Rußfilter zum Nachrüsten

Rußfilter zum Nachrüsten

Rußfilter zum Nachrüsten

— 14.01.2004

Diese Diesel fahren sauber

Das Rennen um den ersten Nachrüst-Rußfilter ist gelaufen: Twin-Tec beliefert ab sofort ATU für zahlreiche TDI-Modelle, weitere folgen demnächst.

Gibt es einen Nachrüstfilter für mein Auto?

In Heft 43/03 haben wir über Diesel-Rußfilter zum Nachrüsten für Gebrauchtwagen berichtet – und waren über die heftige Reaktion unserer Leser etwas erstaunt. Obwohl unsere Regierung noch immer keine steuerliche Förderung für Rußfilter in Aussicht stellt, war die Nachfrage ungewohnt stark. "Wann kommt er denn endlich, der Nachrüst-Filter?", so die gern gestellte Frage. Und: "Gibt es den auch für mein Auto?"

Die Antwort ist da – und kommt von Twin-Tec: Ab Januar ist der Rußfilterkat für etwa 100 Fahrzeugtypen erhältlich, wobei der Schwerpunkt zum Verkaufsstart bei den TDI-Klassikern mit 1,9 Liter Hubraum aus dem VW-Konzern liegt. Immerhin sind das 800.000 in ganz Deutschland, fast zehn Prozent des Fahrzeugbestandes.

Alle weiteren Typen unserer Tabelle folgen in den nächsten Wochen, noch im Frühjahr soll der Rußfilter für sämtliche genannten Typen erhältlich sein. Parallel dazu läuft die Entwicklung weiter; Ziel ist es, in naher Zukunft für alle gängigen Diesel-Fahrzeuge am Markt einen Partikelfilter anzubieten. Für den Einheitspreis von 580 Euro kann der Filter ab sofort bei ATU bezogen werden. Und hier übernehmen entsprechend geschulte Mechaniker der Zubehörkette auch den Einbau, und zwar zum Festpreis von 50 Euro inklusive Steuer.

Keine Steuerersparnis, aber ein gutes Gefühl

"Zehntausende Diesel-Fahrer planen bei ihrem Fahrzeug eine Filter-Nachrüstung", schätzt Twin-Tec-Sprecher Rainer Werthmann die Nachfrage am Markt positiv ein. Für insgesamt 630 Euro inklusive Arbeitszeit gibt es neben einem guten grünen Gewissen zwar noch keine Steuererleichterung, dafür aber die Hoffnung, beim späteren Gebrauchtwagen-Wiederverkauf ein gutes Argument für einen besseren Preis zu haben und damit den Wertverlust zu reduzieren.

Ob sich die Nachrüstung tatsächlich rechnet, wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall muss der Filter in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden, dafür benötigt das Straßenverkehrsamt die Einbaubestätigung und den Abdruck des Verwendungsbereiches der Genehmigung. Diese Unterlagen bekommen sie von ATU nach dem Einbau. Wer ein für den Betrieb von Biodiesel freigegebenes Auto fährt, kann auch nach dem Filtereinbau weiterhin den Sprit seiner Wahl tanken, ein Rußfilterkat steht dem nicht im Wege.

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