Rover 75 Tourer 2.0 CDTi Celeste

Rover 75 Tourer 2.0 CDTi Celeste Rover 75 Tourer 2.0 CDTi Celeste

Rover 75 Tourer 2.0 CDTi Celeste

— 12.05.2003

Reif von der Insel

Zwei Jahre nach dem Verkaufsstart des Tourer erhält der Engländer einen neuen Motor: Der Rover 75 dieselt ab sofort mit 131 BMW-PS.

British Design und bayerisches Herz

Mit dem Rover 75 ist es wie mit der Minzschokolade After Eight. Man sagt Seventy-five. Auch bei uns in Deutschland. Wie würde sich das anhören, wenn wir "nach acht" Schokolade essen, und ein Auto mit dem Namen "fünfundsiebzig" fahren? Ziemlich gewöhnlich, oder? Und das wird beiden nicht gerecht.

Das Design des Rover 75 Tourer ist nämlich mindestens so britisch wie die Queen, sein Interieur einladend wie ein Pub in London: mit schweren, grünen Ledersitzen, massiv glänzenden Türgriffen und mit falschen Antiquitäten im Armaturenbrett. Drehzahlmesser und Tachometer wirken wie ein gut kopiertes Altertümchen aus Omas Nachlass, mit hübsch geschwungenen Ziffern auf beiden Instrumenten – als hätten die Arbeiter im Werk von Longbridge jede Zahl mit Feder und Tusche selbst aufgetragen. Dazwischen sitzt der Bordcomputer (130 Euro), der den Fahrer mit roter Leuchtschrift unter anderem über Tageskilometer und Durchschnittsverbrauch informiert.

Very British das Design – very bayerisch der Motor: Den neuen 2,0-Liter-Common-Rail-Diesel mit 131 PS kaufen die Engländer bei BMW ein. Well done, Rover. Der Vierzylinder läuft so leise, dass der Fahrer an der Tankstelle für einen Moment zögert, ob er nun Benzin oder Diesel zapfen muss.

Technische Daten und Wertung

Das Fünfgangautomatikgetriebe (1637 Euro Aufpreis) harmoniert mit dem Motor wie fish and chips. Hier passt alles, die Schaltpunkte sitzen richtig. Mehr zulegen könnte der Tourer allerdings beim Kofferraum und beim Komfort. Von wegen Great Britain: Nur 400 Liter passen ins Gepäckabteil, beim A4 Avant 442 Liter.

Auch die Fondpassagiere klagen über wenig Platz. Die Rückbank ist zwar fast so breit wie ein Sofa, Menschen mit langen Beinen finden aber nur bei vorgeschobenen Vordersitzen eine würdige Haltung.

Bodenwellen oder Querfugen mag er auch nicht so recht. Die melden sich deutlich, der Seventy-five schwingt lästig nach. Ein dickes Manko: die geringe Zuladung von 320 Kilogramm. Das ist für einen Kombi viel zu wenig. Dafür hält er sich aber auch beim Preis zurück. Ein Audi A4 Avant TDI kostet mindestens 28.430 Euro, den gleich starken Tourer gibt es schon ab 26.995 Euro. Laut Liste. Beim Händler aber sicher noch viel günstiger, weil Rover nach dem Abnabeln von BMW um Vertrauen buhlt.

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