Saab 9-5

Russe will Saab retten

— 29.04.2011

Antonow steigt bei Saab ein

Kein Tag ohne neue Meldung zu Saab: Jetzt soll ein russischer Investor bei den Schweden einsteigen. Für 30 Millionen Euro soll er über 29,9 Prozent der Anteile an Saab erhalten.

Neue Hoffnung für den akut vom Aus bedrohten Autobauer Saab: Sowohl die schwedischen Behörden als auch der frühere Eigner General Motors (GM) haben heute (29. April 2011) grünes Licht für den Einstieg des russischen Investors Wladimir Antonow als neuen Teileigner gegeben. Der lange umstrittene Finanzier mit Wohnsitz in London will bis zu 30 Millionen Euro bereitstellen und würde damit über 29,9 Prozent der Anteile verfügen. Erst Donnerstag vermeldete Saab-Unternehmenssprecher Eric Geers, es gäbe Interesse von mehreren chinesischen Investoren an Saab. Im Stammwerk Trollhättan stehen seit gut drei Wochen die Bänder still, weil das Geld zur Begleichung von Lieferanten-Rechnungen fehlt. Der Chef der schwedischen Kreditaufsicht, Bo Lundgren, sagte im Rundfunk in Stockholm, er glaube nicht, dass 30 Millionen Euro zur Rettung von Saab ausreichen würden.

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Weiter hieß es, der US-Konzern GM habe für die Zulassung von Antonow als neuen Teileigner einige Bedingungen gestellt, die bisher nicht erfüllt seien. Ebenfalls noch nicht endgültig zugestimmt hat die Europäische Investitionsbank (EIB) als Kreditgeber von Saab. Beobachter in Stockholm weisen immer wieder auf den mit jedem Tag Produktionsstillstand zunehmenden Zeitdruck. Am Donnerstag wurde die Entlassung von 200 Mitarbeitern bei einer Zulieferfirma bekannt. Bei Saab selbst sind 3700 Mitarbeiter beschäftigt. Unterdessen gab der niederländische Saab-Eigentümer Spyker Cars bekannt, dass er für das erste Quartal 2011 einen Nettoverlust von 72 Millionen Euro verbucht hat. Zugleich nahm Spyker Cars das Ziel für den angeschlagenen schwedischen Autohersteller zurück, in diesem Jahr insgesamt 80.000 Fahrzeuge zu verkaufen. Im vergangenen Jahr liefen gerade einmal 32.000 Autos vom Band. Für konkrete Angaben über eine neue Zielstellung sei es aber noch zu früh, erklärte Spyker-Chef Victor Muller. An der Amsterdamer Börse sank der Wert der Spyker-Aktien daraufhin um fast sechs Prozent.

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