Roboter Kuratas: Vorstellung

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Roboter Kuratas: Vorstellung

— 21.01.2015

"Kampfroboter" für jedermann

Ein japanisches Unternehmen bietet auf Amazon einen vier Meter großen Roboter an. Dazu wiegt der Kuratas fünf Tonnen. Sein Preis: 876.000 Euro.

Er ist ein Kindertraum: Ein gigantischer Roboter, knapp vier Meter hoch, fünf Tonnen schwer. Der Kuratas von der japanischen Firma Suidobashi Heavy Industry ist ein Spielzeug für große Jungs – und Mädchen. Für 120 Millionen Yen (umgerechnet rund 876.000 Euro) ist er auf der japanischen Seite von Amazon zu haben. Der Kuratas lässt sich via Joystick oder von außen mit einem iOS-Gerät lenken, die Handbewegungen des Fahrers werden mittels eines Handschuhs auf die mechanische Pranke des Roboters übertragen. Für diese Programmieraufgabe hat sich Erbauer Kogoro Kurada den Programmierer Wataru Yoshizaki ins Boot geholt. Die eigens für den Kuratas entwickelte Software "V-Sido" steuert die 30 Antriebselemente. Angetrieben von einem Dieselmotor, fährt der Koloss bis zu 10 km/h schnell und lässt sich hoch- und herunterfahren.



Der Einstieg ist abenteuerlich: Der Fahrer muss über die massiven Beine des Kuratas klettern, um in die Kabine zu gelangen. Die Front öffnet und schließt via Knopfdruck und gibt den Innenraum frei: ein Hightech-Paradies mit Bildschirmen und den Steuerungen für Räder und Arme. Die Arme allerdings müssen separat erworben werden, und die erst machen ihn zumindest optisch zu einer Kampfmaschine. Dazu bringt Kuratas zwei Waffensysteme mit: Einen äußerst kreativen Wasserflaschenwerfer und eine Maschinengewehr-Atrappe, die theoretisch bis zu 6000 Kugeln in der Minute verschießt. Der Clou: Das System kann einem Objekt automatisch folgen, ein Lächeln löst den Schuss aus. Das dürfte technisch zwar machbar, aber nicht ganz ernst gemeint sein. Der Kuratas ist an sich nämlich äußerst friedliebend. Die Grundidee sei es nämlich, sagte Erbauer Kogoro Kurada dem Online-Magazin "The Verge", dass Menschen in dem Roboter herumfahren und Spaß haben.

Leopard 2 A7 und weitere Kampfpanzer

Der Kuratas fährt bis zu 10 km/h schnell und lässt sich sowohl aufrecht als auch heruntergefahren bewegen.

©Suidobashi Heavy Industry/Facebook

Der Erbauer Kogoro Kurada ist japanischer Schmied und Künstler. Schon als Kind hatte er den Traum, dass sich in der Zukunft überall Roboter tummeln. Kein Wunder, denn spätestens seit Ende der Siebzigerjahre ist der Begriff Gundam nicht mehr aus der japanischen Gesellschaft wegzudenken. Dabei handelt es sich um ein Science-Fiction-Universum, in dem gigantische Roboter im Mittelpunkt stehen. Kurada selbst war Fan der Serie Votoms, baute zunächst ein kleines Modell, bevor er Kuratas erschuf – unterstützt von einigen Sponsoren.

Im Juli 2012 bekam das Unternehmen erstmals mediale Aufmerksamkeit, als es eine Webseite vorstellte, auf der sich Kunden für 1,35 Millionen Dollar einen Kuratas in ihrer Wunschkonfiguration zusammenstellen konnten. Der künstlerische Anspruch der Homepage und insbesondere des Videos zum Umgang mit einem Kuratas ist enorm:

3000 Bestellungen trudelten bei Kurada ein – um allesamt wieder storniert zu werden. "Die Leute hatten gedacht, es handele sich um einen Scherz", sagt der Schmied. Für ihn ist das Unternehmen ein erster Schritt zu einer Massenproduktion von Robotern, doch wirklich ernsthaft scheint er nicht mit einem Massenerfolg zu rechnen: Dazu ist der Kuratas einfach zu teuer.
Fotos: Suidobashi Heavy Industry/Facebook

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