Renault Twingo Acrophobia
— 17.03.2010Horror-Tuning für den Twingo
Dieser schrille Twingo hört auf den Namen Acrophobia, was so viel wie Höhenangst bedeutet. Diese müsste der Franzose aber gar nicht haben, denn ein FK-Fahrwerk bringt ihn dem Asphalt sehr nahe.
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Obendrein wurde die Schürze mit den extrem geweiteten Kotflügeln verbunden, und auf der Fahrerseite sorgt ein modellierter Totenkopf mit rot glühenden LED-Augen dafür, dass vorausfahrende Verkehrsteilnehmer freiwillig die Spur räumen. An der Unterseite halten Gewinde-Abstandshalter eine Spoilerlippe in Position. Auf den Asphalt blickt der ehemals brave Kleinwagen durch Angeleye-Scheinwerfer, die wegen der verlängerten Motorhaube reichlich grimmig wirken. An den Tropfenspiegeln haben die Brüder das Skelett-Thema in Form von knochigen Hände fortgeführt. Darunter wurde der anlaminierte Tyranno-Seitenschweller, wie auch die umgestaltete FK-Heckschürze, mit einer modellierten Kante an die Karosserie angepasst. Dadurch entstand im Heck des Twingo Platz für vier mächtige Endrohre mit je 80 Millimeter Durchmesser. Hierfür musste zuerst die Elia-Auspuffanlage auf ein Duplexsystem umgeschweißt werden. Für die erfahrenen Brüder reine Formsache.Noch mehr coole Kisten gibt's in der AUTO BILD TUNING 1/2010
Nun kommen wir zum namensgebenden Thema: Höhenangst? – Von wegen: Das Gewindefahrwerk stammt ebenfalls aus dem Hause FK und lässt den Franzosen vorn 80 und an der Hinterachse 70 Millimeter näher an den Asphalt rücken. Zeitgleich verschwinden die schwarz lackierten Toora-Aluräder tief in den Radkästen. Das äußere Erscheinungsbild war somit bereit für die gelbe Grundfarbe, um die sich die Autolackiererei Krause in Torgau kümmerte. Auf das abschließende Finish inklusive der grandiosen Airbrush-Lackierung im dreifarbigen Tribal-Design musste der Franzosen-Flitzer allerdings noch viele Wochen warten, denn ab sofort zählten für Marcel und Ricardo nur noch die inneren Werte. Unzählige Stunden verbrachten sie mit Schleif- und Spachtelarbeiten, um der Innenausstattung eben dieses hochglänzende Finish zu verpassen, das sie heute auszeichnet. Auf der Armaturentafel thront nun ein TFT-Monitor, und um den sonst frei stehenden Schaltknauf bauten die Brüder eine eigens entwickelte Mittelkonsole.ANZEIGE
Bombastische Hi-Fi-Anlage
In unmittelbarer Nähe befindet sich der Handbremshebel, der im früheren Leben eine Wirbelsäule aus dem Schulunterricht war. Lenkradkranz, Schaltsack und die Sitzwangen des FK-Sportgestühls sind in beiges Leder gehüllt. Den Rest der Sitze bezog die Sattlerei Osaris mit rotem Krokodil-Leder-Imitat. Die Aufrollautomatiken der Hosenträgergurte von Schroth stellen ein besonders witziges Detail im Innenraum dar, denn sie sind ebenfalls von Totenköpfen eingerahmt, wodurch diese den Anschein erwecken, als wollten sie die Gurte mitsamt Insassen auffressen. Im Fond des Twingo nimmt nun anstelle des Familiennachwuchses eine wahrlich bombastische Hi-Fi-Anlage Platz, und auch der Kofferraum wurde den audiophilen Vorlieben der Erbauer geopfert. Die Musik spielt indes vorn, denn als Basis verwendete der ACR-Installateur Alex Fischer ein JVC-MP3-Radio. Die Hochtöner und Zweiwege-Boxen verstecken sich unter den Armaturen und stammen, wie auch die 16-Zoll- Lautsprecher in den selbst angefertigten Doorboards, von Emphaser. Bleibt zu hoffen, dass sich der Aufwand und Einfallsreichtum der zwei Süd-Brandenburger auszahlt und ihr Twingo sie mit viel Ruhm und Pokalen belohnt. Verdient hätten es die beiden allemal.
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