Honda Jazz 1.4

Rückruf Honda (Japan/USA/Kanada)

— 10.02.2010

Tod durch Airbag

Honda ruft in Japan und Nordamerika 437.763 Autos wegen eines defekten Fahrer-Airbags in die Werkstatt – darunter auch Accord und Civic. In Deutschland müssen 73 Importfahrzeuge zum Check.

(dpa) Nach Toyota holt auch Honda weltweit Hunderttausende Autos in die Werkstätten zurück. Wegen fehlerhafter Airbags werden insgesamt 437.763 Autos mehrerer Modellreihen wie Accord und Civic aus den Baujahren 2001 und 2002 zurückgerufen, die meisten davon auf dem wichtigen US-Markt, wie das Unternehmen am 10. Februar 2010 bekanntgab. In Europa seien keine Serienfahrzeuge betroffen, da der Airbag-Typ hier nicht zum Einsagtz komme, betonte Honda. Trotzdem müssen in Deutschland immerhin 73 Autos in die Werkstatt – ein Honda-Sprecher erklärte am 10. Februar in Offenbach, dass es sich dabei ausschließlich um Importe für Angehörige der US-Truppen handele. Bei den zurückgerufenen Fahrzeugen müsse der Airbag-Auslöser auf der Fahrerseite ausgetauscht werden, hieß es. Als Folge des Defektes könne der Airbag-Auslöser bei einem Aufprall einen so hohen Druck aufbauen, dass sein Gehäuse zerbricht und Insassen durch herumfliegende Teile verletzt oder getötet werden.

Zur Sonderseite Toyota-Rückruf

Bislang sind dem Unternehmen in den USA zwölf entsprechende Fälle bekannt. Bei einem sei ein Mensch ums Leben gekommen, hieß es. Honda hatte deshalb bereits im November 2008 insgesamt 4205 Fahrzeuge, davon 3940 in den USA, und im Juli 2009 weitere 510.150 Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen, 443.727 davon in den USA. Bei dem nun erweiterten Rückruf sind allein auf dem wichtigen US-Markt 378.758 Autos betroffen. Hinzu kommen 41.685 in Kanada, 4042 in Japan und 13.278 in anderen Ländern, wie Honda weiter mitteilte.

Von der Aktion sind die Modellreihen Accord, Civic, Odyssey, Pilot, CL und CR-V sowie einige Acura-TL-Modelle betroffen. Hinzu kommen in Japan die Modellreihen Inspire, Saber und Lagreat. Die Ankündigung erfolgte am Tag, nachdem Toyota wegen Bremsenproblemen den Rückruf von 437.000 Hybriden, darunter den neuen Prius, bekannt gegeben hatte. Zuvor hatte Toyota bereits acht Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten in die Werkstätten rufen müssen.

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