Rennspiel "Project Cars"

Rennspiel "Project Cars" Rennspiel "Project Cars" Rennspiel "Project Cars"

Rennspiel "Project Cars"

— 17.10.2014

Brillantes Handling

Rennspiel-Fans aufgepasst: Hier kommt das neue Racing-Game "Project Cars". AUTO BILD hat exklusiv vor dem Release erste Runden drehen können.

Beginnen wir mit dem wohl erstaunlichsten Fakt des neuen Spieltitels "Project Cars": Entwickler Slightly Mad Studios hat das gesamte Projekt über ein Crowdfunding finanziert, bei dem mehrere Millionen Euro für die Entwicklung zusammenkamen. Erfreulicherweise konnte das Team bereits auf einige Erfolge in der eigenen Historie verweisen, etwa "Need for Speed Shift" oder "Test Drive: Ferrari Racing Legends", was natürlich für einen ordentlichen Vertrauensvorschuss sorgte. Vorteil bei der eigentlichen Entwicklung: Bereits in einem sehr frühen Stadium involvierte man einen Großteil der Spender und konnte so zahllose Meinungen, Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge für das finale Game berücksichtigen. Offizieller Release ist im März 2015.

Das Lenkverhalten eines jeden Fahrzeuges ist individuell ausgelegt, hinzu kommen realistische Wankbewegungen.

Bei der Entwicklung der Motorsportsimulation vertrauten die Entwickler wie in der Branche mittlerweile üblich auf ausgewählte Rennfahrer aus dem realen Leben. Mit dabei ist neben Oliver Webb unter anderem auch Ben Collins, vielen eher als "The Stig" aus dem TV-Format Top Gear bekannt sein dürfte und mittlerweile aktiv als Fahrer in der Le Mans- oder GT-Series. "Ich habe schon immer Racing-Games gespielt", so der 39-Jährige. "Mitte der Neunziger Jahre habe ich mit Grand Prix 2 von MicroProse angefangen, damals noch per Keyboard gesteuert. Als mich einer der Verantwortlichen gefragt hat, ob ich meine Einschätzung geben möchte, habe ich natürlich gleich zugesagt und war so über den gesamten Entwicklungszeitraum damit beschäftigt, das Feeling der Fahrzeuge in Project Cars so realistisch wie möglich zu gestalten. Ich glaube, dies ist uns perfekt gelungen."

"Project Cars" wartet aktuell mit fünf Fahrzeugklassen auf – Grand Touring, Track Day Cars, Modern Open Wheel, Supercars und Le Mans-Prototypen.

In der Tat ist das Handling der Fahrzeuge brillant und braucht sich keineswegs hinter Konkurrenten wie "Gran Turismo" oder "Forza 5" zu verstecken. Das Lenkverhalten eines jeden Fahrzeuges ist individuell ausgelegt, hinzu kommen realistische Wankbewegungen und weitere Eindrücke, die als Motorjournalist so vielfach in der Realität nachvollziehbar sind. Die Fahrzeugeinstellungen wie Federhärte, Bremsverteilung, Reifendruck und mehr können im Detail beeinflusst werden. "Project Cars" wartet aktuell mit fünf Fahrzeugklassen auf – Grand Touring, Track Day Cars, Modern Open Wheel, Supercars und Le Mans-Prototypen, die alle eine ausreichende Anzahl an Rennfahrzeugen beinhalten.

World of Speed: Screenshots

World of Speed World of Speed World of Speed
Bereits angekündigt sind auch 16 verschiedene Race-Tracks – sprich jetzt schon eine mehr als gegenwärtig etwa im Mitbewerber "Forza 5". Mit dabei sind unter anderem das Dubai Autodrome, der Hockenheimring, Brands Hatch, Imola, Monza, die Road America oder Mount Panorama, außerdem fiktive Straßenkurse an der Azurküste oder auf dem California Highway. "Schon kurz nach dem Release werden wir außerdem gleich acht weitere Strecken nachliefern", so Creative Director bei den Slightly Mad Studios, Andy Tudor. "Damit haben wir den bis dato wohl eindrucksvollsten Streckenumfang aller gegenwärtigen Rennsimulationen."

Der Gamer kann zwischen diversen Wetterbedingungen wählen.

Grafisch ist dem Entwicklerteam eine Punktlandung gelungen: Auf PS4 und Xbox One ist die Optik ein wahrer Genuss, auf dem PC ist sogar eine cineastische 12K Ultra HD-Auflösung möglich. So kommen die bis ins kleinste Detail überzeugend modellierten Fahrzeuge und Strecken und die dynamischen Wetter- und Lichteffekte (Tag- und Nachtrennen, Regen, Wind und sogar Nebel gibt es) und das komplette Schadens- und Verschleißmodell bemerkenswert gut zur Geltung. Freunde der Virtual Reality-Technologien Oculus Rift und Project Morpheus können sogar ihre Brillen innerhalb von "Project Cars" nutzen. Die Spielmodi unterscheiden sich deutlich von anderen Rennspielen: In der Karriere sind bereits von Beginn an alle Inhalte freigeschaltet, was ein gezwungenes Starten in der kleinsten Klasse, vielen Spielern ein Dorn im Auge, überflüssig macht. Onlinerennen laufen die Spiele über dedizierte Server und können als privat, öffentlich, nur für Freunde oder nur mit Einladung definiert werden. Hinzu kommen Quick Race-Wochenenden, Free Practice-Einheiten und ein Renn-Ingenieur, der über Wetteränderungen, Vorfälle auf der Strecke und ähnliches informiert, in der englischen Spielversion gesprochen von Ben Collins.

Forza Motorsport 5: Xbox One

Forza Motorsport 5 Forza Motorsport 5 Forza Motorsport 5
Unser Eindruck: Den Entwicklern von "Project Cars" ist eine sehr authentische Simulation gelungen, die sich keineswegs hinter "Forza 5" oder "Gran Turismo" verstecken muss, sondern in Teilbereichen sogar noch ausgereifter daherkommt.

Autor: Björn Marek

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