Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé

Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé

Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé

— 02.01.2007

Phantom oben ohne

Die Studie 100EX kehrt zurück: Als Phantom Drophead Coupé geht der offene Rolls-Royce in Serie – und zielt auf den Bentley Azure.

Der Winter ist noch nicht einmal richtig in Fahrt gekommen, da weckt Rolls-Royce auf der North American International Auto Show in Detroit schon die Vorfreude auf die nächste automobile Open-Air-Saison: In Übersee präsentieren die Briten mit dem Phantom Drophead Coupé das zweite neue Modell nach der Übernahme durch BMW 1998. Und das wird vor allem die richtig gut betuchten Fans freuen, denn zur Erfüllung des offenen Traums dürfte bei einem Preis von 440.300 Euro ein extrem prall gefülltes Konto nötig sein. Der Rest freut sich über die wohl luxuriöseste Interpretation des Themas Cabrio.

Die Basis für den offenen Engländer bildet der Phantom mit verkürztem Radstand. Optisch nimmt das Drophead Coupé Anleihen bei der Studie 100EX, die 2004 vorgestellt wurde. "Einfach nur das Dach des Phantom abzunehmen, hätte ein schönes Cabriolet ergeben, aber eben kein perfektes. Beim Phantom Drophead Coupé konnten wir darüber nachdenken, was Offenfahren prinzipiell bedeutet – und was es spezifisch für Rolls-Royce bedeutet", erklärt Chefdesigner Ian Cameron. So ist jedes einzelne Exterieur-Bauteil des Autos eine Neuentwicklung, die zwar den grundsätzlichen Stil des Phantom beibehält, sich aber den Proportionen der kürzeren Karosserie anpasst. Und das sieht dann so aus: Die Front ist geprägt durch einen neuen Radiator-Kühlergrill, schlanke LED-Zusatzleuchten sitzen oberhalb der runden Hauptscheinwerfer, Teakholz deckt den Verdeckkasten ab, gebürsteter Edelstahl lässt Motorhaube und die A-Säule glänzen.

Vorfreude auf die Open-Air-Saison: Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé.

Den Antrieb des 5,60 Meter langen Viersitzers übernimmt der bekannte 6,75 Liter große V12 aus dem Hause BMW, der 460 PS leistet und 720 Newtonmeter Drehmoment in den Antriebsstrang schickt. Das reicht, um das 2,6 Tonnen schwere Dickschiff in weniger als sechs Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen. Damit die Frisuren der Herrschaften nicht allzu sehr durcheinander geraten, regelt die Elektronik den Vorwärtsdrang bei immer noch sehr ordentlichen 240 Sachen ab. Und wenn das sportliche Gleiten einmal durch ein plötzlich auftauchendes Hindernis gestört werden sollte, halten innenbelüftete Scheiben vorn (374 mm) und hinten (370 mm) sowie ein Notfall-Bremsassistent das Drophead Coupé im Zaum. Zusätzlich werden die Passagiere vorn durch den extrem verstärkten Scheibenrahmen geschützt, hinten sind ausfahrbare Überrollbügel verbaut.

Ein Mix edler Materialien verwöhnt die Passagiere im offenen Phantom.

Und innen? Selbstverständlich alles edel, wie es sich für ein Fahrzeug aus dem Hause Rolls-Royce gehört. Es regiert wie bei den Briten üblich Edelholz und Leder, das mit Metallapplikationen gemixt wird. Mehr als 350 Arbeitsstunden fließen in jedes Fahrzeug – die Fertigung des Motors nicht eingerechnet. Fast perfekt ist eben nicht gut genug, meint Rolls-Royce. Die Maxime des Firmengründers Sir Henry Royce gilt in Goodwood also noch unverändert: "Strebe in allem, was du tust, nach Perfektion." Das Phantom Drophead Coupé ist der nächste Versuch.

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