Rund um den Auspuff

Rund um den Auspuff Rund um den Auspuff

Rund um den Auspuff

— 01.12.2004

Ein teures Ende

Der Auspuff fällt meist erst auf, wenn er laut wird. Dann ist es bereits zu spät, ein neuer muß her. Und der kann richtig ins Geld gehen.

Kurzstrecken sind der größte Auspuffkiller

Meistens kommt das Ende mit Schrecken: Dann wird es plötzlich furchtbar laut unterm Auto, oder der Auspuff schleift gar funkensprühend über den Asphalt. Spätestens jetzt weiß der Fahrer: Er hat sich zuwenig um seine Abgasanlage gekümmert. Denn das fahrzeugeigene Entsorgungsunternehmen zerstört sich nicht schlagartig, sondern schleichend. Wobei gegen Naturgewalten wenig auszurichten ist, denn um Regen oder Streusalz können höchstens Oldtimer-Sammler einen Bogen machen.

Aber jeder Autofahrer kann das Gammeln von innen verlangsamen. Das Rezept ist ganz einfach: Kurzstrecken meiden! Denn dabei erwärmt sich die Anlage nicht genügend, in den Schalldämpfern staut sich Kondenswasser pro verbrauchtem Liter Benzin ein Liter Wasser. In Verbindung mit den Abgasen bilden sich daraus schwache Säuren, die den Blechmantel der Auspufftöpfe anfressen.

Allerdings sind vor allem Auspuffanlagen moderner Autos inzwischen sehr widerstandsfähig gegen Korrosion. Viele Hersteller fordern von ihren Auspuff-Zulieferern zumindest für die innere Hülle ihrer doppelwandigen Schalldämpfer Edelstahl als Material; für die Außenhülle kommt, je nach Preislage, aluminiumbeschichtetes Stahlblech oder Edelstahl zum Einsatz.

Kfz-Steuern sparen durch Upgrade-Kat

Solche Endtöpfe in Erstausrüsterqualität sind allerdings recht teuer, als Originalteil unter 250 Euro nicht zu kriegen. Im freien Handel oder bei den großen Werkstatt-Ketten wie ATU und Pit-Stop läßt sich mancher Euro sparen. Allerdings gibt es große Unterschiede (siehe Tabelle unten) . Auf dem freien Zubehörmarkt werden ebenfalls unterschiedliche Qualitäten angeboten.

Für den Golf III beispielsweise sind drei auf dem Markt: Die schlechteste übersteht nur mit Mühe die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren und paßt auch nur mäßig; die beste hält erfahrungsgemäß fünfmal so lang, kostet aber auch das 2,5fache. Da kommt es dann darauf an, wie lange das Auto überhaupt noch fahren soll. Die Frage stellt sich auch, wenn nicht nur der Endschalldämpfer, sondern die ganze Anlage verrottet oder womöglich gar der Kat austauschreif ist. Dann lohnt es sich, nachzusehen, ob nicht ein Upgrade-Kat verfügbar ist.

Den gibt es für Diesel und Benziner, er kann die Schadstoffklasse um ein bis zwei Euronorm-Stufen verbessern und so richtig Kfz-Steuern sparen. Gleiches gilt bei Dieselmotoren für den Rußfilter, der voraussichtlich ab nächstem Jahr mit 300 Euro staatlich gefördert wird und schon jetzt bei Twin-Tec zu haben ist. Wird er zusammen mit einer neuen Komplettanlage montiert, fällt zudem nur einmal Arbeitslohn an. Und es dauert wieder eine ganze Weile, ehe sich der Auspuff erneut zu Wort meldet.

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