Renault in der Klemme

Schwere Zeiten für den Franzosen-Chef Schwere Zeiten für den Franzosen-Chef

Renault verliert Marktanteile

— 23.12.2005

Schwere Zeiten für den Franzosen-Chef

Renault-Präsident Carlos Ghosn steckt in Schwierigkeiten: Der Absatz geht zurück, doch attraktive Neuheiten hat er keine parat.

Das hat sich Superstar Carlos Ghosn (51, sprich: "Gohn") anders vorgestellt. Nachdem der Manager den Pleitekandidaten Nissan auf die profitable Spur gebracht hat, steht er nun – kaum länger als ein halbes Jahr Chef von Mutter Renault – bei den Franzosen unter Druck. Grund: Renault leidet unter starker Kaufzurückhaltung. Im November setzte der "Créateur d'automobiles" nur noch 109.510 Autos in Europa ab, ein Minus von 18 Prozent. Fast noch schlimmer für die stolzen Gallier: Die Krone der meistverkauften Marke ging an Volkswagen verloren. 2005 fiel der Marktanteil auf 9,7 Prozent, VW legte auf zehn Prozent zu. Renaults Krise ist hausgemacht. Insgesamt trifft das ausgefallene Design zu selten den Kundengeschmackt. Schlimm steht der Mégane da. Der Kompakte erreicht bei den Neuzulassungen 2005 wohl nur noch Platz acht in Europa (Vorjahr: sechs).

Auch bei den ganz Kleinen agieren die Franzosen neuergings glücklos. So steht der Modus wie Blei bei den Händlern. Die Produktion wurde drastisch runtergefahren, von 1300 auf 500 Einheiten am Tag. Noch schlechter verkauft sich die Oberklasselimousine Vel Satis. In Deutschland wurden im November gerade mal 34 Autos zugelassen.

Kommt 2006 die Wende? Renault bringt im nächsten Jahr außer Kosmetik und neuen Motoren nichts Neues. Frühestens 2007 könnten der langersehnte Twingo-Nachfolger und das erste SUV die Franzosen wieder auf die Erfolgsbahn führen.

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