Rover-Krise

Rover-Krise

— 11.04.2005

Eine Woche Atempause

Premier Tony Blair pumpt Rover 6,5 Millionen Pfund und rettet tausende Arbeitsplätze. Für eine Woche.

Ob´s hilft? Ein Kredit der britischen Regierung in Höhe von 6,5 Millionen Pfund (knapp 9,5 Millionen Euro) soll dem zahlungsunfähigen Autobauer MG Rover helfen, die Löhne der laufenden Woche zu bezahlen.

Inzwischen haben die Insolvenzverwalter das ganze Ausmaß der Krise enthüllt. "Die Gruppe verliert jeden Monat 20 bis 25 Millionen Pfund" (29 bis 36 Millionen Euro), sagte Ian Powell von PriceWaterhouseCoopers. Durch den Kredit habe Rover lediglich eine "Atempause" von einer Woche. Pläne, die Autoproduktion wieder aufzunehmen, gebe es zurzeit nicht.

Powell will in den nächsten Tagen die Übernahmegespräche mit der chinesischen Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) wieder in Gang bringen, doch die Chancen dafür stehen nicht gut. Ein SAIC-Sprecher sagte der "Times": "Es ist höchst unwahrscheinlich, daß SAIC irgendwelche Verhandlungen eröffnen kann, solange MC Rover insolvent ist." Für den Generalsekretär der Verkehrs- und Allgemeinen Arbeiter-Gewerkschaft Tony Woodley sind die Chinesen "Rovers einzige Hoffnung".

Unterdessen wurde Rover zum Thema im britischen Wahlkampf. Der konservative Oppositionsführer Michael Howard warf Premierminister Tony Blair vor, sich "viel zu spät eingeschaltet" zu haben. Blair sagte, die Industrie sei für Großbritannien trotz aller Bedeutung des Dienstleistungssektors "von entscheidender Wichtigkeit". Weitere finanzielle Zusagen machte er aber nicht.

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