RS-Racingteam M3/BMW M3 CRT: Vergleich

— 07.08.2012

Tuning-M3 gegen Serien-CRT

Der RS-M3 wiegt knapp 200 Kilo weniger als ein Serien-M3. Reicht das, um den ebenfalls erleichterten und zudem gestärkten BMW M3 CRT auf und neben der Rennstrecke zu überholen?



Clubsport auf höchstem Niveau – damit wirbt die Firma RS-Racingteam. Heißt übersetzt: Rennwagen mit Straßenzulassung. Keine halben Sachen; nicht nur Sportreifen, üppiger Turbo und dicke Rohre am Heck. Das Racingteam geht bei seinen Umbauten vor, als wolle man einen Pistenboliden aufbauen. Nur dass am Ende Kennzeichen mit TÜV-Stempel angeschraubt werden. Erstes Projekt ist eine weiße M3-Limousine. AUTO BILD SPORTSCARS hat die mattgraue CRT-Limo bereits ausgiebig erprobt und kommt zu dem Ergebnis: Eine bessere, schnellere M3-Limousine kann es eigentlich nicht geben. Der harte Vergleich auf dem Track soll es nun klären. Bevor die Motoren die optimale Temperatur für den Sekundenkampf erreicht haben, stellen wir die beiden Kontrahenten näher vor.

Überblick: Alle News und Tests zum BMW M3

Das Fahrwerk ist perfekt austariert, die Federwege und Dämpferkennlinien generieren viel mechanischen Grip.

RS-Racingteam M3 Beginnen wir beim Tuner. Seit Jahren bauen die RS-Macher Christian Göbel und Sven Rau Rennwagen und setzen diese erfolgreich im Langstreckenpokal auf der Nordschleife ein. Ihr Können wollen die beiden nun auf Straßenfahrzeuge übertragen, Tuning kommt schließlich aus dem Motorsport. So hat das RS-Racingteam auch beim ersten Kandidaten, dem RS-M3, klassisch angefangen. Zunächst zerlegte man eine M3-Limousine in ihre Einzelteile, danach wurde eine DMSB-zertifizierte, geschweißte Sicherheitszelle von Wiechers eingesetzt. Unterm Blech ist ein Bilstein B16 PSS10 (zehnfach einstellbar) installiert. Die Originalbremsen verfeinert der Tuner mit Ferodo DS Performance-Belägen und Stahlflexleitungen. Dem serienmäßigen 4,0-Liter-V8 wurden Hydro-Motorlager spendiert.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Der CRT grunzt, schnorchelt, röhrt und brüllt in bester Rennwagenmanier.

BMW M3 CRT Das Kürzel CRT steht für Carbon Racing Technology. Der Name ist Programm. Motorhaube und die vorderen Sitzschalen sind aus einem neuartigen Carbon-Zellstoffwaben-Geflecht hergestellt. Allein die Haube ist bereits rund fünfzig Prozent leichter als das Aluminiumpendant des normalen M3. Dem RS-M3 hat der CRT 30 PS und 40 Newtonmeter voraus. Diese Mehrleistung schöpft er aus einem von 4,0 Liter auf 4,4 Liter vergrößerten V8. Ein starr verschraubter Hinterachsträger sowie ein Gewindefahrwerk sind ebenso Bestandteil des CRT-Konzepts wie die Hochleistungsbremse mit vergrößerten Scheiben in gewichtsoptimierter Compound-Bauweise samt Sechs-Kolben-Festsätteln. Beide M3 versprechen somit reichlich Fahrspaß – was schon die ersten Performance-Prüfungen bestätigen. Wie der Vergleich letztendlich ausgeht, erfahren Sie in der Bildergalerie.
Technische Daten BMW RS-Racingteam
Motor V8 V8
Hubraum 4361 cm³ 3999 cm³
kW (PS) bei 1/min 331 (450)/8300 309 (420)/8300
Nm bei 1/min 440/3750 400/3900
Messwerte
0-100/0-200 km/h 4,3s/14,7s 4,8s/16,1s
Testverbrauch (auf 100 km) 14,4 l Super Plus 13,4 l Super Plus
Höchstgeschwindigkeit 290 km/h 299 km/h
Preise
Tuning
Differenzialkühlung - 2.980 Euro
Ölkühler für Getriebe - 840 Euro
Gewindefahrwerk Serie Serie (im Komplettpreis dabei)
Überrollkäfig - Serie (im Komplettpreis dabei)
Sportsitze (nur für Track) - Serie (im Komplettpreis dabei)
Radsatz 19 Zoll Serie Serie (im Komplettpreis dabei)
Preis Testwagen (gewertet) 130.000 Euro 105.800 Euro

Leichtathleten

Der vollständige Artikel ist ab sofort in unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.
BMW M3 CRT (Typ E90), BMW RS-Racingteam M3 (Typ E90)

Veröffentlicht:

09.07.2012

Preis:

1,00 €

Autor:

Guido Naumann

Fazit

So knapp wie auf dem Hockenheimring geht es auch beim Endergebnis zu. Der M3 CRT holt sich den Sieg mit mehr Power und viel Rennstreckentalent. Der RS-Racingteam 3er ist auf der Rennstrecke eine Wucht, liegt gleichauf mit dem Werksauto. Nur die eingeschränkte Alltagstauglichkeit kostet ihn am Ende den Sieg.



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