Rover-Krise

Rover-Krise

— 19.04.2005

Blair sucht BMW-Milliarden

Die britische Regierung will die Bilanzen von Rover prfen wo sind die BMW-Investitionen geblieben?

Bse Gerchte ber "schwarze Lcher"

Nach der Pleite des britischen Autobauers Rover will die Regierung von Tony Blair wissen, "was mit dem ganzen Geld und den ganzen Vermgenswerten passiert ist, die von BMW zur Verfgung gestellt wurden". Das sagte Industrieministerin Patricia Hewitt.

Der bayerische Konzern hatte in den neunziger Jahren mehr als vier Milliarden Euro in seine englische Tochter gesteckt, bevor er Rover im jahr 2000 fr symbolische zehn Pfund an das Phoenix-Konsortium verkaufte. Die Mitglieder dieses Konsortiums stehen jetzt im Mittelpunkt der Kritik. Rover-Chef John Towers und die anderen Phoenix-Mitglieder bestreiten, das Unternehmen geschrpft zu haben.

Towers sagte, er sei das Opfer einer "Rufmordkampagne". Medienspekulationen "ber sogenannte Unregelmigkeiten und schwarze Lcher" seien "lcherlich". Industrieministerin Hewitt sagte jedoch, es sei kaum einzusehen, da die vier Besitzer mit gefllten Taschen davongingen, obwohl Rover immer nur Verlust gemacht habe. Nach Medienberichten haben sie sich etwa 60 Millionen Euro gezahlt.

Ersatzteil-Lieferung ist gesichert

Am Rover-Werk in Longbridge sorgte die Ankndigung fr groe Aufregung. Dort versammeln sich immer wieder Abgestellte , die in den kommenden Tagen mit ihrer Entlassung rechnen mssen. Die mit der Abwicklung beauftragte Beratungsgesellschaft Price Waterhouse Coopers hat angekndigt, da zunchst 5000 der 6000 Angestellten ihre Stelle verlieren. Die verbliebenen Arbeiter sollen unfertige Fahrzeuge zusammenbauen.

Angeblich sollen selbst langjhrig Beschftigte nur eine Abfindung in Hhe von 4000 Pfund (5900 Euro) erhalten. Zudem ist eine erhebliche Krzung bei den Rentenzahlungen zu befrchten. Auch mehr als 15.000 Menschen aus der Zuliefererindustrie bangen um ihren Job. Das Rover-Management hatte eine schnelle Zerschlagung des Unternehmens angekndigt, um finanziell noch so viel wie mglich fr die Mitarbeiter herauszuholen.

Trotz des zusammengebrochenen britischen Mutterhauses sei die Lieferung von Ersatzteilen fr Fahrzeuge der Marken MG und Rover in vollem Umfang gewhrleistet. Das versicherte der Geschftsfhrer von MG Rover Deutschland, Jrgen Voss. Das Ersatzteilgeschft sei im vergangenen Jahr von Caterpillar bernommen worden und nicht von der Insolvenz betroffen. Zudem werden bereits produzierte Neuwagen noch an die Kunden ausgeliefert.

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