Roboter ersetzen Verkehrspolizisten in DR Kongo

Roboter ersetzen Verkehrspolizisten in DR Kongo

— 11.03.2015

Robocop auf der Kreuzung

In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa regeln fünf Roboter-Polizisten den Straßenverkehr. Sie kommen bei der Bevölkerung sehr gut an.

Auch im dichten Verkehr von Kinshasa sticht der Roboter-Polizist dank seiner Größe ins Auge.

Die Zukunft hat schon 2013 begonnen. Seitdem regeln nämlich in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, zwei solarbetriebene Roboter den Verkehr. Nun haben sie durch drei weitere Blechkameraden Verstärkung bekommen. Robocop auf der Kreuzung? Leider nicht ganz. Die überlebensgroßen Aluminium-Figuren verfügen über eingebaute Überwachungskameras, rote und grüne Lichter ganz wie eine Ampel und passen sich dem Verkehrsfluss an. Aber auch nur, weil Polizisten in der Polizeistation die Monitore beobachten und auf die entsprechenden Knöpfe drücken. Der Polizeichef von Kinshasa sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Roboter ein wichtiges Hilfsmittel für die Polizei sind. Die Roboter fordern schon durch ihre Größe mehr Respekt ein als ein Verkehrspolizist. Offiziellen Angaben zufolge starben seit 2007 2276 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Zehn-Millionen-Stadt.

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Robocop kriegt seinen Strom aus der Solarzelle.

Die englische Zeitung "The Guardian" berichtet, dass die Bevölkerung sehr positiv auf die Roboter reagiert und die neuen Metall-Verkehrspolizisten im Vergleich zu ihren 2013er-Modellen noch verbessert wurden. Fünf Exemplare wurden in die Katanga-Provinz versendet, Bestellungen für 30 weitere wurden bereits abgegeben. Konsturiert werden die Roboter übrigens von einer Gruppe namens Women's Technology, die sich ausschließlich aus afrikanischen Ingenierurinnen zusammensetzt. Falls Sie für ihren Privatweg auch einen Robocop ordern wollen: Ganz billig ist er nicht. Ein Exemplar kostet rund 25.000 Euro.

Autor: Jonathan Blum

Stichworte:

Verkehrssicherheit

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