Rossin-Bertin Vorax: Vorstellung

Rossin-Bertin Vorax (2011) Rossin-Bertin Vorax (2011)

Rossin-Bertin Vorax: Vorstellung

— 30.12.2010

Samba für die Straße

Ein Supersportler aus Brasilien? Soll kommen. Von der Manufaktur Rossin-Bertin. Der Vorax will schon in einem Jahr Jagd auf Ferrari und Lamborghini machen. Die Power dazu liefert ein alter Bekannter.

Brasilien gilt bislang nicht eben als Wiege rassiger Supersportwagen. Doch eine kleine Firma unter Führung von Natolino Bertin Jr will das schon bald ändern. Mit dem Rossin-Bertin Vorax, der Ende 2011 die Liga der Superschnellen aufmischen will. Dazu hat sich der Brasilianer einen ehemaligen GM-Mann an den Zeichentisch geholt und ein Geschoss designen lassen, das den bösen Blick förmlich erfunden zu haben scheint. Ein gieriger Schlund wird flankiert von schmalen Scheinwerfern, betont von darunter liegenden, blau illuminierten Nebelleuchten. Sicken an der Seite und am Heck lassen den Vorax ausgesprochen aggressiv wirken. Der will kein Schönling sein, sondern protzen.

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Wirkt zerklüftet: Das Heck hat mehr Sicken als Jopi Heesters Falten.

Beim Motor setzt Bertin auf einen guten alten Bekannten: Der Fünfliter-V10 aus dem BMW M5 und M6 soll es richten. Samba trifft Weißwurst sozusagen. Weiß man in Brasilien nicht, dass BMW das 507 PS starke Aggregat mit Hochdrehzahl-Konzept gerade zugunsten eines 4,4-Liter-V8 aus dem Programm genommen hat, genau wie Wiesmann im GT MF5? Ziel bei Rossin-Bertin ist jedenfalls den V10 als Sauger auf 570 PS aufzublasen, was in Verbindung mit dem geringen Gewicht des Vorax zu brachialen Fahrleistungen führen soll: 3,8 Sekunden bis Tempo 100 und 330 km/h V-Max sind angestrebt. Der großzügige Einsatz von Karbon soll das Gewicht unter 1300 Kilo halten.

Satte 2449 PS: Getunte Vierer-Bande im Vergleich

Um auf entsprechende Stückzahlen zu kommen, ist auch eine Roadster-Varianate geplant.

Wem das noch nicht genug ist: Rossin-Bertin plant eine Kompressor-Version, die dann 750 PS ermöglichen soll und den Vorax zur rollenden Kanonenkugel macht: 3,6 Sekunden für den Standartspurt und 372 km/h Spitze, da kommen die meisten anderen Supersportler nicht mehr mit. Der Kunde soll zwischen einem Coupé und einer Roadster-Variante wählen können, damit der Vorax auf Stückzahlen von 500 bis 1000 Stück kommt. Denn der Flitzer soll sich ja auch für die Macher rechnen. Die stellen sich einen Einstiegspreis von etwa 400.000 Dollar vor, umgerechnet 290.000 Euro. Das sind fast 100.000 Euro mehr als für einen Ferrari 458 Italia mit 570 PS. Aber der ist auch längst nicht so exotisch wie ein Rossin-Bertin Vorax. Im Gegensatz zum Brasilianer existiert der allerdings nicht nur auf dem Reißbrett, sondern rollt bereits auf der Straße.

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