Rizk Auto RA

Rizk Auto RA

— 27.07.2009

Mehr Retro geht nicht

Reichlich Retro und Purismus pur: Rizk Automobile will Sportwagen-Enthusiasten mit dem RA in die wilden 50er zurück katapultieren. Optisch ein Aston Martin DBR2 Le Mans, steckt unterm "Blech" Raumfahrt-Technik.

Moderne Autos sind Ihnen ein Gräuel, es fehlt die klare Linie und Kanten und Sicken passen nicht in Ihr Weltbild? Dann schauen Sie doch mal bei Rizk Automobile in Phoenix/Arizona vorbei. Die Amis legen optisch den Aston Martin DBR2 Le Mans aus dem Jahr 1957 wieder auf und kombinieren dessen ultraflache Karosserie mit modernster Technik. So stammt das Material des knapp RA getauften Supersportlers für die Motordämmung von der Nasa und soll angeblich bei der Mars-Mission zum Einsatz kommen. Es trotzt selbst höchsten Temperaturen und heißt bei den Amis Aerogel. Die Karosserie besteht laut Rizk aus einem Kohlefasergemisch, die auf ein ultrasteifes Kohlefaser-Monocoque gezogen wird. Das dürfte nicht ganz billig sein, so ist der Minischmiede aus dem heißen Westen auch weder ein Preis noch ein Starttermin zu entlocken.

Nichts trübt die klare Linie, auch innen herrscht Purismus

Ein Popo zum Schwärmen, garniert mit vier Rundleuchten.

Regiert bis dahin High-Tech, setzt Rizk bei der Optik völlig auf das klassische Aston Martin Design. Reduktion auf's Wesentliche scheint als Maxime gedient zu haben, denn der RA kommt ohne jeden Schnickschnack aus. Stoßfänger? Braucht kein Mensch, hinter der extrem flachen Schnauze mit ovalem Grill und seitlichen Lufteinlässen unten streckt sich eine Motorhaube endlos gen Frontscheibe, die lediglich aus einem aerodynamisch optimierten Plexiglasteil besteht. Rundscheinwerfer verstecken sich unter einer nach hinten gezogenen Plexiglasabdeckung, deren Einsätze für einen bösen Blick sorgen. Direkt hinter den Vorderrädern dürfen links wie rechts zwei Auspuffrohre zum Angriff blasen, darüber sorgen verchromte Kiemen für die zusätzliche Beatmung des Motors. Dazu schwingen sich die Kotflügel in einer Kurve nach hinten, die in den 50ern wohl am ehesten der Monroe zugebilligt wurden.

Leder, Holzlenkrad, Alu und Carbon. Klassische Zutaten für einen Supersportler.

Die Kopfstützen – sofern man sie so nennen darf – sind in zwei Airdomes integriert, hinten beleuchten lediglich vier kleine Rundleuchten das ansonsten wunderbar runde Heck. Dazu gibt es zwei Mini-Türen ohne Scheiben und ganz klassische Speichenfelgen in Chrom. Klar, dass die Risk-Designer die klare Linie innen fortsetzen. Fünf Rundinstrumente, eingefasst von poliertem Aluminium, klassischer geht es kaum. Dazu ein Holzlenkrad – ohne Airbag, aber mit drei Speichen und einige Kipp- oder Zugschalter, fertig ist das Retro-Mobil. Nicht ganz so elegant kommt der breite Mitteltunnel in Carbonoptik rüber, auf dem lediglich ein Schalter für die Zündung, ein Starterknopf sowie Kipp-Schalter für die Heizung und Lüftung sitzen. Rotes gestepptes Leder für Sitze und Türen sowie Teile der Innenverkleidung bilden den Kontrast zu Holz und Metall. Das Gestühl ist fest verschraubt, dafür lassen sich Pedale und Lenkrad nach dem Gusto des Fahrers justieren.

Drei Motoren zur Wahl

Flexibel zeigt sich auch die Einzelradaufhängung, deren Dämfer voll einstellbar sind. Bei den Motoren soll der Kunde wählen können: entweder zwischen einem V6 oder V12 mit Vergaser von Jaguar oder einem weniger stilechten V8-Einspritzer aus der Corvette. Daraus resultiert auch die Motor-Getriebe-Kombi: die Jaguar-Aggregate sind mit einer manuellen Fünfgang-Schaltbox lieferbar, der V8 der Vette mit sechs handsortierten Gängen oder einer Sechsstufen-Automatik. Regelelktronik, Insassenschutz – darüber schweigt sich Rizk aus. Motto: No Rizk, no fun. Der RA dürfte auch so seine Fans finden.

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