Roding Roadster 23: Einzeltest

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Roding Roadster 23: Einzeltest

— 30.10.2013

Bayerischer Carbon-Renner in Fahrt

Der Roding Roadster 23 ist fein, selten und wird in der Oberpfalz gebaut. Mit 1106 Kilogramm Lebendgewicht und puristischer Anmutung soll er die Herzen einiger weniger Kenner gewinnen.

Die Zeiten für Kleinserienprojekte waren auch schon mal besser. Melkus hat die Segel gestrichen, Artega (der eigentlich nicht als Kleinserienhersteller antrat) ist tot, Gumpert hat die Kurve möglicherweise noch mal gekriegt. Doch in Bayern sollen die Uhren ja etwas anders gehen. Profitiert also der Roding Roadster möglicherweise von seiner Herkunft aus dem gleichnamigen Ort? Das muss er gar nicht, denn der Kohlefaserflitzer mit BMW-Technik ist nach Aussage von Roding-Geschäftsführer Robert Maier ein "Leuchtturmprojekt", quasi ein Nebenprodukt und Werbeträger für die dahinterstehende Stangl + Kulzer-Group.

Hintergrund: So testet AUTO BILD

Die 320 Turbo-PS haben mit den 1106 Kilogramm sehr leichtes Spiel.

Die beschäftigt sich ausgiebig mit der Fertigung von Präzisionsteilen und Leichtbaustrukturen für die Industrie und hat mit der Konstruktion des Roding Roadsters Neuland betreten. Am Anfang stand die Suche nach einer kostengünstigen Plattform aus Carbon, die sowohl für eine Kleinserienfertigung als auch für Forschungsprojekte einsetzbar ist. So nutzt etwa die Firma Siemens die Roding-Plattform als Versuchsträger für Radnabenmotoren. Der Roding unterscheidet sich also von den oben genannten Kleinserienprodukten in einem wesentlichen Punkt: Er muss nicht zwangsläufig Geld verdienen, um die Firma über Wasser zu halten.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Spartanisch, praktisch, gut. Der Schalthebel liegt perfekt zur Hand.

Der Roadster ist mit gemessenen 1106 Kilogramm ein Leichtgewicht. Die Fahrgastzelle etwa besteht aus 14 miteinander verklebten Einzelteilen, beginnt mit der A- und endet mit der B-Säule und bringt lediglich 75 Kilogramm auf die Waage. Davor und dahinter findet sich eine Alu-Spaceframe-Konstruktion. Der Kofferraum unter der Fronthaube ist mit 330 Litern so erstaunlich großzügig wie das gesamte Platzangebot des bayerischen Carbon-Renners. Durchaus keine Selbstverständlichkeit in dieser Klasse. Mit 189.400 Euro spielt der Bayer in der Ferrari- und Lambo-Liga. Doch dieser Schuh ist ihm definitiv zu groß.
Technische Daten Roding Roadster 23
Motor R6, Turbo
Hubraum 2979 cm³
kW (PS) bei 1/min 235 (320)/5800–6000
Nm bei 1/min 450/1300–4500
Getriebe 6-Gang manuell
Preise
Serienfahrzeug ohne Extras 189.400 Euro
Extras
Radsatz 19 Zoll 5.977 Euro
Sportsitze/Rennschalen Serie/4.900 Euro
einstellb. Rennsportfahrwerk 5.980 Euro
Carbon-Unterboden 8.760 Euro
Cockpit in Sichtcarbon matt 2.540 Euro
Klimaanlage 2.951 Euro
Preis Testwagen 200.819 Euro
Autor:

Ralf Kund

Fazit

Quer wie längs – dynamisch ist am Roding Roadster nichts auszusetzen. Ihn im Alltag als kommoden Gleiter zu nutzen, erfordert ein hohes Maß an Gelassenheit, denn der Bayer reizt zum Angasen. Sein Preis hebt ihn in höchste Sphären – und schürt hohe Erwartungen.

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