Rolls-Royce Cullinan (2018): Erlkönig

Rolls-Royce Cullinan Prototyp Rolls-Royce Cullinan Illustration

Rolls-Royce Cullinan (2018): Erlkönig

— 01.12.2016

Der Cullinan nimmt Form an

Auf vorherigen Fotos sah der Cullinan noch arg provisorisch aus, jetzt nimmt das Rolls-Royce-SUV Gestalt an. AUTO BILD hat neue Erlkönig-Bilder!

Rolls-Royce hat den neuen Projektstatus des Cullinan veröffentlicht. Die zwei Bilder eines getarnten Prototypen zeigen schon die Form des SUVs, wie es später auf die Straße kommt. Die kommenden Tests auf öffentlichen Straßen führen das Luxus-SUV an den Polarkreis und in den Mittleren Osten, wo es sämtlichen klimatischen Bedingungen ausgesetzt wird.
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Hinten soll das Rolls-SUV wahlweise über zwei oder drei Sitze verfügen.

Den Bau des Cullinan bestätigten die Rolls-Royce Manager Peter Schwarzenbauer und Torsten Müller-Ötvös im September 2015 in einem offenen Brief. Die Marke beschäftigt sich seit über zwei Jahren mit dem Projekt eines Super-Luxus-SUVs, das noch oberhalb des Bentley Bentayga positioniert werden soll. Schon der Deckname Cullinan – der größte je gefundende Diamant – unterstreicht den Anspruch der dritten RR-Baureihe. "Hier geht es nicht um einen besonders aufwendigen Ableger der X-Reihe", betont der Entwicklungsvorstand der BMW Group, Klaus Fröhlich. "Stattdessen entsteht ein eigenständiges Konzept mit markentypischem Design, herausragender Verarbeitung und souveränen Fahreigenschaften."

Bentley Bentayga (2015): Vorstellung



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Bentley setzt den Bentayga gegen den Cullinan. Der Rolls soll aber noch edler ausfallen.

Wie Ghost und Phantom soll auch das SUV in Goodwood endmontiert werden. Zu diesem Zweck wird die Kapazität im Stammwerk, wo aktuell 1500 Mitarbeiter tätig sind, erweitert – und zwar ohne dabei in die Fläche zu gehen. Rolls-Royce hat 2015 knapp über 3800 Fahrzeuge verkauft. Die dritte Baureihe dürfte das Volumen auf 6000 bis 7000 Einheiten erhöhen. "Hohe Stückzahlen sind für einen Hersteller wie uns kontraproduktiv," betont Müller-Ötvös. "Das gilt für uns genauso wie für Hermès, van Cleef oder Patek Phillipe. Deswegen wäre es ein strategischer Fehler, fünfstellig werden zu wollen." Mit dem Cullinan debütiert der erste Rolls mit Allradantrieb, aber nicht der letzte. Auch die Nachfolger von Ghost und Wraith werden als 4x4 verfügbar sein. Nur der Phantom bleibt aus Komfortgründen beim Hinterradantrieb.

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Das Lamborghini-SUV Urus soll vor allem sportliche Fahrer bedienen.

Während BMW auf einen immer leichteren Materialmix setzt, arbeitet RR an einer neuartigen Aluminium-Spaceframe-Architektur (ASF). Zu den Vorteilen dieser Lösung zählen Flexibilität, Verwindungsfestigkeit und Effizienz. Varianten und Kleinserien lassen sich so besser darstellen; außerdem schafft ASF eine klare Abgrenzung zum 7er und zum X7. Die Engländer entwickeln auf ASF-Basis einen markenspezifischen Baukasten mit eigenen Baugruppen wie besonders aufwändiger Sitzanlage, stärker dimensionierten Achsen und Luftfedern mit größerem Kammervolumen. Das neue Chassis ist ein absolutes Muss, denn die vom Vertrieb gewünschten 22-Zoll-Felgen lassen sich nur mit Hilfe extragroßer Raddurchmesser von bis zu 790 Millimeter realisieren. Das Rolls-Royce-SUV wendet sich an Kunden, denen ein langer Range nicht exklusiv genug und der Bentayga nicht opulent genug ist. Obwohl das gute Stück mit 5,50 Meter in keine Normgarage passt, verspricht das Management "90 Prozent der Off-Road-Fähigkeit eines Range Rover".

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Porsche Cayenne Turbo S Porsche Cayenne Turbo S Porsche Cayenne Turbo S

Der Porsche Cayenne Turbo S wurde gerade überarbeitet und ist mit 570 PS auch kein Schwächling.

"Meine Aufgabe ist es, für den besonderen Charakter dieses Wagens eine besondere Form zu schaffen,"sagt Chefdesigner Giles Taylor. "Dabei geht es vor allem darum, der Mühelosigkeit und Leichtigkeit der ebenso leisen wie zügigen Fortbewegung Gestalt zu verleihen. Das neue Modell – ich mag den Begriff SUV nicht – ist lang und hoch und funktional und aus jedem Blickwinkel sehr präsent. Die Frontpartie vermittelt bei aller Eleganz ein Gefühl der Unverwundbarkeit. Die Seitenansicht wirkt eher sportlich-lässig, doch das Heck sorgt mit seinen fast endlosen seitlichen Einzügen für eine ziemlich einmalige Optik. Innen ist mehr als genug Platz für die Familie, den Hund und für diverses sperrige Sportgerät." Im Gegensatz zum Bentley verzichtet der Herausforderer aus Südengland auf eine dritte Sitzreihe. Der Käufer hat stattdessen die Wahl zwischen vier Einzelsitzen und einem Fünfsitzer mit drei leicht erhöhten Logenplätzen im Fond. Man sitzt deutlich höher als im Phantom und genießt eine entsprechend ungestörte Rundumsicht.

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Wenn das nobelste SUV aller Zeiten Ende 2018 oder Anfang 2019 auf den Markt kommt, wird als einzige Motorisierung jener Zwölfzylinder lieferbar sein, den BMW eigentlich nur noch für Rolls-Royce hegt und pflegt. Die für Ghost und Wraith geplante Leistungssteigerung auf 694 PS hat allerdings keine Auswirkungen auf den Geländewagen, der auch mit 626 PS ausreichend gut im Futter steht. Statt mehr Power bietet das optimierte Aggregat der Baureihe N74 noch mehr Drehmoment – dem Vernehmen nach können der entsprechend verstärkten Achtgang-Automatik bis zu 1000 Nm zugemutet werden. Es wäre eine nette Geste, wenn die Techniker das Hubvolumen des V12 im Rahmen der nächsten technischen Überarbeitung von 6,6 Liter auf 6,75 Liter anheben würden – frei nach dem Motto "Tradition verpflichtet". Die Frage nach einem Rolls mit E-Antrieb hat der Markt im Nachgang der RR102 Studie bereits negativ beantwortet. Eine Hybrid-Variante könnte die betuchte Klientel schon eher goutieren, zumal im SUV auch genug Platz wäre für ein großes Batteriepaket. Trotzdem hält sich in der Zentrale die Begeisterung in Grenzen: "Der V12 Hybrid erscheint uns als Overkill, der V8-Hybrid mit BMW-Motor passt nur bedingt zur Marke."

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Autoren: Georg Kacher, Peter R. Fischer

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