Renault Wind: Tuning von Elia im Kurztest — 19.12.2011
Wild gemacht
Die Serienmotoren des Renault Wind entfachen laue Lüftchen statt wilder Begeisterungsstürme. Tuner Elia will das mit dem GT-R ändern und spendiert eine Schippe Extra-Power.
Der Name Wind ist nicht unbedingt Programm. Mit 102 PS ist der Basisbenziner trotz Aufladung nicht gerade flott, dem stärkeren Saugbenziner fehlt es hingegen an Drehmoment. Die Lösung von Renault-Experte Elia, den kleineren Turbo aufzupäppeln, soll somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Karosserie/Qualität Vordere Spoilerecken, Seitenschweller, Teilheckspoiler und ein kleiner Flügel auf dem Kofferraum verändern den optischen Charakter von niedlich in Richtung grimmig. Die LED-Tagfahrleuchten sind Geschmacksache.
Proper: Vom knackigen Po kann beim Heck des Wind nicht die Rede sein. Ein Zugeständnis an das Klappdach.
Fahrfreude/Antrieb Elia dopt den kleinen Turbovierzylinder mittels geändertem Motormanagement, Sportluftfilter und einer Edelstahl-Auspuffanlage von Bastuck – das bringt 28 Mehr-PS und 23 zusätzliche Newtonmeter. Aufgeweckt, aber ohne besonderen Elan erklimmt das elastische Turboaggregat die Drehzahlleiter. Der dezent brummende Sportauspuff vermag am ehesten noch im Stand zur kräftigeren Stimme beizutragen. Keine Freude, aber auch keine Schuld des Tuners: das mäßig exakt und knorpelig zu schaltende Fünfganggetriebe, das sich unter Volllast verspannt und Schaltvorgänge nah beim Drehzahlbegrenzer verweigert.
Fahrleistungen Die gemessenen 10,5 Sekunden des Serienautos für den Sprint unterbietet die Tuningversion um fast eine Sekunde. Bei der Elastizität vermeldet das Messgerät ebenfalls deutlichen Vorsprung. Mit 199 km/h rennt der getunte Wind 9 km/h schneller als die Ausgangsbasis – hinkt der 201 km/h schnellen, gleich starken Werksvariante mit 1,6-Liter-Saugmotor aber minimal hinterher.
Fahrwerk/Komfort Elia schärft das Fahrwerk mit einem 18-Zoll- Radsatz und eigenen Federn nach. Im Grenzbereich untersteuert der flinke Franzose mild. Bei Lastwechseln lenkt das Heck leicht mit, das aber vom ESP jederzeit rechtzeitig eingebremst wird. Der Abrollkomfort fällt akzeptabel aus, über gröbere Unebenheiten rumpelt der Elia jedoch nonchalant hinweg.
Preis/Kosten Keine Sonderangebote, aber auch keine abgehobenen Preisvorstellungen. Der Verbrauch fällt um einen Liter höher aus als beim serienmäßigen Fahrzeug.
Frank Wiesmann
Fazit
Die Leistungssteigerung von Elia zeigt spürbare Wirkung: Der getunte Wind ist in allen Disziplinen deutlich schneller. Er bleibt trotz Tuning aber ein Cabrio auf Twingo-Basis – mit allen bekannten Nachteilen.
Kommentare zum Artikel (3)
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Ist eben kein UP(s) denn wenn es einer wäre, dann wäre er das Beste wo gibt's! Gelle!
aahhhhhh! JETZT wird er sich natürlich wie geschnitten Brot verkaufen.
geschmackloss