Renault/Nissan plant Allianz mit GM

Renault/Nissan plant Allianz mit GM

— 03.07.2006

Ziel: Größter Autobauer der Welt

Renault/Nissan will bei General Motors einsteigen. Noch ist keine Entscheidung über eine mögliche Beteiligung gefallen.

Renault und Nissan wollen sich offenbar mit dem US-Konkurrenten General Motors (GM) zum größten Autobauer der Welt zusammenschließen. Renault und sein japanischer Partner könnten gemeinsam zu 20 Prozent bei GM einsteigen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News.

Bereits am vergangenen Freitag (30. Juni 2006) hatte die GM-Spitze über die Allianz beraten, die der GM-Großaktionär und US-Milliardär Kirk Kerkorian angestoßen hatte. Renault ist bereit, ein weltweites Bündnis mit dem Not leidenden US-Autokonzern General Motors (GM) zu prüfen. Voraussetzung sei aber, daß die GM-Führung "das Projekt voll unterstützt", hieß es bei Renault. Renault, Nissan und GM würden mehr als 15 Mio. Fahrzeuge pro Jahr produzieren.

Eine Renault-Sprecherin wollte Spekulationen über die Höhe einer möglichen Beteiligung nicht kommentieren. Sie betonte in Paris, wenn etwas passiere, geschehe dies auf der Basis der 1999 geschlossenen Allianz zwischen Renault und Nissan. Es gehe aber nicht um eine Fusion. Im Hinblick auf mögliche Vorteile für Renault und Nissan sagte sie lediglich: Der Chef der beiden Autobauer, Carlos Ghosn, würde sich nicht an einer Aktion beteiligen, die für die Partner keine Vorteile bringen würde. Renault hält 44,4 Prozent der Nissan-Anteile. Nach eigenen Angaben rangierten die beiden Autobauer gemessen am Weltmarktanteil im vergangenen Jahr an vierter Stelle hinter GM, Toyota und Ford.

Für General Motors könnte der Einstieg der beiden Konkurrenten Vorteile bringen: Das Unternehmen mußte im vergangenen Jahr einen Verlust von 10,6 Mrd. Dollar (8,29 Mrd. Euro) hinnehmen und stieß eine Umstrukturierung an, mit der die Streichung von Zehntausenden Arbeitsplätzen einhergeht. Nach ersten Spekulationen über ein Zusammengehen mit Renault und Nissan war der GM-Aktienkurs am Freitag in New York um gut 8,5 Prozent auf 29,79 Dollar gesprungen.

Nach Dokumenten der US-Börsenaufsicht SEC vom vergangenen Freitag forderte die Investmentgesellschaft Tracinda von GM-Aktionär Kerkorian den GM-Verwaltungsrat auf, eine Kommission zur Überprüfung der Zusammenarbeit zu bilden. In zeitgleich von Renault und Nissan veröffentlichten Erklärungen hieß es, die Allianz Renault-Nissan sei offen und niemals auf zwei Partner beschränkt gewesen. Unter günstigen Umständen und mit angemessenen Partnern könne sie erweitert werden.

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