Rußpartikelfilter

Rußpartikelfilter nachrüsten Rußpartikelfilter nachrüsten

Rußpartikelfilter

— 26.06.2006

Nachrüstung gegen Diesel-Strafsteuer

Rußen wird teuer: Die neue Partikelfilter-Richtlinie ist beschlossen. Wie Dieselfahrer Steuerzuschläge und Fahrverbote vermeiden können.

Lange diskutiert, endlich beschlossen: die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen mit Rußpartikelfiltern. Im Einzelnen gilt: • Die Nachrüstung soll mit einmalig 300 Euro gefördert werden, und das rückwirkend ab Januar 2006 bis 2008. • Für Diesel-Neuwagen, die bei Erstzulassung ab 2007 keinen Filter an Bord haben, sind einmalig 300 Euro Zuschlag zur Kfz-Steuer fällig. • Wer seinen filterlosen Diesel nicht nachrüstet, zahlt 2008 und 2009 einen Zuschlag zur Kfz-Steuer von jeweils 40 Euro. Wichtig: Dieser Zuschlag gilt auch für filterlose Diesel nach der aktuellen Schadstoffnorm Euro 4. Konsequenz aus den Beschlüssen: Wer einen Filter nachrüstet, spart 380 Euro Kfz-Steuer. Ein klarer Anreiz, in den im Schnitt rund 700 Euro teuren Nachrüst-Saubermann zu investieren. Die Investition lohnt aber auch aus einem anderen Grund: der "Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge" ("Plakettenverordnung"). Damit sollen Fahrverbote bei Feinstaubalarm gesteuert werden.

Durch farbige Plaketten gekennzeichnete Autos können von solchen Beschränkungen ganz oder teilweise ausgenommen werden. Gekennzeichnet werden Pkw nach Euro 2 (schwarz), Euro 3 (gelb) und Euro 4 (grün). Dank Nachrüstung können Autofahrer die Eingruppierung in eine bessere Schadstoffgruppe erreichen. Wichtig: Die grüne Plakette wird auch für Diesel mit Euro 4 vergeben, die keinen Filter an Bord haben. Der Steuerzuschlag wird für sie aber fällig. Wann die Plakettenverordnung genau in Kraft tritt, ist noch offen. Sie muß erst noch von der EU abgesegnet werden.

So funktioniert der Rußpartikelfilter

Die Wirkungsweise eines Partikelfilters beruht auf der Adhäsion (Anhaftung) der Rußpartikel an den porösen Filterwänden. Das mit Partikeln durchsetzte Abgas wird auf seinem Weg zum Auspuff in den Filter geleitet. Dort gelangt es in mehrere, jeweils auf einer Seite verschlossene Kanäle (aus Fasern, Metall- oder Keramikpulver) und wird zwangsweise umgeleitet.

Die in den Wänden vorhandenen Löcher sind kleiner als die Rußpartikel und sorgen für den Abfluß des Abgases, die Partikel dagegen werden an der Wand gebunden. Haben sie eine Schicht gebildet, werden sie bei hohen Temperaturen verbrannt. So ist es möglich, den Ausstoß von Rußpartikeln drastisch zu senken.

Große Programme an Nachrüstfiltern für die meisten Diesel-Volumenmodelle bieten etwa die Hersteller Twintec, Telefon 01805/ 67 00 12, www.russfilterkat.de (Einbau unter anderem bei der Werkstattkette ATU) und HJS, Telefon 02373/ 98 70, www.cityfilter.de

Autor: Roland Bunke

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