Reparaturkosten

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— 02.05.2002

Der Preisvergleich

Geahnt haben wir es alle, jetzt ist es amtlich: Bei den Lohnkosten unserer Werkstätten gibt es enorme Preisunterschiede, ermittelte der ZDK.

Das teure Stadt-Land-Preisgefälle

Darunter geht es kaum: 41 Euro kostet die Stunde Schrauben den Werkstattkunden heute, ermittelt in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Es können aber auch 65 Euro über den Tresen wandern, wie in der Pfalz (Südregion von Rheinland-Pfalz). Also satte 58 Prozent mehr. Die Stundensätze reichen von 41 Euro für mechanische Arbeiten bis 89 Euro für Arbeiten an der Karosserie. Doch lohnt es deshalb, für eine Reparatur vom Süden an die Ostseeküste zu rollen? Im Normalfall wohl nicht.
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Dennoch ist es wichtig, in Zeiten knapper Haushaltskassen bei den Lohnkosten mal näher hinzusehen. Denn sah nicht auch Ihre letzte Rechnung so ähnlich aus: Teile 98 Euro, Lohn 295 Euro? In unserer Tabelle (siehe Seite 2) und Karte (siehe Galerie) stehen die Mittelwerte der Bundesländer und einzelner Regionen sowie der Bundesdurchschnitt. Bedeutet: Es lassen sich auch Werkstätten finden, die weniger verlangen. Oder noch mehr.

Generell gilt: In der Großstadt wird mehr gefordert als in der Kleinstadt; auf dem Land wird am billigsten gearbeitet. Im Bundesdurchschnitt macht der Unterschied bei mechanischen Arbeiten 13 Prozent aus. Das liegt - mehr noch als am Lohn für den Schrauber - an den unterschiedlichen Betriebskosten, denn in die Kalkulation müssen natürlich alle Aufwendungen der Werkstatt einfließen.

So bleibt die Rechnung kalkulierbar

Die zweite Regel: Karosserie-Arbeiten sind am teuersten. Zugleich ist bei diesen der Lohnanteil meist weit überproportional hoch. Dann folgen Arbeiten an der Elektrik und an der Mechanik.

Die wichtigsten Tipps, um die Rechnung bezahlbar zu halten: • Gerade bei größeren Reparaturen die Stundensätze mehrerer Werkstätten vergleichen • Auftrag unbedingt durchsprechen und gemeinsamen Vorabcheck machen. Vereinbaren Sie, die ausgebauten Teile zu erhalten • Niemals Pauschalaufträge ("TÜV-klar machen") erteilen • Nach Möglichkeit schriftlich Festpreise verabreden • Ist das nicht möglich, um Kostenvoranschlag bitten • Unbedingt einen Rückruf vereinbaren, wenn der vorher eingegrenzte Kostenrahmen überschritten werden sollte • Vor Abnahme des Wagens die Arbeiten prüfen sowie die Rechnung erklären lassen • Bei Streitigkeiten kann sich der Kunde an die örtliche Schiedsstelle des Kfz-Gewerbes wenden (im Internet beim ZDK).

Natürlich kann es sich rechnen, für den Werkstattbesuch ein paar Kilometer zu fahren, etwa von Schleswig-Holstein ins billigere Mecklenburg. Doch was mehr zählt als nackte Zahlen, ist das persönliche Vertrauen in die Werkstatt – und das ist schließlich kaum bezahlbar.

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