Die Schnellsten auf der Nordschleife

Porsche 918 Spyder

VW Golf GTI Clubsport S auf der Nordschleife

— 09.12.2016

Rekordzeiten auf dem Ring

Der Golf GTI Clubsport S war auf der Nordschleife so schnell wie kein anderer Fronttriebler. Auch der Mercedes-AMG GT R schaffte eine Top-Zeit.

Und wieder eine Rekordzeit von der berühmten Nordschleife des Nürburgrings: Der VW Golf GTI Clubsport S düste mit Rennfahrer Benjamin Leuchter am Steuer in 7:47,19 Minuten durch die Grüne Hölle – nach VW-Angaben so schnell wie noch kein anderer Fronttriebler. Bei acht Grad Außentemperatur und idealen Bedingungen verbesserte der limitierte Clubsport seine eigene vorherige Marke aus dem Mai 2016 demnach um rund zwei Sekunden. Hier gibt's die Rekordhatz im Video:

VW Golf GTI Clubsport S (2016): Fahrbericht

AMG GT R fährt auf Gesamtplatz vier

Bei der Rekordfahrt soll der Porsche 918 Spyder mit den serienmäßigen Michelin-Reifen unterwegs gewesen sein.

Noch deutlich schneller als der 310 PS starke Power-Golf war unlängst ein Mercedes-AMG GT R. Mit Vierliter-V8-Biturbo, 585 PS und Hinterradantrieb jagte er in 7:10,92 Minuten über die Nordschleife. Ein klasse Einstand für das neue AMG-Topmodell, allerdings nicht schnell genug, um die Bestmarke in der Kategorie "Serienfahrzeuge mit weltweiter Straßenzulassung" zu steigern. Diesen Rekord hält nach wie vor der Hybridsportler Porsche 918 Spyder mit 6:57 Minuten, aufgestellt am 4. September 2013, fast parallel zu seiner Vorstellung auf der IAA 2013. Und nicht nur das, erstmals wurde dabei auch die Sieben-Minuten-Schallmauer unterboten. Am Steuer saß Marc Lieb, auch die weiteren Testfahrer Timo Kluck und Ex-Rallye-Weltmeister Walter Röhrl blieben nach Angaben von Porsche unter Aufsicht objektiver Beobachter unter der Bestzeit des damaligen Rekordhalters Gumpert Apollo (7:12 Minuten). Die beiden 887 PS starken 918 Spyder waren mit dem optionalen "Weissach-Paket" ausgestattet und sollen auf den serienmäßigen, jedoch speziell für den 918 Spyder entwickelten Michelin-Reifen unterwegs gewesen sein.

Mercedes-AMG GT R (2016): Vorstellung

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Huayra röhrt für den Ring-Rekord

Zuletzt blies Pagani Huayra auf dem Nürburgring mächtig die Backen auf. Mit lautem V12-Getöse, einer Fahrt wie auf Schienen und vor allem mächtig Speed düste der italienische Supersportler auf einer Testfahrt durch die Grüne Hölle. Zu sehen ist ein Huayra BC (benannt nach dem ersten Pagani-Kunden Benny Caiola) mit 800 PS im 6,0-Liter-Biturbo von AMG, 1000 Nm Drehmoment, sequenziellem Siebengang-Getriebe, einem aktiven Differenzial und Hinterradantrieb. Sein Ziel: der Rundenrekord auf der legendären Nordschleife und damit der Schubs des Porsche 918 Spyder vom Thron. Ob's gelingt? Schwer zu sagen. Gegen den Italiener sprechen 87 fehlende PS, für ihn 425 Kilogramm weniger auf den Rippen.
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Weitere Rekordler: Ein "Stier" und "Godzilla"

Mit in der Bestenliste: ein Lamborghini Aventador LP 750-4 Super Veloce.

Als bislang zweitbeste Zeit für Serienautos auf der Nordschleifen gelten die 6:59,73 Minuten eines Stiers. Ein Lamborghini Aventador 750-4 "super Veloce" düste am 18. Mai 2015 mit dem Italiener Marco Mapelli hinterm Steuer und vor allem 750 PS in einem 6,5-Liter-V12-Mittelmotor unterm Blech über die 20,832 Kilometer. Auf Platz drei folgt eine echte Supercar-Legende: der Nissan GT-R Nismo. 550 Serien-PS reichten "Godzilla" am 30. September 2013 für 7:08,679 Minuten, diverser Modifikationen im Motorraum und am Fahrwerk sei Dank. Am Lenkrad saß der GT1-Weltmeister von 2011, Michael Krumm. Den bereits erwähnten Gumpert Apollo Sport steuerte der Vilsbiburger Florian Gruber am 13. August 2009 in genau 7:11,57 Minuten durch die grüne Hölle. Es war das zunächst viertbeste offizielle Ergebnis auf dem Ring – bis der Mercedes-AMG GT R kam. Dadurch rutschte auch ein legendäres US-Car aus den Top Five: Eine Dodge Viper II ACR (2010) mit Dominik Farnbacher und 608 PS an Bord fuhr am 14. September 2011 eine Zeit von 7:12,13 Minuten. Ganz klar zu definieren ist die Liste der Besten allerdings nicht: So kursierten um die Corvette Z06 (mit C7-Paket) gleich zwei Gerüchte um Fabelzeiten (7:08,678 Min. im Juli 2015 und gar 6:59,13 Min. im Januar zuvor), die jedoch bislang nicht verifiziert wurden.

Die Schnellsten auf der Nordschleife

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