Rückruf-Konsequenzen bei Mercedes

Rückruf-Konsequenzen bei Mercedes

— 07.06.2005

DaimlerChrysler geht fremd

Der amerikanische Zulieferer Delphi hat von Mercedes-Benz einen Großauftrag für Diesel-Einspritzsysteme erhalten. Pech für Bosch.

Die Mercedes-Benz-Mutter DaimlerChrysler zieht ihre Konsequenzen aus einer unangenehmen Rückrufaktion im Frühjahr 2005. Damals brachten fehlerhafte Dieselpumpen von Bosch die Autoproduktion für mehrere Tage zum Stillstand.

Delphi werde für eine zukünftige Motorenbaureihe von Mercedes-Benz das komplette Common-Rail-Einspritzsystem mit elektronischer Motorsteuerung entwickeln und liefern, teilte Delphi Deutschland mit. Damit betraue DaimlerChrysler erstmalig einen Zulieferer mit der gesamten Entwicklungs- und Systemverantwortung inklusive Software und Kalibrierung, heißt es bei Delphi. Die Amerikaner stärkten damit hinter Bosch ihre Position als Nummer zwei im weltweiten Markt für Dieseleinspritzsysteme.

"Wir sind hocherfreut, daß uns DaimlerChrysler als Lieferant ausgewählt hat", sagte der Präsident des Geschäftsfelds Energy & Chassis, Guy Hachey. Das von DaimlerChrysler und Delphi gemeinsam entwickelte Einspritzsystem ermögliche hohe Einspritzdrücke und steigere den Wirkungsgrad. Der Konzern sei nach GM zweitgrößter Delphi-Kunde.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.