Rückblick: BMW in der Formel 1

Rückblick: BMW in der Formel 1

— 29.07.2009

Weiß-Blaue Renngeschichte

Das Engagement von BMW als Formel-1-Team ist zum Ende der laufenden Saison Geschichte. In den Achtzigern waren die Münchner als Motorenlieferant tätig, 2000 erfolgte der Wiedereinstieg. Ein Rückblick.

2009 ist für BMW als eigenständiges Formel-1-Team Schluss – das Unternehmen vollzieht einen Strategiewechsel, der Einsatz in der Königsklasse ist Geschichte. Eine Geschichte, die vor fast 29 Jahren begann: Am 24. April 1980 gab BMW das erste Engagement des Unternehmens in der Formel 1 bekannt. Paul Rosche konstruierte aus einem Vierzylinder-Serienblock ein auf 1,5 Liter Hubraum gequetschtes Hightech-Triebwerk. Mit Spezial-Kraftstoff und Turbolader leistete der erste BMW-Formel-1-Motor damals 650 PS. Später wurden durch immer größere Ladedrücke bis zu 1400 PS daraus. Knapp zwei Jahre später, am 23. Januar 1982, starteten Nelson Piquet und Riccardo Patrese beim Saisonauftakt in Kyalami auf ihren Brabham-BMW aus der ersten Reihe. Beide schieden an jenem Tag jedoch früh wegen Unfalls bzw. Ölverlusts aus.

1983: erster BMW-Titel nach 630 Tagen Einsatz in der Formel 1

Geschafft! Nelson Piquet überquert die Ziellinie beim Großen Preis von Südafrika 1983 und holt sich den Titel.

Bereits am 13. Juni 1982 gelang Piquet mit dem neuen Motor der erste Sieg. Ein Jahr später, nach 630 Tagen Einsatz in der Formel 1, war es geschafft: Der Brasilianer feierte im Brabham mit BMW-Power im Heck den zweiten WM-Titel seiner Karriere. 1984 langte es allerdings nur für Rang fünf, ebenfalls mit BMW-Motoren waren in dieser Saison Manfred Winkelhock und Gerhard Berger (ATS-BMW) unterwegs. Der Österreicher wurde 1986 bestplatzierter BMW-Pilot und beendete die Saison als WM-Siebter. Im selben Jahr errang Berger den letzten Sieg für die BMW-Vierzylinder. Ende 1987 wurde der Bau der bayrischen Renn-Triebwerke eingestellt – die Turbo-Ära der Formel 1 war Geschichte.

Seit 2006 als eigenständiger Rennstall unterwegs

2003: Juan Pablo Montoya freut sich über den Sieg im Asphaltdschungel von Monaco.

Zehn Jahre später gibt BMW auf der Frankfurter IAA 1997 bekannt, zur Saison 2000 mit einem neu entwickelten V10-Saugmotor wieder in die Formel 1 einzusteigen – die Münchner sind zurück in der Königsklasse. Mit den ersten Testfahrten am 1. Dezember 1999 beginnt die Geschichte des BMW WilliamsF1-Teams. Insgesamt zehn Siege feierte man gemeinsam mit dem englischen Rennstall – das große Ziel, die Fahrer- und Konstrukteursmeisterschaft zu gewinnen, wurde jedoch nicht erreicht. 2005 kaufte BMW für rund 80 Millionen Euro das Schweizer Sauber-Team und war ab 2006 als eigenständiger Rennstall BMW-Sauber in der Königsklasse unterwegs. Nach ständigen Verbesserungen gelang im vorigen Jahr durch Kubica beim Großen Preis von Kanada in Montreal der erste, bislang aber einzige Sieg. In dieser Saison fahren die Weiß-Blauen, immerhin Dritter der Konstrukteurs-WM 2008, aber den eigenen Zielen hinterher. Mit lediglich acht Punkten belegt der Rennstall nur den drittletzten Platz der WM-Wertung anstatt wie geplant um den Titel zu fahren.

Mehr zur Historie von BMW in der Formel 1 gibt's in der Bildergalerie!

Autor: Jan Kretzmann

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