DTM: Alle Meisterautos von 1984 bis heute

René Rast im Interview

— 30.06.2017

"Wir haben alle Zutaten"

Der AUTO BILD MOTORSPORT-Pilot ist nach seinem Sieg in Ungarn neuer Tabellenführer. Dabei ist er noch ein Rookie. Warum das kein Widerspruch ist, erklärt der Shootingstar im Interview.

AUTO BILD MOTORSPORT: René Rast, was bedeutet Ihnen Ihr erster DTM-Sieg?

René Rast (30): Das kann man gar nicht in Worte fassen. Auf den Tag habe ich ewig gewartet. Es ist Gänsehaut-Feeling und einer der schönsten Momente in meinem Rennfahrer-Leben.

Wie viel Genugtuung ist für Sie dabei?

Sehr viel. Ich habe immer mit einem Auge auf die DTM geschielt, aus verschiedenen Gründen blieb es mir lange verwehrt. Jetzt habe ich die Chance bekommen, deshalb möchte ich über die Vergangenheit gar nicht sprechen. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, und die möchte ich bestmöglich nutzen.

Das tun Sie bereits. Ihr Ziel waren Punkte, vielleicht ein Podium. Nach zwei Podiumsplätzen und einem Sieg müssen Sie Ihre Ziele wohl nach oben korrigieren.

Dass ich so einschlage als Rookie, konnte niemand vorhersehen, am wenigsten ich. Jetzt könnte ich die Ziele nach oben schrauben. Aber das einzige Ziel, das noch bleibt, wäre die Meisterschaft. Davon möchte ich allerdings noch gar nicht sprechen.

Haben Sie das Zeug zum Meister?

In der DTM führt AUTO BILD MOTORSPORT-Fahrer Rast

Wir haben das Auto, wir haben das Team, und fahren kann ich ab und zu auch ein bisschen (lacht). Wir haben alle Zutaten, aber es muss in der DTM so viel zusammenspielen.

Was macht Sie persönlich so stark?

Dass ich nie aufhöre zu arbeiten, bis ich das erreiche, was ich möchte. Also keine Ausreden, sondern die Schwächen suchen, um sie auszumerzen. Dazu kommt meine Erfahrung. Ich habe schon so viele Meisterschaften bestritten, um Titel gekämpft und welche gewonnen – ich denke, da habe ich einigen anderen etwas voraus. Cool zu bleiben habe ich gelernt.

Was haben Sie in den anderen Serien noch gelernt, was Ihnen in der DTM hilft?

Fahrtechnisch kann man das gar nicht vergleichen, da musste ich mich komplett umstellen. Aber die ganze Herangehensweise, wie man ein Auto abstimmt, wie man mit den Ingenieuren und an sich arbeitet, lernt man in anderen Serien. Demnach hat mir die Zeit vor der DTM viel geholfen.

Wer sind nun Ihre Hauptkonkurrenten?

Alle die, die hinter mir sind (lacht). Es sind noch zwölf Rennen. Da kann fast der Letzte noch Meister werden.
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Stand jetzt: Womit wären Sie am Saison­ende zufrieden?

Gute Frage. Wenn wir so weitermachen, also kontinuierlich vorne mitfahren, wäre ich zufrieden. Schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt.

Wie gefällt Ihnen die neue DTM?

Es macht irre viel Spaß. Wenn man vom letzten Platz aufs Podium fahren kann, sagt das einiges aus. Es sind die richtigen Entscheidungen getroffen worden im Winter.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Audi

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