Runter mit dem Verbrauch

Die besten Spritspar-Tipps Die besten Spritspar-Tipps

Runter mit dem Verbrauch

— 08.06.2007

So sparen Sie Sprit

Der Spritpreis steigt und steigt. AUTO BILD zeigt, wie Sie beim Fahren mit simplen Tricks richtg sparen können. Und dabei sogar noch Spaß haben.

Zum Glück haben wir den Euro. Hätten wir noch die gute alte D-Mark, würden viele die zweitschönste Sache der Welt stehen lassen: das Auto. Drei Mark für einen Liter Super plus. Wie klingt denn das? Grausam. 1,50 Euro lähmt uns schon und stellt für die Hälfte aller Autofahrer die Schmerzgrenze dar, wie eine TNS-Emnid-Umfrage für die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ergab. Aber jammern und drohen – ab zwei Euro wollen 23 Prozent der 1500 Befragten "Konsequenzen ziehen" – bringt bekanntlich keinen weiter. Zumal Ungemach von allen Seiten droht: Wie der Blick in die Bildergalerie zeigt, wird das Sparpotenzial moderner Motorentechnik von Sicherheits- und Komfortpfunden nahezu neutralisiert. Wog ein Golf II noch 920 Kilo, drücken beim Nachfahren 1270 auf die Waage. Schwere Kost. Wie Sie beim Fahren dennoch sparen, zeigen wir hier. Weitere Artikel zum Thema Sparen und Umwelt finden Sie in der Linkleiste.

Das können Sie sofort ändern

Ein Dachgepäckträger treibt den Verbrauch ein bis vier Liter in die Höhe.

Dachgepäckträger abbauen
Ungenutzt sollte man so ein Teil auf gar keinen Fall spazieren fahren. Es steht wie ein Mauer im Wind, treibt den Verbrauch ein bis vier Liter in die Höhe. • Navigationssysteme mit Spritspar-Option nutzen Sparen kann man auch mit elektronischer Hilfe. Das mobile Navi E60 von Falk (Preis: 270 Euro) zum Beispiel führt den Fahrer über die schnellste, die kürzeste oder eine ökonomische Route zum Ziel. Auch Volkswagen bietet einige Festeinbau-Navis mit Spritspar-Option an. So helfen das RNS 300 oder das RNS 510 dem Fahrer beim Sparen. Die beiden Geräte kosten im Golf V ab 1190 beziehungsweise 3036 Euro.
• Elektrische Verbraucher ausschalten Klar, wo Energie abgefordert wird, wird auch welche verbraucht. Deshalb gilt: elektrische Verbraucher nur an, wenn es auch sinnvoll ist. • Auto entrümpeln Das Auto ist keine Müllhalde. Also: raus mit dem Plunder. Es gilt: Je 100 Kilo Übergewicht verbraucht ein modernes Auto einen halben Liter mehr. • Fahrweise umstellen Der Kopf steuert den Gasfuß. Und der bestimmt den Verbrauch. Also: immer locker hinters Steuer, Hektik draußen lassen. Rasen war gestern, ist heute viel zu teuer. Und an der nächsten roten Ampel stehen eh alle wieder an. Mit dieser Einstellung, klappt auch die Zurückhaltung am Gas wie von selbst: ruhig und gleichmäßig beschleunigen, früh in den nächsthöheren Gang schalten, mit niedrigen Drehzahlen fahren, vorausschauend fahren, grüne Welle nutzen, den Wagen ausrollen lassen, an der roten Ampel, dem Bahnübergang, im Stau – Motor aus, maximal 70 Prozent der Höchstgeschwindigkeit nutzen. Es lohnt sich.

Für diese Maßnahmen müssen Sie an die Tankstelle

Fahren Sie das leere Auto mit dem höchsten Luftdruck – das spart Sprit.

Luftdruck erhöhen Luft im Reifen kostet nichts, trotzdem prüfen wir sie selten. Dabei steigt der Verbrauch bei 0,2 Bar zu wenig um zwei Prozent. Tipp: den leeren Wagen mit höchstem Druck fahren (Bedienungsanleitung). • Normal statt Super tanken Autos mit Klopfsensor sind in Sachen Spritqualität flexibel, können so etwas Geld sparen. Aber: Mit dem Abstieg sinkt auch die Motorleistung. • Auf Leichtlauföl wechseln Wer gut schmiert, fährt auch gut. Moderne 0W-Öle minimieren die Reibung im Motor. Und sparen damit auf Dauer tatsächlich. Drei Prozent Spritersparnis sind im Schnitt durchaus möglich.

... und hierfür in die Werkstatt

• Leichtlaufreifen montieren Sind die alten Reifen abgefahren, sollten Sie beim Kauf der neuen auf den Rollwiderstand achten. Den gibt AUTO BILD in jedem Reifentest an. Faustformel: Fünf Prozent weniger Rollwiderstand sparen am Ende ein Prozent Benzin. • Motor korrekt einstellen Lambdasonde kaputt, das Steuergerät spinnt – es gibt viele Gründe, weshalb ein moderner Motor plötzlich säuft. Als Laie ist man da leider ziemlich hilflos. Hier hilft nur der Weg in die Werkstatt. Dort werden alle Parameter wieder korrekt eingestellt. Das kann zwar teuer werden, lohnt sich aber.

Die Verlockung ist groß: Super statt Super plus, Normal statt Super. Abstieg spart. Liter für Liter. Doch wer zur preiswerteren Zapfpistole greift, sollte zuvor in die Bedienungsanleitung schauen: Hier steht die minimale Kraftstoff-Qualität (bei viele Autos auch im Tankdeckel). Technische Voraussetzung für den Umstieg ist ein Klopfsensor, der die Oktanzahl erschnüffelt, den Motor darauf einstellt. In jedem Fall bleibt etwas Leistung auf der Strecke. Deshalb lohnt der Umstieg nur, wenn sie nicht gebraucht wird. Also im Stadtverkehr. Sonst frisst der Mehrverbrauch den Preisvorteil auf.

Fazit: Gewicht runter, Technik in Ordnung halten, weniger Gas geben – Sparen ist gar nicht so schwer. Und wer sich daran gewöhnt hat, kann sogar seinen Spaß finden. Nicht mehr so viel Geld verbrennen, nebenbei die Umwelt mit weniger CO2 und anderen Abgasen belasten. Das sind doch ehrenwerte Ziele. Und vor allem: Unsere Tipps machen Sie nicht zum Kolonnenführer am vorderen Ende der Schlange. Sie erziehen nur zum gleichmäßigen Fahren. Und auch das macht Spaß. Oder?

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.