Rover-Krise

Rover-Krise

— 05.04.2005

Rover vor dem Aus?

Beunruhigende Meldungen in der britischen Presse: Die Übernahmeverhandlungen für Rover stehen still, die Rettung ist fraglich.

Die englische Regierung hatte Rover schon einen Überbrückungskredit von 140 Millionen Euro zugesagt, um den verlustreichen Autobauer bis zur geplanten Übernahme durch die Shanghai Automotive Industrial Corporation (SAIC) über Wasser zu halten. Jetzt sind die Verhandlungen mit dem chinesischen Staatsbetrieb erst einmal ergebnislos abgebrochen worden, wie britische Zeitungen melden. Grund: Die finanzielle Situation bei Rover sei weit schlimmer als befürchtet.

Selbst bei einem erfolgreichen Abschluß der Verhandlung könne die Zahlungsfähigkeit von Rover nicht garantiert werden, wird eine Quelle aus dem britischen Industrieministerium zitiert, das eine Delegation nach China geschickt hatte. Zudem sei die frühere Angabe, SAIC wolle 1,14 Milliarden Euro bei MG Rover investieren, zu hoch gegriffen. Für den englischen Autobauer könnte das Abspringen des potentiellen Partners aus Fernost das endgültige Aus bedeuten.

Die Shanghai Automotive Industrial Corporation wäre mit einem Ausstieg – wenn auch vor dem Einstieg – in bester Gesellschaft: Bereits die Übernahme durch BMW war 2000 gescheitert, als die Münchner den Verlustbringer Rover wieder verkauften.

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