Zweifarbiger Renault Twingo

Renault Twingo "UNK" Renault Twingo "UNK"

Renault Twingo von Inga Kloke

— 10.03.2005

Ingas kleiner UNK

Was ist eigentlich ein UNK? Der passende Name für den zweifarbigen Twingo, mit dem Inga durch die Gegend düst. Die Zulassungstelle wollte es so.

Onkel Dieter und der schwarze Langweiler

Renault-Treffen haben es der Inga angetan. Vor vielen Jahren war sie Begleiterin beim "Zweiten Ei", einem gelben Twingo, der vom Ruhrpott aus nach Hermsdorf zu den Kreuztagen unterwegs war. Erfolgreich! Das Ei2 fand sich in AUTOTUNING 8/2001 wieder und ebenso das Besitzerfoto mit Begleiterin Inga. Und nun geschah Eigenartiges. Ein gewisser Onkel Dieter, bei Renault-Treffen immer unter den Stimmgewaltigen zu finden, fand Gefallen an Inga. Sein Werben war von Erfolg gekrönt, und seither sind beide ein unzertrennliches Paar.

Seitdem hat auch ihr Twingo an Format gewonnen. Geboren als "schwarzer Langweiler", wie sie selbst sagt, fanden alsbald Auspuff, Tieferlegungsfedern und Leichtmetallfelgen den Weg an die richtigen Stellen. Doch damit konnte sie sich nur für kurze Zeit zufriedengeben.

Nach einem etwas längerem Besuch bei einem Lackierer rollte der Twingo in Kawasaki-grüner Kampflackierung aus dessen Kabine. Die Leichtmetaller wurden gegen hochwertige RSL Cult Wheels in 7x13 und 8x13 Zoll mit polierten Betten und verchromter Verschraubung getauscht, die einem Polo-Fahrer abgekauft worden waren. Onkel Dieter sah sich derweil erfolgreich nach einem Gewindefahrwerk um. Diese Umbau-Phase war damit abgeschlossen.

Wenn nix mehr geht, hilft eBay

Seit einigen Jahren hatte Inga eine Heckstoßstange in ihrer Garage liegen. Daß man diese nicht schon längst an den Twingo montiert hatte, lag einfach nur an dem fehlenden Frontteil – der Hersteller war Pleite. Dank eBay konnte dieses Problem gelöst werden, doch schon stand das nächste vor der Tür. Die Front war für das Vorgängermodell gedacht, weshalb die Frontträger und Halterungen nicht übereinstimmten.

Ein guter Bekannter half aus seinem Ersatzteillager weiter. Die Muttern wurden so einlaminiert, daß der Bausatz von innen verschraubt werden konnte. Auch die Rillen und Sicken verschwanden unter einer Schicht aus GFK. Die Heckschürze hatte leider einen Haken: Die Supersprint-Anlage mußte gegen die Serienanlage getauscht werden. Das dicke Ende folgt trotzdem noch in Form beidseitig verlegter Motorrad-Endrohre. Das universell einsetzbare Material GFK fand auch am Heckspoiler sowie den Seitenschwellern Verwendung, die allesamt spaltfrei anlaminiert wurden. Die Rückspiegel Marke "Onkel Dieters M3-Look" bestehen aus zersägten Renault- und universellen M3-Spiegeln, die wiederum mit GFK und Spachtel zusammengefügt wurden.

Auch den Öffnungsmechanismus der Türen mußte Dieter selbst basteln, da die käuflichen Umrüstsätze viel zu teuer angeboten werden. Den Tankdeckel fand Inga bei Sandtler in Bochum, doch so einfach draufschrauben ist nicht. Wieder hatte der gute Onkel Dieter seinen Einsatz, die Inga weiß schon, was sie an ihm hat. Natürlich stand bei den ganzen Änderungen nun eine frische Lackierung auf dem Plan. Zweifarbig ist modern, eine Wellenform paßt gut zum Twingo – das Resultat kann sich sehen lassen!

Facts zum "UNK"-Twingo

Den Anstoß zum Ausbau des Innenraums gab eine nicht mehr benötigte Sony Playstation2 mit 230V-Anschluß. Nachdem ein guter Kumpel diese umgerüstet hatte, krempelten beide das Cockpit um. Besser gesagt, die Mittelkonsole der Modellpflege (Phase III) fand Verwendung. Deren Heizungsregler wurden nach unten versetzt und der Aschenbecher ins Reich der Nichtraucher verdammt. An dieser Stelle sitzt nun der Sieben-Zoll-Monitor. Natürlich wurde das Interieur mit Sportsitzen und einem 32er-Raid verfeinert. Doch das ist Inga nicht genug: "Ein GFK-Heckraum, das wär’s!"

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