennen im Kalender. Vielen deutschen Motorsport-Fans war gar nicht bekannt, dass es den Markenpokal überhaupt gibt. Geschweige denn, dass die Renault Sport Trophy in diesem Jahr mit Fabian Schiller (19) einen deutschen Gesamtsieger hat.

ABMS-Redakteur Sönke Brederlow testete den Renault Sport R.S.01

Für Aufsehen sorgte die Renault Sport Trophy in diesem Jahr lediglich, als Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica (31) in Spa-Francorchamps einen Gaststart absolvierte und auf Anhieb das Podium erreichte. "Es ist ein schönes Gefühl, wieder auf dem Podest zu stehen, aber natürlich habe ich es vor sechs Jahren, als ich hier mit einem Formel-1-Auto war, mehr genossen", sagte Kubica. "Aber so ist das Leben."

Ein überzeugendes Konzept

Dabei hat die Renault Sport Trophy einer namhaften Konkurrenz sogar das Prädikat des schnellsten Markenpokals abgenommen. Aus dem Konzept des Renault Sport R.S.01 hätte durchaus etwas werden können. AUTO BILD MOTORSPORT durfte den Markenpokal-Renner im spanischen Jerez testen - und war anschließend überzeugt. Der 3,8 Liter große V6-Biturbo leistet rund 550 PS, bei nur 1.100 Kilogramm Leergewicht. Das Kohlefaser-Monocoque stammt von Dallara, der Abtrieb ist vergleichbar mit einem Monoposto. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 300 Stundenkilometer. Leistungsmäßig ist der R.S.01 damit sogar zwischen GT3-Fahrzeug und DTM-Boliden einzuordnen. Ein Monster, das seinen Preis hat: Der Markenpokal-Renner kostet 353.430 Euro. Und wird nun wertlos? Nein, denn Renault Sport stellt den Teams ein GT3-Paket zur Verfügung, um mit dem Renault Sport R.S.01 zukünftig auch in anderen Serien starten zu können, etwa in der 24h-Serie von Creventic oder dem GT Open.

Eine Teilnahme in anderen GT3-Pokalen, wie der Blancpain GT Serie oder dem ADAC GT Masters scheint vorerst jedoch ausgeschlossen. Und damit wird der Renault Sport R.S.01 auch in Zukunft ein Außenseiter bleiben. Leider.

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Hersteller

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