Renault Twingo Acrophobia

— 17.03.2010

Horror-Tuning für den Twingo

Dieser schrille Twingo hört auf den Namen Acrophobia, was so viel wie Höhenangst bedeutet. Diese müsste der Franzose aber gar nicht haben, denn ein FK-Fahrwerk bringt ihn dem Asphalt sehr nahe.
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Von Guido Naumann  Vorbei sind die Zeiten, in denen dieser Renault gemächlich dahintuckernd und mit geöffnetem Faltdach frisches Baguette, feinen Käse oder einen edlen Bordeaux transportierte. Die Brüder Ricardo und Marcel Böhm haben ihr 98er Phase-2-Modell mit viel Arbeit, Kreativität und verrückten Ideen in einen Komplettumbau allererster Güte verwandelt. Zu Beginn der Arbeiten musste das Blechkleid des kleinen Galliers dran glauben. Die neue Frontschürze stammt aus der Schublade des schwäbischen Tuners FK Automotive. Doch auch mit dieser waren die Bastler nicht zufrieden, und so rückten sie den Öffnungen der Nebelscheinwerfer und der Wassersicke mit Glasfasermatten zu Leibe.
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An die Außenspiegel wurde in der Tat Hand angelegt.
An die Außenspiegel wurde in der Tat Hand angelegt.
Obendrein wurde die Schürze mit den extrem geweiteten Kotflügeln verbunden, und auf der Fahrerseite sorgt ein modellierter Totenkopf mit rot glühenden LED-Augen dafür, dass vorausfahrende Verkehrsteilnehmer freiwillig die Spur räumen. An der Unterseite halten Gewinde-Abstandshalter eine Spoilerlippe in Position. Auf den Asphalt blickt der ehemals brave Kleinwagen durch Angeleye-Scheinwerfer, die wegen der verlängerten Motorhaube reichlich grimmig wirken. An den Tropfenspiegeln haben die Brüder das Skelett-Thema in Form von knochigen Hände fortgeführt. Darunter wurde der anlaminierte Tyranno-Seitenschweller, wie auch die umgestaltete FK-Heckschürze, mit einer modellierten Kante an die Karosserie angepasst. Dadurch entstand im Heck des Twingo Platz für vier mächtige Endrohre mit je 80 Millimeter Durchmesser. Hierfür musste zuerst die Elia-Auspuffanlage auf ein Duplexsystem umgeschweißt werden. Für die erfahrenen Brüder reine Formsache.
Noch mehr coole Kisten gibt's in der AUTO BILD TUNING 1/2010
Natürliche Feinde: Cup-Lippe und Parkhäuser vertragen sich überhaupt nicht.
Natürliche Feinde: Cup-Lippe und Parkhäuser vertragen sich überhaupt nicht.
Nun kommen wir zum namensgebenden Thema: Höhenangst? – Von wegen: Das Gewindefahrwerk stammt ebenfalls aus dem Hause FK und lässt den Franzosen vorn 80 und an der Hinterachse 70 Millimeter näher an den Asphalt rücken. Zeitgleich verschwinden die schwarz lackierten Toora-Aluräder tief in den Radkästen. Das äußere Erscheinungsbild war somit bereit für die gelbe Grundfarbe, um die sich die Autolackiererei Krause in Torgau kümmerte. Auf das abschließende Finish inklusive der grandiosen Airbrush-Lackierung im dreifarbigen Tribal-Design musste der Franzosen-Flitzer allerdings noch viele Wochen warten, denn ab sofort zählten für Marcel und Ricardo nur noch die inneren Werte. Unzählige Stunden verbrachten sie mit Schleif- und Spachtelarbeiten, um der Innenausstattung eben dieses hochglänzende Finish zu verpassen, das sie heute auszeichnet. Auf der Armaturentafel thront nun ein TFT-Monitor, und um den sonst frei stehenden Schaltknauf bauten die Brüder eine eigens entwickelte Mittelkonsole.
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Bombastische Hi-Fi-Anlage
In unmittelbarer Nähe befindet sich der Handbremshebel, der im früheren Leben eine Wirbelsäule aus dem Schulunterricht war. Lenkradkranz, Schaltsack und die Sitzwangen des FK-Sportgestühls sind in beiges Leder gehüllt. Den Rest der Sitze bezog die Sattlerei Osaris mit rotem Krokodil-Leder-Imitat. Die Aufrollautomatiken der Hosenträgergurte von Schroth stellen ein besonders witziges Detail im Innenraum dar, denn sie sind ebenfalls von Totenköpfen eingerahmt, wodurch diese den Anschein erwecken, als wollten sie die Gurte mitsamt Insassen auffressen. Im Fond des Twingo nimmt nun anstelle des Familiennachwuchses eine wahrlich bombastische Hi-Fi-Anlage Platz, und auch der Kofferraum wurde den audiophilen Vorlieben der Erbauer geopfert. Die Musik spielt indes vorn, denn als Basis verwendete der ACR-Installateur Alex Fischer ein JVC-MP3-Radio. Die Hochtöner und Zweiwege-Boxen verstecken sich unter den Armaturen und stammen, wie auch die 16-Zoll- Lautsprecher in den selbst angefertigten Doorboards, von Emphaser. Bleibt zu hoffen, dass sich der Aufwand und Einfallsreichtum der zwei Süd-Brandenburger auszahlt und ihr Twingo sie mit viel Ruhm und Pokalen belohnt. Verdient hätten es die beiden allemal.
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eva zaja,
08.12.2010 13:51Uhr
Ich finde den Twingo mega geil!!! ich kenne den wagen von den frenchdays in jüterbog und bin seid dem fasziniert davon!!! Ich glaube, dass das der krasseste twingo in deutschland ist=) vllt schaff ich das auch eines tages so weit^^ Eintrag melden
mannomann,
21.09.2010 15:54Uhr
also ich finds skuril geil. super Idee.
da hab ich in mancher Tuning/Pimp TV-Show schon erheblich häßlichere und dümmere Objekte gesehen
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speedy,
28.03.2010 10:33Uhr
ich würde sagen heir spricht viel neid,baut doch mal ein auto selber auf mit eigenden iden,ich könnte das nicht aber trotzdem habe ich greßen respekt vor der Arbeit. Eintrag melden
Incognito,
19.03.2010 17:14Uhr
Eines der hässlichsten Autos, die ich jemals gesehen habe....der Twingo ist ohnehin schon ein hässliches Auto, aber dieses Exemplar übertrifft den schlechtesten Geschmack! Eintrag melden
Pixelschubser,
19.03.2010 13:07Uhr
Der arme TÜV-Prüfer - der hat sich nach der Abnahme vermutlich den Finger in den Hals gesteckt. Eintrag melden
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