Lkw-Parkflächen

Riesen-Autohöfe für Lkw

— 17.08.2007

US-Konzern baut Mega-Raststätten

Auf deutschen Rast- und Autohöfen herrscht erheblicher Platzmangel. 20.000 Lkw-Parkplätze fehlen. Der amerikanische Konzern "Flying J" will ab Januar 2008 15 Riesen-Autohöfe mit Motel und Kasino bauen.

Gegen den Platzmangel auf deutschen Rast- und Autohöfen kommt im nächsten Jahr möglicherweise Hilfe aus den USA. Im Januar 2008 will der amerkanische Konzern "Flying J" an der A 7 bei Evendorf (Niedersachsen) mit dem Bau des ersten von 15 Riesen-Autohöfen beginnen. Während deutsche Anlagen 3,5 bis fünf Hektar Land beanspruchen, planen die Amerikaner auf jeweils zwölf Hektar unter anderem 310 Lkw-Plätze und je zwölf Lkw- und Pkw-Tankspuren. Für eine zweite Ausbauphase sind weitere Parkflächen, ein Motel und ein Kasino vorgesehen. Mit großer Skepsis verfolgt die Vereinigung Deutscher Autohöfe (VEDA) die Pläne des US-Unternehmens. "Die ausländischen Investoren drängen mit ihrem immensen Kapital hiesige Autohöfe vom Markt. Schon seit Einführung der Ökosteuer wirtschaften viele Autohofbetreiber nahe des Existenzminimums", sagt VEDA-Vorsitzender Karl-Heinz Schneider. "Mit den amerikanischen Höfen verschärft sich diese Situation drastisch", so Schneider weiter, nach dessen Schätzungen 20.000 Lkw-Parkplätze fehlen. Er fordert stattdessen, den Ausbau bestehender Autohöfe staatlich zu unterstützen. "Die Genehmigungen sind schneller erteilt und der Mittelstand wird gestärkt." Zudem, so Schneider, verkalkulieren sich die Amerikaner bei den erzielbaren Spritmargen. "Und wenn der gewünschte Gewinn nicht rausspringt, hinterlassen sie hier verbrannte Erde".

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