Saab 9-3 SportCombi

Saab 9-3 SportCombi

— 11.03.2005

Schwedisches Heckmeck

Rote Zahlen, umstrittene Standortpolitik, neuer Chef Saab hat schon bessere Zeiten erlebt. Mittendrin ein Lichtblick: der 9-3 SportCombi.

Wirklich neu ist nur das Heck

Was den Saab 9-3 SportCombi angeht, da waren sich GM-Europa-Prsident Carl-Peter Forster und Saab-Chef Peter Augustsson einig. "Eine natrliche Erweiterung der 9-3-Reihe mit eigenem, frischem Charakter", lobte Augustsson. "Die erste Turbolader-Anwendung der neuen GM-V6-Architektur, fgte Forster begeistert hinzu. Das war's denn auch mit der Einigkeit.

Nach dem Streit um die Standortfrage fr die Produktion der neuen Saab/Opel-Mittelklasse (Rsselsheim bekam den Zuschlag) nimmt Augustsson jetzt enttuscht seinen Hut, und Forster rckt als neuer Saab-Lenker nach. Mit dem ehemaligen Opel-Bo kmmert sich jetzt ein harter Sanierer um die schwchelnde Marke, da kommt der 9-3 SportCombi offenbar gerade recht. Starttermin: pnktlich zur IAA im September 2005.

Obwohl: Richtig neu ist das aktuelle Genf-Exponat eigentlich nur von der Taille abwrts, oder wie Saab es selbst beschreibt: "Von der B-Sule ab nach hinten, einschlielich der Tren, des Rcksitzes und eines wohlausgewogenen Laderaums." Was sich dort optisch getan hat, konnte man schon 2003 auf der IAA begutachten. In Frankfurt stand der SportCombi als Konzept, das bis zum Seriendebt zwei Jahre spter uerlich nicht verndert wurde. Die Schweden hatten in der Zwischenzeit ja auch genug um die Ohren.

Die "mittelgroe Kombi-Limousine" (O-Ton Saab) trgt groe Heckleuchten mit Milchglas-Streuscheiben als optisches Highlight, ein integrierter Heckspoiler ber der steilen Heckklappe schliet die Dachlinie ab. Business as usual an der Front: Hier blinzeln die Klarglasscheinschwerfer aus dem bewhrten 9-3-Antlitz.

Der erste GM-V6 mit Turbolader

Zurck zum Heck: Die Klappe ffnet weit und offenbart einen variablen Gepckraum mit einem Volumen von 419 bis 1273 Litern. Die Rckenlehne kann im Verhltnis 60:40 geteilt umgeklappt werden. Der mittlere Teil des Laderaumbodens bewegt sich mit Scharnieren schrg nach oben und rastet nach dem Ziehen ein.

Ein vertieftes Bodenfach gibt Einkaufstten oder anderem Gepck Halt, als doppelte Sicherung kann darber noch ein Gepcknetz gezurrt werden. Fr den Antrieb des SportCombi stehen sechs Benziner (122 bis 250 PS) und zwei Diesel (120 und 150 PS) zur Wahl. Besonders stolz ist Carl-Peter Forster auf den 2,8-Liter-V6-Turbo, der zusammen mit dem SportCombi sein Debt gibt.

Der wassergekhlte Turbolader stammt von Mitsubishi und heizt den Sechszylinder auf 250 PS mit 350 Nm Drehmoment das reicht fr 245 km/h Hchstgeschwindigkeit und 7,3 Sekunden bis Tempo 100. Die Preise stehen noch nicht fest, laut Saab drfte sich der Kombi-Zuschlag aber hnlich auswirken wie beim groen Bruder. Die Kombiversionen des 9-5 kosten 1050 Euro mehr als die Limousinen.

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