Rückgabe vom Leasing-Auto

— 07.05.2004

Ende voller Schrecken

Geht der Leasingwagen zurück, überraschen oft große Rechnungen für die Beseitigung der Gebrauchsspuren.



Ein Auto, eine Rate – davon träumen Leasingnehmer. Doch nach der Rückgabe kommt es oft anders, nicht selten legt die Bank eine große Abschlussrechnung vor. Meist geht es um Schäden am Auto oder zuviel gefahrene Kilometer.

Klar, dass Blechbeulen den Wert mindern. Der Leasinggeber kalkuliert konsequent auf der Grundlage von Preisen der Markenbetriebe. Um Ärger bzw. Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, ein paar Wochen vor der Fahrzeugübergabe mit dem Auto zum Händler zu fahren und gemeinsam die Schäden zu begutachten.

Ein erster Kostenvoranschlag nennt die zu erwartenden Preise, ein freier Karosseriebauer liefert danach sicher gern eine Alternative. Kleine Beulen kann im Übrigen auch der "Dellen-Doktor" preiswert reparieren. In Heft 30/02 bereinigte er für 100 Euro einen Schaden, der vom Marken-Meister mit 350 Euro kalkuliert worden war.

Überblick: Alles zum Thema Leasing

Weitere Streitpunkte bei der Leasing-Rückgabe sind abgefahrene Reifen und beschädigte Frontscheiben: An modernen Fahrzeugen wird das Glas in die Karosserie geklebt, Tausch kommt teuer. Steinschläge können unter Umständen repariert werden, der Schaden darf aber nicht älter als drei Monate sein und vor allem nicht im Sichtfeld des Fahrers liegen.

Für Reifen gilt: Erst den Preis beim Händler erfragen, danach ruhig mal bei einem Discounter reinschauen. Die Differenzen sind oft erheblich. Aber Vorsicht: Hinter dem Niedrigpreis verbirgt sich oft ein Billigprodukt, meist die Zweitmarke eines prominenten Herstellers. Doch solange Profil und Dimension stimmen, spricht nichts gegen das Schnäppchen. 86 Euro verlangt unser VW-Händler für den billigsten Markenreifen der Dimension 195/65-15, bei ATU kostet der günstigste (Barum-)Gummi 52 Euro. Einen schnellen Überblick bietet auch der Internetdienst www.reifendirekt.de.

Oft unterschätzt man die Kilometer- Fahrleistung und bekommt am Ende der Leasing-Laufzeit die große Rechnung präsentiert. Seriöse Leasinggeber rechnen jeden Kilometer genau zu einem im Vertrag festgelegten Preis ab, auf Rundungen sollte sich also kein Leasingnehmer einlassen. Keinesfalls sollten Sie den Tacho manipulieren, denn beim Nachweis eines Missbrauchs durch den Leasinggeber ist der Weg zur Betrugsanklage nicht weit. Besser ehrlich bleiben, sparen und den vorgesehenen Betrag bezahlen.

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