Rover-Krise

Rover-Krise

— 08.04.2005

Amtlich: Rover ist pleite

Das Aus kommt nicht berraschend: Nach Angaben der britischen Regierung hat Rover Insolvenz angemeldet.

Nachdem seit gestern bereits die Bnder bei Rover stillstehen, hat die britische Regierung nun das endgltige Aus des englischen Autobauers bekanntgegeben. Industrieministerin Patricia Hewitt teilte heute in London mit, der Konzern habe Insolvenz angemeldet, obwohl man "von Seiten der Regierung alles getan habe, um Rover zu retten".

Englischen Medienberichten zufolge habe sogar Tony Blair persnlich mit der chinesischen Regierung gesprochen, um fr einen Einstieg der Shanghai Automotive Industrial Corporation bei Rover zu werben. Auch ein berbrckungskredit in Hhe von 140 Millionen Euro war in Aussicht gestellt worden. Dazu htten die Gesprche mit dem chinesischen Autobauer erfolgreich verlaufen mssen. Die waren aber bereits am Mittwoch aufgrund der finanziellen Situation bei Rover ergebnislos abgebrochen worden.

Kurz nach Bekanntwerden der Insolvenz gab es noch Dementis aus dem Hause Rover. So sagte ein Sprecher des Unternehmens, der angebliche Konkursverwalter sei ein Finanzberater. Offensichtlich nur ein Tuschungsmanver, wie sich spter herausstellte. Um vor allem die 10.000 Arbeiter bei den Zulieferern vor den Auswirkungen der Rover-Insolvenz zu schtzen, bereitet die britische Regierung ein Nothilfepaket in Hhe von knapp 60 Millionen Euro vor. Was aus den 6000 Rover-Beschftigten in den Werken Birmingham und Longbridge wird, ist noch unklar. Was mittelfristig auf die Halter der Fahrzeuge zukommt (Ersatzteilversorgung, Kundenservice), wohl auch.

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