Saab 9-4X BioPower

— 14.01.2008

SUV unter Stoff

Saab braucht für mehr Wachstum neue Baureihen. Wohin der saubere Weg führen könnte, zeigt die Studie 9-4X BioPower auf der NAIAS. Das kompakte SUV kombiniert schwedisch-kühles Design mit Bioethanol-Antrieb.
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Von Stephan Bähnisch Neue Nischen besetzen und dabei den Umweltaspekt nicht aus den Augen verlieren. Unter diesem Motto stellt Saab auf der NAIAS in Detroit das SUV 9-4X BioPower als Studie vor. Optisch nimmt der Schwede deutliche Anleihen beim Concenptcar Aero X, das Eisblockdesign der aktuellen Baureihen 9-3 und 9-5 taucht ebenfalls immer wieder auf. Zwischen diesen beiden soll sich der 9-4 auch in der Größe bewegen, ohne das Saab konkrete Abmessungen zum Besten gibt. Für die korrekte Öko-Bilanz sorgt ein 2,0-Liter-Turbomotor, der für den Betrieb mit Bioethanol 85 ausgelegt wurde. Dem Alkohol wird dabei ein Benzinanteil von lediglich 15 Prozent beigemischt. Der verhilft dem Saab nicht nur zu einer sauberen Verbrennung, sondern auch zu beachtlichen Leistungsdaten.
Sparsamkeit ist relativ
Optische Anleihen beim Aero X sind unverkennbar. Von vorn wirkt der Schwede extrem bullig.
Optische Anleihen beim Aero X sind unverkennbar. Von vorn wirkt der Schwede extrem bullig.
Im Ethanol-Betrieb kommt der Schwede auf 300 PS und stemmt 400 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, mit Super befeuert sind es 245 PS und 353 Nm. Genug für 235 km/h Spitze und einen Spurt auf 100 km/h in acht Sekunden. Wirklich sparsam ist dabei relativ: Im reinen Benzinbetrieb schluckt die Studie 10,5 Liter Super im Schnitt, mit Bio-Alkohol geht der Verbrauch etwas nach unten, außerdem wird die Öko-Bilanz dank regenerativer Brennstoffe besser. Die Kraft verteilt das Allradantriebssystem Saab XWD, das wir aus dem 9-3 kennen. Die elektronische Regelung verteilt das Drehmoment nicht nur zwischen den beiden Achsen, sondern auch zwischen den Hinterrädern. Für noch besser Kontrolle verfügt die Hinterachse zusätzlich über ein elektronisches Sperrdifferenzial.
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Die Dynamik der Motorisierung schlägt sich auch im Design nieder: Der dreigeteilte Kühlergrill wird von schmalen Scheinwerfern eingefasst, die große Frontschürze von mächtigen Lufteinlässen flankiert. In den ausgestellten Radhäusern sitzen bei der Studie fette 21-Zöller, in der Seitenansicht sorgt zusätzlich die nach hinten schmaler werdende Fensterlinie für den sportlichen Touch. Heckseitig ist ein Dachkantenspoiler verbaut, der gemeinsam mit den in der Schürze integrierten zwei Doppelauspuffrohren jeden Zweifel an der Potenz des Schweden beseitigen soll. Jenseits von skandinavischem Purismus liegen das große Panoramaglasdach und die Inneneinrichtung mit Aero-X-Anleihen. Für den Transport wurde gemeinsam mit dem Skihersteller Salomon ein spezielles System entwickelt.
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