Funktüröffner

Ruhr-Universität Bochum

— 01.04.2008

Funktüröffner für Autos geknackt

Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben die auf der KeeLoq RFID-Technologie basierenden Funktüröffnungssysteme geknackt. Auch Garagentoröffner können gehackt werden.

Dank neuester kryptanalytischer Methoden haben Mitrabeiter des Lehrstuhls für Kommunikationssicherheit der Ruhr-Uni Bochum Funktüröffner von Autos und Gebäuden gehackt. Die Geräte basieren auf der weit verbreiteten KeeLoq RFID-Technologie. Diese Technik findet auch bei Garagentoröffnern und in der Ersatzteilsicherung Verwendung. "Die Schwachstelle ermöglicht es Unbefugten, sich aus 100 Metern Entfernung Zugang zu den gesicherten Fahrzeugen und Gebäuden zu verschaffen, ohne Spuren zu hinterlassen", erklärt Prof. Dr.-Ing. Christof Paar, Leiter des Lehrstuhls. Beide Seiten, Sender (Schlüssel) und Empfänger (Auto), verschlüsseln ihre Funk-Kommunikation mit der KeeLoq-Chiffre.

Öffnen und schließen möglich

Die Angriffe der Bochumer Gruppe ermöglichen die Rückgewinnung des geheimen Schlüssels sowohl auf der Sender- als auch auf der Empfängerseite, durch die Messung der elektrischen Energie, die die Geräte verbrauchen. "Das Abfangen von nur zwei Nachrichten erlaubt es Unbefugten, einen Schlüssel zu kopieren und sich Zugang zu Auto oder Haus zu verschaffen", erläutert Paar. Überdies könne das Fahrzeug oder die Garage auch so manipuliert werden, dass die normalen Sender nicht mehr funktionieren und dem rechtmäßigen Besitzer der Zugang verwehrt wird.

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