Renault steigt bei Lada ein — 10.12.2007
Französische Frische
Lada bekommt französisches Know-how eingeimpft. Renault kauft 25 Prozent des russischen Autobauers Avtovaz. Erstes Ziel der Partner: zusammen einen Mittelklassewagen entwickeln.
Carlos Ghosn, Vorstandsvorsitzender von Renault und Nissan, kündigte an, dass im russischen Togliatti künftig neben Lada auch Renault und Nissan vom Band laufen. Die Stückzahl werde auf 1,5 Millionen Fahrzeuge pro Jahr verdoppelt. Renault montiert bereits in Moskau innerhalb des Gemeinschaftsunternehmens Avtoframos das Modell Logan. Der Einstieg bei Lada dürfte Renault ein starkes Standbein auf dem boomenden Automobilmarkt sichern, beinhaltet aber auch Risiken. So gilt der Partner aus Togliatti an der Wolga als technologisch rückständig. Die Lada-Werke mit ihren 150.000 Mitarbeitern produzierten erstmals vor wenigen Wochen ein Fahrzeug mit ABS-System. Ein weiteres Minus: Avtovaz wird von Staatsbeamten, die wenig bis nichts vom Automobilbau verstehen, gemanagt. Den Aufsichtsrat führt Ex-Geheimdienstler Tschemesow, den Vorstandsvorsitz hat Ex-Regierungsmitglied Boris Aljoschin inne. Avtovaz verkaufte im vergangenen Jahr 724.000 Fahrzeuge und erwirtschaftete bei einem Umsatz von rund 4,4 Milliarden Euro einen Reingewinn von etwa 70 Millionen Euro.

































