Rinspeed E² in Genf 2009

Studie Rinspeed E² Studie Rinspeed E²

Rinspeed E² in Genf 2009

— 25.02.2009

Power auf Knopfdruck

Sparsame 60 PS für die Stadt, rasante 160 Pferde für die Autobahn: Der Rinspeed E² regelt die unterschiedliche Motorleistung per Schalter. Auf dem Genfer Salon 2009 soll die Studie auf Basis des Fiat 500 Abarth für Staunen sorgen.

E²? Das klingt nach Physik-Formel, ist aber eine Knutschkugel – rund, knuffig, klein, mit Augen zum Verlieben und einem sexy Heck. Nichts Besonderes? Und ob, denn je nach Bedarf stellt die neue Studie, die der schweizer Autoveredler Rinspeed auf dem Genfer Salon 2009 zeigt, mal 60 und mal 160 PS auf die Räder. Das funktioniert per Knopfdruck, mit dem der Fahrer ins Motormanagment eingreift. Basis des E² ist der Fiat 500 in der heißen Abarth-Version. Für den Stadtverkehr reicht die "Commuting"-Stufe, mit der der 1,4-Liter-Turbo lediglich ein Viertel seiner Leistung bringt und mit vier Litern auskommen soll. Im "Highway"-Modus ziehen dann alle 160 Pferde, der Verbrauch steigt auf sieben Liter. Das klingt ein bisschen nach "Knight Rider". Fans der TV-Serie aus den Achtzigern werden sich erinnern: Das Superauto K.I.T.T. stellte auf Wunsch kurzzeitig ein Vielfaches an Motorleistung zur Verfügung und fuhr Kreise um die lahmen Kisten der Gegner.

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Per Knopfdruck vom Spar-Zwerg zur Rennsemmel: Das kommt auch bei der Damenwelt gut an.

Technik-Visionär Rinderknecht glaubt allerdings, mit seiner eigenwilligen Interpretation von Tuning auf dem richtigen Weg zu sein. Mit dem E2 will er – ebenso wie mit dem serienferneren Concept Car Rinspeed iChange, das ebenfalls in Genf debütiert, einen Impuls in Richtung Autoindustrie geben, ausgetretene Wege zu verlassen und mit Kreativität nach neuen zu suchen. "Ich persönlich halte nicht viel von so genanntem Öko-Tuning, denn viele Autofahrer wollen einen gewissen Fahrspaß nicht missen und sich nicht in einer rollenden Verzichtserklärung fortbewegen. Aber die Zahl derer wird schnell wachsen, die aus Umweltgründen verantwortungsvoll mit unseren Energievorräten umgehen wollen." Sparen oder Rasen auf Knopfdruck also, je nach Laune und was der Geldbeutel gerade hergibt. Ein spannendes Konzept, das durchaus Schule machen könnte.

Autor: Jan Kretzmann

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